Paralympic Games: Toyota will Betrieb autonomer E-Busse nach Unfall fortsetzen

Nach dem Unfall vor einigen Tagen wird Toyota den Betrieb der autonomen E-Palette-Busse auf dem Campus der 2020 Paralympic Games wieder aufnehmen. Diese wurden auf Anordnung der Konzernführung zunächst stillgelegt und eine Untersuchung in Kooperation mit der Polizei vor Ort durchgeführt. Das Unternehmen ist sich nun offiziell sicher: Sowohl Mensch, als auch Maschine haben hier versagt, berichtet das Magazin Automotive News(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf lokale Medien.
Der Unfall ereignete sich an einer T-Kreuzung. Der sehbehinderte Judoka Aramitsu Kitazono wollte die Straße überqueren, als ihn einer der elektrischen und autonomen E-Palettes mit einer Geschwindigkeit von maximal 2 Kilometern pro Stunde anfuhr. Normalerweise halten die autonomen Fahrzeuge schnell an, sobald ein Hindernis entdeckt wird. Zudem seien jeweils zwei Aufsichtspersonen an Bord, die bei Bedarf eingreifen können.
Fahrzeug und Mensch haben zu spät gebremst
Im konkreten Fall haben jedoch sowohl das Fahrzeug, als auch der menschliche Fahrzeugführer nicht früh genug reagiert. Medien vor Ort berichteten auch, dass die am Steuer sitzende Person die Situation falsch eingeschätzt und gedacht habe, dass Kitazono den heranfahrenden E-Bus bemerke.

Für Toyota, einem Hauptsponsor des Events in Tokyo, wurde das zu einem Marketingproblem. Kitazono konnte wegen seiner Verletzung zudem nicht am Wettkampf teilnehmen.
Trotzdem sollen die auf dem Campus eingesetzten 16 E-Palette-Busse wieder fahren - mit einigen neuen Sicherheitsvorschriften. So werden künftig ausschließlich Menschen die Fahrzeuge beschleunigen und stoppen. Das Personal soll zudem eine neue Sicherheitsschulung erhalten, um auf Szenarien wie dieses vorbereitet zu sein. Auf dem Gelände sollen 20 statt bisher sechs Verkehrsorganisatoren im Einsatz sein. Diese werden Fahrzeuge und Passanten anleiten.



