Abo
  • IT-Karriere:

Panini: Sammelbildchen-Hersteller hatte Datenschutzpanne

Ein Panini-Bild mit dem eigenen Konterfei ist eine schöne Idee - allerdings nicht zwingenderweise, wenn auch andere Personen die Bilder sehen können. Ein derartiger Bruch des Datenschutzes ist dem Sammelalben-Produzenten unterlaufen, was besonders wegen zahlreicher Kinderfotos heikel ist.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Sammelbilder von Panini
Sammelbilder von Panini (Bild: BERTRAND GUAY/AFP/Getty Images)

Der italienische Sammelalben-Hersteller Panini hat nach Angaben des Nachrichtenmagazins Der Spiegel gravierende Probleme mit der Sicherheit seiner Kundendatenbank gehabt. Unbefugte hätten persönliche Daten anderer Kunden einsehen können.

Stellenmarkt
  1. Kaufland Dienstleistung GmbH & Co. KG, Heilbronn
  2. ista International GmbH, Essen

Panini bietet Fans über seinen Service "Mypanini" an, Fotos mit dem eigenen Konterfei hochzuladen und sich personalisierte Klebebildchen zuschicken zu lassen. Bis vor einigen Tagen hätten eingeloggte Anwender auch die hochgeladenen Bilder sowie personenbezogene Daten anderer Kunden einsehen können. Auf vielen der Selfie-Sticker seien der volle Name, das Geburtsdatum und auch der Wohnort der Kunden verzeichnet, heißt es in dem Bericht.

Häufig kleine Kinder auf Fotos zu sehen

Auf den Beispielen, die das Magazin einsehen konnte, seien häufig Kinder und Kleinkinder zu sehen gewesen - viele davon aus Deutschland, aber auch aus Ländern wie Belgien, Frankreich, Brasilien und Argentinien, manche mit nacktem Oberkörper und im privaten häuslichen Umfeld. Laut Spiegel bestätigte Paninis Direktor für Neue Medien, Giorgio Aravecchia, das Problem am 28. Juni 2018. Es sei intern schon seit Tagen bekannt und werde nun schnellstmöglich behoben. Tags darauf erklärte er, die Lücke sei durch ein Sicherheitsupdate geschlossen. Auf der Homepage von Mypanini hat sich der Hersteller ebenfalls für das Datenleck entschuldigt.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar bewertet im Spiegel den Vorgang als "besonders problematisch, weil massenhaft Minderjährige betroffen sind". Nach den Ende Mai 2018 voll in Kraft getretenen neuen EU-Datenschutzregeln müsse jedes Unternehmen technisch und organisatorisch für den ausreichenden Schutz personenbezogener Kundendaten sorgen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. 4K-Filme im Steelbook und Amiibo-Figuren)
  2. 699,00€ (Bestpreis!)
  3. ab 99,00€
  4. (aktuell u. a. Icy Box Mulitkartenleser für 12,99€, Cooler Master Master Mouse für 24,99€)

Achim 30. Jun 2018

Denke ich auch, aber hier handelte es sich ja um keinen solchen: "Bis vor einigen Tagen...


Folgen Sie uns
       


Cray X Exoskelett angesehen (Hannover Messe 2019)

Cray X ist ein aktives Exoskelett, das beim Heben unterstützt. Das Video stellt das System vor.

Cray X Exoskelett angesehen (Hannover Messe 2019) Video aufrufen
Bug Bounty Hunter: Mit Hacker 101-Tutorials zum Millionär
Bug Bounty Hunter
Mit "Hacker 101"-Tutorials zum Millionär

Santiago Lopez hat sich als Junge selbst das Hacken beigebracht und spürt Sicherheitslücken in der Software von Unternehmen auf. Gerade hat er damit seine erste Million verdient. Im Interview mit Golem.de erzählt er von seinem Alltag.
Ein Interview von Maja Hoock

  1. White Hat Hacking In unter zwei Stunden in Universitätsnetzwerke gelangen

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

    •  /