Rundum sorglos?
4K Video, 6K-Serienbilder mit 30 fps, interner Bildstabilisator - all das geht natürlich zulasten des Akkus. Panasonic gibt circa 400 Auslösungen als Richtwert an, das deckt sich mit unseren Beobachtungen. Zwar überstand die GH5 einen Drehtag auf der Hannover Messe problemlos, wir mussten dafür aber die Kamera zwischen den Einsätzen immer ausschalten. Das Display wird zwar nach einer Weile automatisch deaktiviert - aber das schont den Akku natürlich trotzdem weit weniger als der gelegentliche Wechsel in den Videomodus bei einer Spiegelreflexkamera. Hinzu kommt, dass eine Akkuladung gute drei Stunden benötigt - zwischendurch nachtanken ist also nicht drin. So bleibt also nur der Kauf von Wechselakkus und gegebenenfalls des Batteriegriffs, der die Laufzeit verdoppelt.
Fokussieren leichtgemacht?
Schwierig war für uns beim Filmen die Motorsteuerung der uns zur Verfügung gestellten Objektive. Im Gegensatz zur Optik unserer 5D bewegt nämlich ein Drehen am Fokusring nicht die Linsen direkt, sondern aktiviert nur einen Motor, der die Elemente dann verschiebt. Dadurch ist je nach Geschwindigkeit der Fokusweg jedes Mal verschieden - und unter anderem wegen des geringeren Durchmessers der Optiken auch wesentlich länger als gewohnt. Da wir grundsätzlich bei Schärfeverlagerungen während der Videoaufnahme manuell fokussieren, stellte uns das vor einige Herausforderungen. Abhilfe schaffen in diesem Fall nur andere Objektive - denn der Autofokus ist zwar blitzschnell und pumpt beim Refokussieren nur unmerklich, aber eine manuelle Schärfeverlagerung wirkt wesentlich weniger abrupt.
Das ist wohl auch den Entwicklern bei Panasonic aufgefallen. Deshalb haben sie einen eigenen Modus für solche Fokusänderungen integriert (Focus Transition). Er ermöglicht es, vorher festgelegte Schärfenebenen automatisch und sanft abzufahren. Eigentlich eine gute Idee, aber für uns zu kompliziert. Nicht nur müssten wir diese Punkte jedes Mal definieren, bei einem Schwenk wäre auch das exakte Timing der Kamera zu beachten. Auf der Plusseite ist das Fokus-Peaking zu erwähnen, das solche manuellen Schärfeeinstellungen enorm vereinfacht. Die Bildschirmlupe ist ebenfalls hilfreich, kann aber während des Drehens nicht aktiviert werden.
In Stereo - und leise
Die GH5 hat zwei Mikrofone für Stereoton auf der Oberseite und ermöglicht den Anschluss weiterer Audioquellen per Miniklinke. Die verbauten Mikros sind für Atmo-Ton, also Umgebungsgeräusch, absolut ausreichend. Aufgefallen ist uns, dass die Kamera im Normalfall mucksmäuschenstill arbeitet. Denn auch unsere EOS 5D hat natürlich ein Mikrofon an Bord - dessen Ton ist aber durch den lauten Bildstabilisator der Kitoptik nahezu unbrauchbar.
Auch beim Audiozubehör ist zu erkennen, dass sich Panasonic mit der GH5 an Videomacher richtet. Ein externer Adapter mit XLR-Anschlüssen und Pegelreglern ist direkt vom Hersteller erhältlich und findet auf dem Blitzschuh Platz. Die Audioaussteuerung kann im Livedisplay angezeigt werden, das ist inzwischen aber auch bei Konkurrenzmodellen möglich. Was es hingegen nur bei der GH5 gibt, sind Vectorscope, die eine genaue Analyse der Videopegel ermöglichen. Unsere Zeit mit der GH5 ist mit dem Erscheinen dieses Artikels vorerst zu Ende, der Abschied fällt schwer.
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Vollformat-Optiken sind meiner Meinung nach nicht sinnvoll an einer MFT-Kamera... außer...
Wichtiger finde ich lichtstarke Objektive um die kleinen Sensoren auszugleichen. 1:5,6...
50mm/1.4G ist ist einfach super und das für ganz wenig Geld.
Ich finde immer noch immer wer hinter der Kamera steht macht das eigentliche Bild hübsch...