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Panther Lake & Wildcat Lake: Intel hat Lieferprobleme bei Intel-18A-Prozessoren

Intel drängt Kunden zu neueren Prozessoren, kann aber nicht genug liefern. Der Grund könnten zugekaufte Chiplets sein.
/ Johannes Hiltscher
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Intel scheinen Chiplets für die Core Series 3 zu fehlen, die nicht aus eigener Produktion stammen. (Bild: Johannes Hiltscher, Nasa; Montage: Golem.de)
Intel scheinen Chiplets für die Core Series 3 zu fehlen, die nicht aus eigener Produktion stammen. Bild: Johannes Hiltscher, Nasa; Montage: Golem.de

Es klingt kurios, was der Analyst Tim Culpan berichtet(öffnet im neuen Fenster): Intel soll Lieferprobleme bei seinen modernsten Notebook-Prozessoren der Core Series 3, Panther Lake und Wildcat Lake, haben. Dabei war erst vor wenigen Wochen bekannt geworden, dass der Konzern Kunden zum Kauf der neuen Prozessorgenerationen drängt. Es klingt widersprüchlich, aber beides scheint zu stimmen.

Die Lieferprobleme wurden Culpan seitens Intel bestätigt, Intels Druck zum Umstieg auf die neueren Prozessoren hingegen durch Gerätehersteller. Laut Culpan könnte allerdings der Grund für die Knappheit nicht bei Intel liegen. Zwar gibt es immer wieder Berichte darüber, dass die Ausbeute (Yield) des Intel-18A-Prozesses noch nicht den Zielvorgaben entspreche. Indirekt bestätigt Intel die auch.

Gleichzeitig werden mit Intel 18A auch die CPU-Tiles der neu vorgestellten Xeon 6+ gefertigt, die Nachfrage ist also hoch. Culpan zufolge betreffen die Lieferprobleme alle Notebook-Hersteller. Er habe mit Vertretern der sechs größten Hersteller gesprochen, und alle hätten ihm Probleme bei der Versorgung mit aktuellen Intel-CPUs bestätigt, sagte Culpan. Die zu beheben, könnte allerdings nicht allein in Intels Hand liegen.

Abhängigkeit von TSMC

Bei den Notebook-CPUs verbaut Intel neben Chiplets aus eigener Fertigung auch von TSMC produzierte: Die IO-Tiles werden mit N6 gefertigt, das große GPU-Tile von Panther Lake mit N3E. Und hier soll die eigentliche Knappheit liegen.

Der Auftragsfertiger kann derzeit die Nachfrage nicht bedienen, auch wenn unklar ist, welche Fertigungsprozesse dies genau betrifft. Alle von Intel genutzten TSMC-Prozesse sind allerdings EUV-Prozesse, weshalb grundsätzlich alle betroffen sein könnten. Denn TSMC ist dazu übergegangen, seine Fertigung flexibler aufzustellen und Maschinen für verschiedene Prozesse zu nutzen. Culpan spekuliert, dass Intel bei TSMC nicht zu den bevorzugten Kunden zählt.

Offen bleibt leider, mit wie viel Vorlauf Intels Kunden bestellen. So lässt sich kaum bewerten, ob Intel aktuell nicht genug Wafer von TSMC bekommt oder vor Monaten zu wenige bestellt hat. Wahrscheinlicher ist aber der erste Fall, da der zweite paradox wäre: Intel hätte dann Kunden zum Kauf von Prozessoren gedrängt, wissend, dass die gar nicht geliefert werden können.

In jedem Fall befindet sich Intel allerdings in einer Zwickmühle: Die Fertigung älterer 7-nm-Prozessoren soll heruntergefahren werden, um die Kapazitäten für Server-CPUs und deren Chiplets zu nutzen. Und die Core Series 2 kommt vollständig von TSMC. Wenn die Vermutungen stimmen und Intel nicht genug Wafer von TSMC bekommt, wären diese CPUs ebenfalls betroffen.


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