Parallel Wireless: Vodafone setzt Open RAN im ländlichen Bereich ein

Auf dem Land, wo sich der LTE-Ausbau nicht lohnt, probiert Vodafone an 30 Standorten in Irland Open RAN aus. Es geht darum, Kosten zu sparen.

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Open RAN von Parallel Wireless in Afrika
Open RAN von Parallel Wireless in Afrika (Bild: Parallel Wireless)

Der Mobilfunkausrüster für Open-RAN-Technik, Parallel Wireless, wird bei Vodafone Irland erste Standorte ausrüsten. Das gab das US-Unternehmen am 19. November 2020 bekannt. Es geht um 30 Standorte für LTE im Nordwesten des Landes.

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Didier Clavero, Chief Technology Officer von Vodafone Irland, sagte, die Bereitstellung von Standorten auf Basis von Open RAN sei wichtig für die Mobilfunkabdeckung in ländlichen Regionen in Irland, da dieser Ansatz die Kosten senke. "Wir konzentrieren uns zunächst auf den Nordwesten des Landes und werden künftig Orte in ganz Irland ermitteln."

Kürzlich verpflichtete Vodafone seine Anbieter dazu, die O-RAN-Split-Option 7.2 zu unterstützen, um die Interoperabilität zu gewährleisten. Die Ankündigung folgt einer Aussage der Vodafone Group, Open-RAN-Technologie für mindestens 2.600 Standorte in Großbritannien zu verwenden. Vodafone führt derzeit im Kongo und in der Türkei mit Parallel Wireless TIP-Open-RAN-Versuche durch.

In Irland werden die Standorte auf einer O-RAN-Architektur mit einer Remote Radio Unit (RRU) von Comba Telecom, einer Parallel Wireless Distributed Unit (DU) und einer Central Unit (CU) aufgebaut, die auf einer vBBU (virtual Baseband Unit) von Supermicro läuft und vor Ort eingesetzt wird. Die DU-/CU-Software verbindet sich mit dem RIC von Parallel Wireless, der sich in einem Dubliner Datenzentrum auf HP-Hardware unter Verwendung der virtualisierten Umgebung VMWare ESXi v6.7 befindet.

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Open RAN bedeutet Cloud, virtualisierte Netzwerkelemente, White-Box-Hardware, Open-Source-Software und standardisierte Schnittstellen. Auf proprietäre Chips der Ausrüster soll weitgehend verzichtet werden.

Die nächsten drei bis vier Jahre werde Open RAN den Netzbetreibern nicht helfen. Das sagte Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas im Februar 2020. "Es ist eine Vision, die uns aber ab 2025 mehr Optionen gibt und in Europa Ausrüster für Komponenten entstehen lassen könnte, für die es bisher noch gar keinen Markt gibt."

US-Justizminister William Barr sagte über Open RAN als Alternative zu Huawei: "Das Problem ist, dass es sehr ferne Zukunftsmusik ist. Der Ansatz ist völlig ungetestet und würde viele Jahre in Anspruch nehmen, um erfolgreich zu sein." Open RAN sei, wenn überhaupt, dann in einem Jahrzehnt marktreif. Fast alle Open-RAN-Anbieter kommen aus den USA.

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