Panasonic Toughpad: Kleine robuste Handhelds mit Windows 10 IoT oder Android

Panasonic hat zwei fast identische Toughpad-Handhelds auf den Markt gebracht, die sich nur durch das Betriebssystem unterscheiden. Mit Windows 10 werden vor allem Stammkunden bedient. Die Android-Variante interessiert Umsteiger und Neukunden.

Artikel veröffentlicht am ,
Panasonics FZ-N1 und FZ-F1 mit Android beziehungsweise Windows 10
Panasonics FZ-N1 und FZ-F1 mit Android beziehungsweise Windows 10 (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Panasonic hat zwei neue, besonders kleine und robuste Profi-Handhelds vorgestellt. Das FZ-F1 und das FZ-N1 haben jeweils identische Hardware. Unterschiede gibt es nur in der Firmware und dem Betriebssystem: Das F1 arbeitet mit dem Windows-Embedded-Nachfolger Windows 10 IoT Mobile Enterprise. Das N1 hingegen mit Android 5.1.1.

Zu den Ausstattungsmerkmalen der beiden Geräte gehört ein 4,7-Zoll-Display mit einer erstaunlich guten Bildqualität. Eigentlich ist dies bei typischen Außeneinsatz- oder Lagerwirtschaftssystemen unerheblich. Der Arbeitsspeicher bietet 2 GByte Kapazität, der interne Flashspeicher hat 16 GByte. Der Prozessor ist ein nicht weiter spezifiziertes Qualcomm-SoC mit vier Kernen.

Im Gerät sind Schächte für eine Micro-SD-Karte sowie zwei Micro-SIM-Karten. Die SIM-Karten können allerdings nur abwechselnd, nach einem Reboot, verwendet werden. Sie sind nicht nur für den Datentransfer notwendig. Mit den Handhelds kann auch telefoniert werden.

Mit einer Sturzresistenzhöhe von 1,8 Metern darf das Gerät auch mal von einem Lastwagen herunterfallen, ohne Schaden zu nehmen. Es entspricht zudem der Schutzklasse IP67. Wasser und Staub werden dem Gerät also wenig anhaben können.

  • Die neuen Toughpads sind deutlich dünner geworden ...(Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • ... und es gibt sie weiterhin mit zwei Betriebssystemen. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Der Barcode-Scanner ... (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • ... scannt nun nach unten. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Beim alten Modell scannte der Nutzer noch nach vorne. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Jetzt kann ein Paketbote direkt sehen, was er gescannt hat. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Für einen Handheld-Scanner ist das Gerät recht kompakt. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Wie bei Toughpads üblich gibt es einiges an Zubehör. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Dazu gehören ein dickerer Akku oder auch ein Griff. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Der Barcode-Scanner (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Windows- und Android-Version nebeneinander (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Windows- und Android-Version nebeneinander (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Auch rechtssichere Unterschriften lassen sich erfassen. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
Die neuen Toughpads sind deutlich dünner geworden ...(Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)

Eingesetzt wird das System unter anderem im Fracht- und Lagerbereich. Dazu bietet es nicht nur einen Touchscreen, sondern kann auch rechtssichere Unterschriften aufnehmen, was vor allem bei Paketdiensten wichtig wäre, auch wenn das in der Praxis noch nicht üblich ist. Im Unterschied zu den 430 Gramm schweren Schwestermodellen FZ-E1 und X1 sind die neuen Geräte nun erheblich leichter und ergonomischer geformt. 280 Gramm wiegen die Toughpads, und sie arbeiten mit einem leicht nach unten zeigenden Barcode-Scanner, was insbesondere das Überkopfscannen von Kartons erleichtern soll. Die Geräte können aber dank Zubehör auch schwerer werden. Es gibt beispielsweise einen großen Akku, der die Betriebsszeit von 8 auf 16 Stunden erhöht. Auch Halterungen erhöhen das Gewicht.

Marktanteile der Betriebssysteme will Panasonic nicht nennen

Panasonic ist mit seinen zugegebenermaßen sehr speziellen Geräten in einer besonderen Lage: Das Unternehmen verkauft praktisch baugleiche Handhelds mit Windows in einer Mobilfassung und Android. Doch die Aufteilung der Betriebssysteme im Verkauf will der Hersteller nicht nennen. Panasonic sagte uns aber, dass sich das Android-Geschäft durch eine Besonderheit lohne: Traditionell sei Panasonic ein Hersteller, der auf Microsoft setze, und tatsächlich werden auch die neu vorgestellten Geräte mit dem Fokus auf Windows vermarktet. Durch die Unterstützung von Android erschließt sich das Unternehmen aber neue Kunden. Zudem soll es Kunden geben, die gewechselt haben. Android ist also im Unternehmensumfeld mittlerweile eine attraktive Lösung - allerdings aus Stabilitätsgründen eben nicht die jeweils aktuelle Version. Bei Windows ist das anders, hier wird die aktuelle Plattform angeboten.

Panasonic will beide Geräte noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. Zuerst erscheint das Toughpad FZ-N1 mit Android 5.1.1 im Juni 2016. Der Preis liegt bei rund 2.040 Euro. Das FZ-F1 soll im späteren Jahresverlauf erscheinen und ist mit Windows 10 IoT Mobile Enterprise minimal teurer: 2.077 Euro.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Starship Troopers
Paul Verhoevens missverstandene Satire

Als Starship Troopers in die Kinos kam, wurde ihm faschistoides Gedankengut unterstellt. Dabei ist der Film des Niederländers Paul Verhoeven eine beißende Satire.
Von Peter Osteried

25 Jahre Starship Troopers: Paul Verhoevens missverstandene Satire
Artikel
  1. Azure DevOps: Die Entwicklerplattform, die es richtig macht
    Azure DevOps
    Die Entwicklerplattform, die es richtig macht

    Azure DevOps ist eine mächtige und ständig wachsende Plattform. Ich bin Fan - und zwar aus guten Gründen.
    Ein IMHO von Rene Koch

  2. Lügenvorwürfe: Beschwerden über Telekom-Drückerkolonnen auch in Karlsruhe
    Lügenvorwürfe
    Beschwerden über Telekom-Drückerkolonnen auch in Karlsruhe

    Wie in Köln arbeiten Telekom-Werber offenbar auch in Karlsruhe mit fragwürdigen Methoden. Verbraucherschützer fordern ein Verbot solcher Besuche ohne Einwilligung.

  3. Energiekrise: Brauchen wir Atomkraftwerke noch?
    Energiekrise
    Brauchen wir Atomkraftwerke noch?

    Wegen des Kriegs in der Ukraine laufen die letzten drei deutschen Atomkraftwerke bis Mitte April. Ein Weiterbetrieb wird gefordert. Wie realistisch oder sinnvoll ist das?
    Eine Analyse von Werner Pluta

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Kingston NV2 2TB 104,90€ • Patriot Viper VPN100 2TB 123,89€ • Alternate: Weekend Sale • WSV bei MediaMarkt • XIAOMI Watch S1 149€ • Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 Radeon RX 6800/XT 227,89€ • MindStar: be quiet! Dark Power 13 1000W 259€ • The Legend of Zelda: Link's Awakening 39,99€ [Werbung]
    •  /