Panther Lake: Intel soll Konter für Strix Halo entwickeln

Intel hat in den vergangenen Monaten Testplatinen erhalten, die auf die Existenz eines besonders leistungsstarken Chips(öffnet im neuen Fenster) für kommende Mobilprodukte hindeuten. Teure und daher in verhältnismäßig geringen Stückzahlen produzierte Produkte werden häufig als Halo-Produkt betitelt, das durch seine besondere Leistung die gesamte Produktsparte hervorhebt. Neben AMD scheint auch Intel diese Bezeichnung intern zu nutzen.
In US-Zolldaten sind zwei Validierungs-Mainboards aufgetaucht, die aus Indien in die USA importiert wurden und der Bezeichnung nach für Enthusiast-Mobile-Workstations mit Arrow Lake Halo gedacht sind.
Unter dieser Bezeichnung soll Intel eine 14-Kern-CPU entwickelt haben, die bis zu 384 GPU-Ausführungseinheiten haben soll. Das entspricht einer Intel Arc A580(öffnet im neuen Fenster) , allerdings mit der neueren Battlemage-Architektur, die je nach Szenario 35 bis 50 Prozent schneller sein soll.
Vorerst kein Monster-Chip für Notebooks
Im Weibo-Forum schreibt ein Lenovo-Produktmanager, dass es eine solche CPU tatsächlich geben soll, allerdings nicht mehr im Jahr 2024. Stattdessen soll erst Panther Lake im Jahr 2026 als Halo-Chip erscheinen. Damit wäre es möglich, dass hier bereits die Xe-3-GPU-Architektur (Celestial) eingesetzt wird. Da sie nicht aus offizieller Quelle stammt, ist die Information aber erst einmal als Gerücht zu betrachten.
| Produkt | CPU-Kerne | CPU-Architektur | GPU-Ausführungseinheiten | GPU-Architektur | Speicher |
|---|---|---|---|---|---|
| AMD Strix Halo | 8 - 16 | Zen 5 | Bis zu 2.560 | RDNA 3.5 | 256-Bit LPDDR5X-8000+ |
| Intel ?Lake Halo | 14+ | Lion Cove (P-Core), Skymont (E-Core) | Bis zu 3.072 | Xe-2 (?) | LPDDR5X-8533+ |
AMDs Strix Halo(öffnet im neuen Fenster) dürfte hingegen auf jeden Fall erscheinen, allerdings erst im Jahr 2025. Mit einer Chipfläche von 307 mm², bis zu 16-CPU-Kernen mit Zen-5-Architektur und bis zu 2.560 RDNA-3.5-Shader-Einheiten dürfte die Leistung drei- bis viermal höher liegen als bei Strix Point mit einer Radeon 990M-iGPU (1.024 Shader-Einheiten). Denn auch das Speicherinterface wurde von 128 auf 256 Bit verdoppelt, was für zusätzliche Geschwindigkeit sorgt.