Pannenstatistik 2026: Elektroautos sind laut ADAC zuverlässiger als Verbrenner
Der ADAC hat seine Pannenstatistik 2026(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Die Auswertung von 158 Fahrzeugmodellen von 27 Herstellern belegt, dass Elektroautos bei gleichem Alter seltener von Pannen betroffen sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Laut der Studie ist die Häufigkeit von Pannen bei fünf Jahre alten Elektroautos um 40 Prozent geringer als bei gleich alten Verbrennern. Dieser Trend kristallisierte sich bereits im Vorjahr heraus. Als wesentlichen Grund nannte der Automobilclub die geringere Anzahl an verschleißanfälligen Bauteilen in elektrischen Antrieben.
Die statistische Grundlage bildet die Pannenkennziffer (PKZ), welche die registrierten Pannen pro 1.000 Fahrzeuge im vergangenen Jahr wiedergibt. Bei zwei Jahre alten Elektroautos verzeichnete die ADAC-Straßenwacht 2,1 Pannen, während entsprechende Verbrenner auf 5,8 Pannen kamen.
Bei fünf Jahre alten Fahrzeugen liegt die PKZ für Elektroautos bei 10,3 und für Verbrenner bei 17,4. Trotz zunehmender Elektronikintegration steigt die Zuverlässigkeit moderner Fahrzeuge insgesamt an. So sank die Pannenwahrscheinlichkeit bei fünf Jahre alten Autos von 3,6 Prozent im Jahr 2015 auf 2,1 Prozent im Jahr 2025.
Bordnetz und Starterbatterie als Schwachpunkte
Die häufigste Pannenquelle bleibt unabhängig von der Antriebsart die 12-Volt-Starterbatterie. Bei Elektroautos sind Probleme mit dem Bordnetz ein relevantes Thema, da sie komplexere Systeme nutzen. Der ADAC führt dies unter anderem auf eine häufige App-Nutzung zurück, welche die Fahrzeuge "aufweckt" und dadurch die Kapazitäten der 12-Volt-Batterie stärker belastet als von Herstellern kalkuliert.
Dennoch ist die Starterbatterie bei Elektroautos insgesamt seltener für Ausfälle verantwortlich als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Besonders zuverlässig zeigten sich Modelle der Marken VW, BMW, Mercedes sowie weitere Marken des Volkswagen-Konzerns, Mitsubishi und Tesla ab. Das Durchschnittsalter der in der Statistik erfassten Fahrzeuge stieg dabei von acht Jahren im Jahr 2014 auf elf Jahre im Jahr 2025.
Auffälligkeiten bei Toyota und Hyundai
Einige Modelle weisen spezifische Defizite auf. So fallen Fahrzeuge von Toyota seit drei Jahren durch eine schlechtere Bewertung auf, wobei die Pannenursache hier primär defekte Starterbatterien sind.
In der Mittelklasse wird zudem der Hyundai Ioniq 5 negativ bewertet. Grund ist ein Problem mit der Integrated Charging Control Unit (ICCU). Der Hersteller hat deswegen bereits Rückruf- und Serviceaktionen gestartet.
Der ADAC betonte jedoch, dass die Vergleichbarkeit zwischen den Antriebsarten noch eingeschränkt sei. Das Durchschnittsalter aller Pkw in Deutschland liegt laut Kraftfahrt-Bundesamt bei über zehn Jahren, während die meisten in der Statistik berücksichtigten Elektroautos deutlich jünger sind. Langzeitdaten für ältere Elektrofahrzeuge müssen daher abgewartet werden.
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