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Panoramensoftware: Microsoft hat Photosynth-Dienst abgeschaltet

Microsoft hat wie angekündigt den Photosynth-Dienst beendet und die Website gelöscht, auf der Anwender ihre begehbaren Panoramen abgespeichert hatten. Nicht heruntergeladene Bilderwelten sind verloren.
/ Andreas Donath
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Photosynth gibt es nicht mehr. (Bild: Noah Snavely)
Photosynth gibt es nicht mehr. Bild: Noah Snavely

Nach der Einstellung der App Mitte 2015 und einer entsprechenden Warnung im November 2016(öffnet im neuen Fenster) hat Microsoft die Photosynth-Website abgeschaltet . Die App wandelte Fotoserien in begehbare Panoramen um, die der Nutzer online betrachten konnte. Die Fotopanoramen sollten so wirken, als befände sich der Nutzer in der Szenerie.

Die seit 2008 existierende Software versucht, Aufnahmestandpunkte nachzuberechnen und Bilder räumlich passend anzuordnen. Im Gegensatz zu anderen Panoramaanwendungen musste der Nutzer keine Bildreihe erstellen, die mit Überlappungen arbeitete. Vielmehr wurde versucht, aus mehreren einzelnen, aber nicht unbedingt zusammenhängenden Bildern eine Rekonstruktion der Umgebung anzufertigen. Im zusammengesetzten Bild, dem Synth, konnte sich der Betrachter mit Steuerelementen bewegen, Details vergrößern oder eine Gesamtansicht anschauen.

Das Programm beruht auf der Software Photo Tourism, die Noah Snavely vor einigen Jahren für seine Doktorarbeit an der Universität des US-Bundesstaates Washington in Seattle entwickelte ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ).

Die frühzeitig heruntergeladenen und somit geretteten Photosynths lassen sich mit einer Viewer-Software nach wie vor lokal betrachten. Microsoft hat diese nicht nur für Windows(öffnet im neuen Fenster) , sondern auch für MacOS(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.


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