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Panfrost: Freier Mali-Treiber läuft auf Bifrost-GPUs

Der freie Linux-Treiber Panfrost entsteht hauptsächlich durch Reverse Engineering, die Arbeiten kommen immer besser voran.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Linux-Treiber Panfrost läuft nun auch auf Bifrost-GPUs.
Der Linux-Treiber Panfrost läuft nun auch auf Bifrost-GPUs. (Bild: Sandra Vallaure/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Das Panfrost-Projekt hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: das erste 3D-Rendering auf einer Bifrost-GPU von Mali. Das berichtet die Initiatorin des Projekts, Alyssa Rosenzweig, im Blog der Linux-Spezialisten von Collabora. Bisher läuft der Panfrost-Treiber nur auf GPUs der Midgard-Architektur von ARM. Diese Arbeiten seien aber inzwischen so weit fortgeschritten, dass sich das Team bei Collabora nun auch um den Bifrost-Support kümmern könne.

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Der Hersteller ARM bietet bisher nur einen proprietären Userspace-Treiber für seine Mali-Grafikchips an. Die Kernel-Technik ist darüber hinaus zwar lizenzkonform zum Linux-Kernel als freie Software verfügbar, allerdings nicht im Hauptzweig des Linux-Kernels integriert. Für eine Aufnahme in den Hauptzweig muss ein Grafiktreiber zwingend über einen freien Userspace-Teil verfügen und die Kernel-Komponente darüber hinaus die üblichen Schnittstellen der DRM-Infrastruktur (Direct Rendering Manager) des Linux-Kernels verwenden, was ARM aber nicht anbietet. Beides versucht die Community mit ihren Arbeiten an Panfrost zu erreichen.

Wie Rosenzweig schreibt, habe es zwischen Midgard und Bifrost nur vergleichsweise wenig Änderungen gegeben. Immerhin seien auch die Fähigkeiten für die Grafikschnittstellen OpenGL und Vulkan ungefähr gleich. Der Panfrost-Treiber benötige hier deshalb kaum Veränderungen. Anders sei das aber beim Befehlssatz der GPU. Dieser sei für Bifrost komplett neu erstellt worden, so dass der im Treiber genutzte Compiler von Grund auf neu geschrieben werden musste.

Das ist nun zumindest grundsätzlich geschehen. Als Nächstes wollen die Beteiligten auch komplexere Befehle unterstützen sowie das Scheduling für komplexere Shader. Rosenzweig geht außerdem davon aus, dass mit dem Treiber für die neue Architektur auch dessen Leistung steigen sollte. Der Treiber werde gleichzeitig aber auch wesentlich komplexer.

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wurstdings 29. Apr 2020

Fehlannahme, sofern man ein gut unterstütztes Notebook hat, ist der Stromverbrauch auch...

mfilion 28. Apr 2020

Boards, die auf Chipsätzen wie RK3288 oder RK3399 basieren, können nur mit offenem...


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