Ruhige Bilder auch in 4K
Die integrierte optische Bildstabilisierung (OIS) lernten wir schnell zu schätzen. In Kombination mit der gleichfalls stabilisierten Kitoptik sind auch im Zoombereich ruhige Bilder aus der Hand möglich. Man sollte es aber nicht übertreiben - wie wir bei erwähntem Samsung-Event feststellen mussten. Um den Bildstabilisator zu testen, haben wir entgegen unserer sonstigen Arbeitsweise während des gesamten Drehs auf ein Stativ verzichtet. Das führte prompt zu einer verärgerten Lesermail, in der die ungewohnt unruhige Bildführung beklagt wurde.
Stabil auf Sensorebene
Grundsätzlich ist der fünffach stabilisierte Sensor aber ein echter Gewinn. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass der für Videoaufnahmen zusätzlich aktivierbare elektronische Bildstabilisator (EIS) im 4K-Modus den Bildausschnitt um zehn Prozent verringert. Trotzdem: Kamerafahrten aus der Hand sehen wesentlich besser aus und auch im Fotomodus lassen sich erstaunliche Resultate erzielen. Im Extremfall konnten wir ein wackelfreies Foto mit einer halben Sekunde Belichtungszeit aus der Hand schießen.
Aber auch sonst schlug sich die GH5 im Fotomodus wacker. Mit 20 Megapixeln ist die Kamera recht auflösungsstark, aber bei kleinen Sensoren ist eine höhere Pixeldichte nicht unbedingt erstrebenswert, da sonst das Bildrauschen erfahrungsgemäß ansteigt. Micro-Four-Thirds-Kameras haben diesbezüglich nicht den besten Ruf. Tatsächlich hatte die GH5 gegenüber unserer 5D Mk III in puncto Fotoqualität das Nachsehen. Trotzdem sind die Resultate unserer Meinung nach sehr gut.
Scharf und rauscharm
Auch hier wäre ein direkter Vergleich etwas ungerecht, da der Vollformatsensor der Canon DSLR nicht nur beim Rauschverhalten einige Vorteile bietet. In der Praxis fanden wir aber beispielsweise den geringeren Tiefenschärfeeffekt eher hilfreich, da auch bei offener Blende noch ein größerer Bereich im Fokus liegt, was in der Produktfotografie die Arbeit erleichtert. So muss man weniger abblenden, um kleine Geräte wie etwa eine Smartwatch komplett scharf abzubilden. Wer auf viel Bokeh und unscharfe Hintergründe aus ist, muss bei der GH5 wie bei allen MFT-Kameras auf entsprechend lichtstarke Optiken ausweichen.
Insgesamt sind die Bilder aber auch noch bei ISO 1600 recht rauscharm, wer im RAW-Format fotografiert, kann in der Entwicklung mit geringem Aufwand auch ohne größere Detailverluste noch vorzeigbare Ergebnisse erzielen. Ab der ISO 3200 nimmt das Farbrauschen stark zu - aber selbst dann sind wir noch positiv überrascht vom Sensor. In der Bildergalerie finden sich einige Detailbilder ohne nachträgliche Rauschentfernung.
Ist die Panasonic GH5 also das Rundum-sorglos-Paket für Video- und Fotoeinsätze? Ein paar kleinen Haken hat die Sache dann doch.
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Vollformat-Optiken sind meiner Meinung nach nicht sinnvoll an einer MFT-Kamera... außer...
Wichtiger finde ich lichtstarke Objektive um die kleinen Sensoren auszugleichen. 1:5,6...
50mm/1.4G ist ist einfach super und das für ganz wenig Geld.
Ich finde immer noch immer wer hinter der Kamera steht macht das eigentliche Bild hübsch...