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Panne bei RDP-Verbindungen: Windows-Update mit kaputter Warnmeldung verteilt

Neue Warnmeldungen sollen Windows-Nutzer eigentlich vor bösartigen RDP-Dateien schützen. Doch die sind manchmal weder gut lesbar noch bedienbar.
/ Marc Stöckel
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Neue Warnmeldungen unter Windows sind je nach Display-Einstellung nahezu unbrauchbar. (Bild: pixabay.com / HolgersFotografie)
Neue Warnmeldungen unter Windows sind je nach Display-Einstellung nahezu unbrauchbar. Bild: pixabay.com / HolgersFotografie

Mit den April-Updates für Windows hat Microsoft neue Sicherheitswarnungen eingeführt, die vor einem Missbrauch speziell gestalteter RDP-Dateien durch böswillige Akteure schützen sollen. Offenkundig bereiten diese Warnmeldungen einigen Nutzern aber nun Probleme. Je nach Bildschirmkonfiguration kann es wohl zu Darstellungsfehlern kommen, die teilweise auch die Bedienung erschweren.

Microsoft hat das Problem in den Supportbeiträgen zu den jüngsten Windows-Updates bestätigt. Betroffen ist demnach nicht nur Windows 11 (KB5083769(öffnet im neuen Fenster)), sondern ebenso Windows 10 (KB5082200(öffnet im neuen Fenster)), sofern das jeweilige System beispielsweise über das ESU-Programm oder einen Long-Term Servicing Channel (LTSC) noch mit Updates versorgt wird.

Laut Microsoft wird die RDP-Warnmeldung "in einigen Fällen möglicherweise nicht korrekt dargestellt". Dies sei beispielsweise dann der Fall, wenn mehrere Monitore mit unterschiedlichen Skalierungseinstellungen im Einsatz seien. Der Text im Warnfenster könne dann überlappen und Schaltflächen teilweise verdeckt sein, was das Lesen der Meldung sowie die Interaktion damit erschwere.

Fix in Arbeit, Workaround verfügbar

Eine Lösung für das beschriebene Verhalten gibt es noch nicht. Microsoft verspricht aber, an einer solchen zu arbeiten und mit einem zukünftigen Windows-Update eine Korrektur bereitzustellen. Einen Zieltermin nennt der Konzern dafür jedoch nicht. Es bleibt also abzuwarten, wann ein Fix verfügbar sein wird.

Bis dahin empfiehlt Microsoft den Betroffenen, in den Displayeinstellungen ihrer Windows-Systeme für alle angeschlossenen Monitore denselben Skalierungsfaktor auszuwählen. Bei Monitoren mit unterschiedlicher Pixeldichte führt das allerdings dazu, dass Inhalte unterschiedlich groß dargestellt werden.

Alternativ soll sich die Warnmeldung aber auch über die Tastatur bedienen lassen. Optionen, die aufgrund möglicher Überlappungen der UI-Elemente mit der Maus nicht zugänglich sind, können laut Microsoft mit der Tabulatortaste erreicht und mit der Leertaste ausgewählt werden.

Weitere Informationen zu den neuen Warnmeldungen hat Microsoft in einer Online-Dokumentation(öffnet im neuen Fenster) bereitgestellt. Die Meldungen sollen Nutzer demnach davor schützen, sich beispielweise im Rahmen eines Phishing-Versuchs mit einem vom Angreifer kontrollierten RDP-Server zu verbinden und dabei unbewusst lokale Ressourcen freizugeben.


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