Paris: Taxiunternehmen stoppt Tesla-Flotte nach tödlichem Unfall

Das Taxiunternehmen G7 aus Paris hat seine Tesla-Flotte mit 37 Fahrzeugen nach einem Unfall mit einem Model 3 Medienberichten zufolge außer Betrieb gesetzt. Der Taxifahrer gibt an, gebremst zu haben, das Auto habe jedoch beschleunigt. Bei dem folgenden Unfall kam ein Mensch ums Leben, 20 weitere Personen wurden verletzt. Der Unfall ereignete sich am 11. Dezember 2021.
Die Fahrzeuge würden so lange nicht eingesetzt, bis die Ermittler ihre Arbeit abgeschlossen hätten, und der Betrieb sicher sei, teilte das Unternehmen laut einem Bericht von N-TV mit(öffnet im neuen Fenster) . Die 50 Tesla Model S, die als G7-Taxis unterwegs seien, verblieben in der Flotte, berichtete die französische Tageszeitung Le Figaro(öffnet im neuen Fenster) .
Ob das Assistenzsystem Autopilot vor dem Unfall aktiviert war oder nicht, ist bislang nicht bekannt. Tesla dementierte gegenüber der Tageszeitung Le Parisien(öffnet im neuen Fenster) bereits, dass es bei dem Fahrzeug einen technischen Defekt gegeben habe.
G7(öffnet im neuen Fenster) gehört zu den großen Taxiunternehmen in Paris, das Fahrten an rund 9.000 Fahrer vermittelt. Die Autos sind teilweise schon mit Hybrid- oder Elektroantrieb ausgerüstet. Bis 2027 sollen 100 Prozent der Fahrzeuge elektrisch unterwegs sein, wie das Unternehmen Mitte Oktober 2021 bekanntgab ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ).
Einen ähnlichen Fall gab es schon einmal
Bei dem Unfall eines Tesla-Elektroautos mit zwei Toten im April 2021 im US-Bundesstaat Texas war der Autopilot offenbar unschuldig : Das System sei bei dem Tesla Model S nicht aktiviert gewesen, teilte die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) mit. Das Steuer sei besetzt gewesen, und der Fahrer habe aufs Gaspedal getreten. Diese Informationen sollen aus dem Datenspeicher des Fahrzeugs stammen, der bei dem Unfall stark beschädigt wurde.