• IT-Karriere:
  • Services:

Paperino im Interview: "Am Ende ist es nicht so schwer, wie es aussieht"

Die Macher des kleinen E-Paper-Displays Paperino erzählen, wie sie auf die Idee gekommen sind und wie sie mit nur 6.000 US-Dollar durch Crowdfunding die Produktion finanzieren konnten.

Ein Interview von veröffentlicht am
Vor dem fertigen Produkt musste Paperino einen Prototyp anfertigen.
Vor dem fertigen Produkt musste Paperino einen Prototyp anfertigen. (Bild: Crowd Supply/CC0 1.0)

Die E-Paper-Platine Paperino ist ein interessantes Konzept. Das kleine Display lässt sich programmieren, kann diverse Informationen anzeigen und soll in autarken Systemen per Batterie oder auch per Solarenergie betrieben werden können. Im Vergleich zu anderen Systemen dieser Art ist es mit 30 Euro preisgünstig und der Touchsensor kann als Eingabemethode genutzt werden.

Inhalt:
  1. Paperino im Interview: "Am Ende ist es nicht so schwer, wie es aussieht"
  2. Auf dem Raspberry Pi nur über Umwege nutzbar
  3. Vom Konzept bis zum Produkt in einem Jahr

Das Produkt gibt es mittlerweile bei diversen Anbietern zu kaufen, darunter Croud Supply Watterott und Mouser. Golem.de haben die Gründer Elektroingenieure Markus Jahn und Robert Poser erzählt, wie sie auf das Projekt gekommen sind, was man mit ihrer Platine basteln kann und auf welche unerwarteten Hürden sie auf dem Weg zur Auslieferung gestoßen sind.

Golem.de: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, mit Paperino E-Paper-Displays zu bauen?

Markus Jahn: Eines vorweg: Wir sind gar kein Unternehmen. Paperino ist ein reines Freizeitprojekt von uns beiden. Wir machen das also formal nebenberuflich. Hauptberuflich haben wir einen Job bei Plastic Logic, einem Unternehmen, das E-Paper-Displays herstellt.

Stellenmarkt
  1. Method Park Holding AG, Erlangen
  2. Kommunale Unfallversicherung Bayern, München

Das Projekt ist entstanden, weil Robert solch ein Display selbst brauchte. Er wollte ein Particle Photon - eine Arduino-Platine - mit Plastic-Logic-Displays verbinden. Das ist jedoch nicht ohne weiteres möglich, da diese Produkte eher auf den B2B-Bereich ausgelegt sind und sich nicht direkt an Maker richten. Diese Brücke wollten wir mit unserem Projekt schaffen.

  • Fertige Platinen (Bild: Paperino)
  • Anfangs bauten die zwei Entwickler ihre Platinen noch selbst. (Bild: Paperino)
  • Die Controllerplatine ohne Display (Bild: Paperino)
  • Das E-Paper-Display mit aufgestecktem Arduino-Board (Bild: Paperino)
  • Markus (l.) und Robert, die Gründer des Projekts (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ein erster Prototyp des Paperino (Bild: Paperino)
  • Ein erster Prototyp des Paperino (Bild: Paperino)
  • Ein erster Prototyp des Paperino (Bild: Paperino)
Markus (l.) und Robert, die Gründer des Projekts (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Golem.de: Und was können wir genau mit Ihrer Platine machen?

Robert Poser: Unser Beitrag ist es, neben bereits vorhandenen OLED- und LCD-Displays eben ein kleines Display mit E-Paper-Technik beizusteuern - mit dem Charme, den E-Paper-Displays auch haben. Was man am Ende damit macht, ist vom Kunden abhängig. Paperino hat auch bereits einen Temperatur- und Beschleunigungssensor integriert.

Golem.de: Was lässt sich denn zum Beispiel damit bauen?

