Erste Tests: Autonome Rollstühle sollen Krankenhäuser erobern

Pflegepersonal, das einen Rollstuhl durch die Gegend schiebt, könnte schon bald durch Robotertechnik ersetzt werden. Panasonic sowie Forscher in Singapur und den USA haben solche Gefährte entwickelt. Die Technik wird bereits in einem Krankenhaus und auf einem Flughafen erprobt.

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Autonomer Rollstuhl am Flughafen in Tokio
Autonomer Rollstuhl am Flughafen in Tokio (Bild: Panasonic)

Panasonic hat am Haneda Flughafen in Tokio einen autonom fahrenden Rollstuhl vorgestellt, der von dem japanischen Unternehmen und dem Rollstuhlhersteller Whill entwickelt wurde. Der Whill Next verwendet wie ein autonom fahrendes Auto Sensoren, um Hindernisse in der Nähe zu erkennen. Es nutzt die Technik, die für den Krankenhaus-Lieferroboter Hospi ebenfalls von Panasonic entwickelt wurde. Der smarte Rollstuhl identifiziert seine Position, wählt Routen und bewegt sich zu einem ausgewählten Ziel, das der Nutzer auf einer Smartphone-App eingibt. Er lässt sich auch zu einem bestimmten Ziel rufen.

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Der Whill Next kann auch für Gruppenfahrten genutzt werden, bei dem sich mehrere Fahrzeuge hintereinander bewegen. In der Welt autonomer Autos und Lkw wird diese Technik Platooning genannt. Zum Aufladen seiner Akkus kehrt der Rollstuhl wie ein Staubsaugerroboter selbstständig zu seiner Basis zurück. Das erspart dem Personal zudem die Mühe, die Rollstühle wieder einzusammeln.

Was der Rollstuhl einmal kosten wird, ist nicht bekannt.

Die Singapur-MIT Allianz für Forschung und Technologie (SMART) entwickelt ebenfalls einen selbstfahrenden Elektrorollstuhl. Erstmals wurde er im September 2016 in Singapurs Changi General Hospital eingesetzt. Smart hat auch einige andere autonome Fahrzeuge entwickelt, darunter einen Golfwagen und einen Roller. SMART testet aktuell selbstfahrende Rollstühle in Singapur und am MIT in den USA.

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In Teilen Asiens ist die Bevölkerung überaltert, so dass es in vielen Bereichen Automatisierungsbemühungen gibt. Beispielsweise werden Krankenhäuser mit Robotern ausgerüstet, die Medikamente und das Essen verteilen.

Auch in den USA gibt es Roboter in der Krankenpflege. So startete ein Kinderkrankenhaus in Boston 2011 ein Pilotprojekt mit Telepräsenzrobotern: Die Patienten bekommen nach einer Operation einen Roboter mit nach Hause. So müssen sie nicht zu Nachuntersuchungen ins Krankenhaus fahren. Die Roboter sind mit Kameras, Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet, damit ein Arzt oder eine Krankenschwester mit dem Patienten oder dessen Eltern kommunizieren und etwa die Operationsnarbe begutachten kann.

In dem EU-finanzierten Projekt Iward wurde der Einsatz sogenannter Nursebots untersucht, bei dem Roboter in Schwärmen agieren. Sie sollen beispielsweise für Reinigungsaufgaben eingesetzt werden, aber auch Patienten erkennen können und mit diesen kommunizieren sowie Transportaufgaben übernehmen.

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