Pandemie: Offenbar Fehler in Corona-Warn-App auf Android

Die Version 1.7 der Corona-Warn-App läuft auf vielen Smartphones mit Android nicht. Die Entwickler nennen das eine "Unannehmlichkeit".

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Corona-Warn-App auf einem Smartphone
Corona-Warn-App auf einem Smartphone (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Offenbar führen Bugs in der am 26. November 2020 veröffentlichten Version 1.7 der Corona-Warn-App dazu, dass viele Nutzer die Anwendung nicht verwenden können. Laut den Fehlermeldungen im Google Play Store schließt sich die App sofort nach dem Start wieder. Ein ähnliches Problem gab es vor einigen Wochen bereits unter iOS.

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Abhilfe für Betroffene mit Android schafft wohl nur das Wiederherstellen aus einem Backup - was allerdings viele Nutzer kaum ohne Weiteres hinbekommen dürften.

Die Entwickler antworten im Google Play Store auf die negativen Rezensionen mit einem Textbaustein, in dem sie den Fehler eine "Unannehmlichkeit" nennen. Außerdem heißt es: "Dieser Fehler scheint explizit für Geräte aufzutreten, welche unter Android 6 oder Android 7 bzw. 7.1 laufen."

Man arbeite bereits an einer Lösung und will "zeitnah" mit Version 1.7.1 eine korrekt funktionierende neue Version anbieten. Wann genau, wird nicht verraten. Die App ist ein Gemeinschaftsprojekt von SAP und Telekom, für die Finanzierung ist der Bund zuständig.

Die betroffenen Android-Version 6 und 7/7.1 hatten laut dem Marktforschungsunternehmen Statista im September 2020 gemeinsam einen Marktanteil von zusammen rund 15 Prozent.

Laut dem Robert-Koch-Institut haben bislang rund 23,2 Millionen Menschen die Anwendung heruntergeladen. Rund 12,6 Millionen davon entfallen auf Android.

Falls tatsächlich alle Nutzer mit Android 6 und 7/7.1 von dem Fehler betroffen sein sollten, haben derzeit also rund 1,9 Millionen Menschen keinen Zugriff auf eine funktionierende Warn-App.

Mit der Version 1.7 können die Anwender - sofern die App nicht abstürzt - mehrmals täglich eine Risikoüberprüfung vornehmen. Davor war das nur alle 24 Stunden möglich.

Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer ab Version 1.7 zwei Stunden, nachdem sie das Testergebnis in der App geöffnet haben, eine Erinnerung, das Ergebnis zu teilen - sofern das noch nicht geschehen ist. Nach weiteren vier Stunden erfolgt eine zweite Erinnerung. Mit einem Klick auf die Erinnerung gelangen Nutzer direkt zur Funktion zum Teilen ihres Ergebnisses.

Nachtrag vom 29. November 2020, 10:40 Uhr

Das Robert-Koch-Institut fügt inzwischen im Google Play Store bei Antworten auf Beschwerden hinzu, dass die Probleme "explizit für Geräte mit Mediatek-Chipset, welche unter Android 7 bzw. 7.1" laufen, aufzutreten scheine. Außerdem ist dort nun Version 1.71 verfügbar, die vermutlich den Bug nicht mehr enthält.

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holoserica 30. Nov 2020

Push Notifications gehen meines Wissens nach nicht ohne Google Cloud Messaging - hierfür...

ElMario 29. Nov 2020

Das diese Chips überhaupt erlaubt sind...

M.P. 29. Nov 2020

1) Was kosten die anderen europäischen Apps? 2) Aufschlüsselung der Kosten der deutschen...

EifX 29. Nov 2020

Zumal auch von Version 1.71 in der Korrektur die Rede ist ^^ Das wird noch ein wenig...

stan__lemur 29. Nov 2020

Mehr organisatorisches als technisches Problem - es hakt an der Anbindung der Labore...


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