Jahn: Robert hat sich zu Hause an die Haustür ein kleines E-Paper-Display mit einem Controller angebaut, das ihm das Wetter und den Weg zur Arbeit über Google Maps live abruft und ihm Fragen beantwortet: Wie viel Verkehr ist heute? Regnet es gerade? Kann ich mit dem Fahrrad fahren oder nicht?

Durch die recht stromsparende E-Paper-Technik haben wir an eher autarke batteriebetriebene oder sogar solarbetriebene Projekte gedacht, die sich unsere Kunden etwa in den Garten stellen können, um eine Wetterstation zu bauen.

Golem.de: Was brauchen Bastler außer dem Display noch für so eine Wetterstation?

Poser: Man braucht auf jeden Fall einen Mikrocontroller. Den kann man auch zusammen mit dem Paperino kaufen oder seinen eigenen nehmen, wenn er passt. Dann hängt es davon ab, was man damit noch machen will. Jedoch reichen diese zwei Komponenten aus, um das System zum Leben zu erwecken.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Auf dem Raspberry Pi nur über Umwege nutzbar 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (u. a. SanDisk Ultra 512GB MicroSDXC Speicherkarte + SD-Adapter für 72,99€, Western Digital 10...

FrankM 26. Apr 2018

Aber das ist nicht so hipp crowd-gefunded worden. PS: Das eBay Display: Three-color E...

mbirth 09. Apr 2018

Das Sharp Memory Display braucht kontinuierlich Strom, um was anzuzeigen. Nicht viel...

gadthrawn 26. Mär 2018

Ist dir klar, dass das Display aus dem Artikel 1,1" ist? so um 20¤ liegen die 2,9...

gadthrawn 26. Mär 2018

ah.. hab nur auf das Kabel an dem einen Board geschaut und bin von usb ausgegangen...

AllDayPiano 22. Mär 2018

Selbst wenn man 5 Euro EUst. zahlen muss... der Beamte ist so lange damit beschäftigt...


Folgen Sie uns
       


Ghost of Tsushima - Fazit

Mit Ghost of Tsushima macht Sony der Playstation 4 ein besonderes Abschiedsgeschenk. Statt auf massenkompatible Bombastgrafik setzt es auf eine stellenweise fast schon surreal-traumhafte Aufmachung, bei der wir an Indiegames denken. Dazu kommen viele Elemente eines Assassin's Creed in Japan - und wir finden sogar eine Prise Gothic.

Ghost of Tsushima - Fazit Video aufrufen
IT in Behörden: Modernisierung unerwünscht
IT in Behörden
Modernisierung unerwünscht

In deutschen Amtsstuben kommt die Digitalisierung nur schleppend voran. Das liegt weniger an den IT-Abteilungen als an ihren fachfremden Kollegen.
Ein Bericht von Andreas Schulte

  1. ITDZ Glasfaserausbau für Berliner Schulen nicht mal beauftragt
  2. Digitalisierung Krankschreibung per Videosprechstunde wird möglich
  3. Golem on Edge Homeoffice im Horrorland

Golem on Edge: Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet
Golem on Edge
Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet

Mehr schlecht als recht arbeiten zu können und auch nur dann, wenn die Nachbarn nicht telefonieren - das war keine Dauerlösung. Wie ich endlich Internet in meine Datsche bekommen habe.
Eine Kolumne von Sebastian Grüner

  1. Anzeige Die voll digitalisierte Kaserne der Zukunft
  2. Keine Glasfaser, keine IT-Kompetenz Schulen bemühen sich vergeblich um Geld aus dem Digitalpakt
  3. Kultusministerien Schulen rufen kaum Geld aus Digitalpakt ab

8Sense im Test: Vibration am Kragen gegen Schmerzen im Rücken
8Sense im Test
Vibration am Kragen gegen Schmerzen im Rücken

Das Startup 8Sense will mit einem Ansteckclip einer Bürokrankheit entgegenwirken: Rückenschmerzen. Das funktioniert - aber nicht immer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Rufus Cuff Handgelenk-Smartphone soll doch noch erscheinen
  2. Fitnesstracker im Test Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4

    •  /