Pandemie: Corona-Warn-App mit ungeplanten 20 Millionen Euro Mehrkosten
Das Bundesgesundheitsministerium hatte im Februar 2022 für die Weiterentwicklung der Corona-Warn-App Kosten von 50 Millionen Euro veranschlagt. Wie die Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) erfahren hat, sind nun noch einmal 20 Millionen Euro mehr fällig, sodass sich eine Gesamtsumme von 70 Millionen Euro ergibt. Das geht aus einer Anfrage an das Bundesgesundheitsministerium hervor.
Die Kosten entstehen vor allem, weil die App als ein Baustein der digitalen Kontaktnachverfolgung weiter ausgebaut und um weitere Funktionen ergänzt werden soll, heißt es laut Bundesgesundheitsministerium. So würde die Anbindung weiterer Teststellen oder die Verbesserung der Statusanzeige mit Verwaltung von Testergebnissen in der Familie dazu kommen. Auch die Verlängerung abgelaufener Zertifikate ist in den Plänen enthalten. Die bei vielen App-Entwicklern gern gebrauchte Formulierung "kleine Verbesserungen und Anpassungen" darf in der Aufzählung nicht fehlen.
"Die Gesamtkosten, die bislang ausgezahlt wurden, belaufen sich auf circa 160 Millionen Euro" , so eine Sprecherin von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gegenüber der Welt am Sonntag. Vor kurzem hatte Lauterbach eine Änderung in der App angekündigt. Wer frisch geimpft, getestet oder genesen sei, bei dem werde die App automatisch und ohne Verzögerung grün statt blau anzeigen – zum Beispiel in einer Gaststätte sei dies dann auf einen Blick erkennbar, so Lauterbach.
Die Entwicklung, den Betrieb der Corona-Warn-App haben SAP und T-Systems übernommen. Der Bundesrechnungshof hatte im Frühjahr 2022 ein Prüfverfahren zur Wirtschaftlichkeit der Corona-Warn-App eingeleitet.
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