Panamakanal: Das Christkind kommt schon im Spätsommer

Die fröhliche, selige und gnadenbringende Weihnachtszeit wird 2023 wohl nicht wie geplant. Denn die World Metereological Organization erwartet schon ab dem Spätsommer mit bis zu 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit im Pazifik den Eintritt des als El Niño(öffnet im neuen Fenster) - spanisch für "das Christkind" - bekannten Wetterphänomens. Das bringt die Großwetterlage in weiten Teilen der Welt aus dem Takt. In Panama werden sich durch eine schwächere Regenzeit voraussichtlich die Wasserreservoire nicht mehr füllen, die den Panamakanal speisen. Das schränkt die Schifffahrt ein und verteuert Frachtraten. Dies wiederum hat weltweit Auswirkungen auf die Wirtschaft. Sie zeigen, wie teuer der Klimawandel wird.
Eine Schleusung durch den Panamakanal verbraucht 250 Millionen Liter Süßwasser
Nachdem zwischen Februar und April in der Region der Stauseen Gatún und Alajuela nur halb so viel Regen fiel wie im langjährigen Mittel, liegen deren Pegel bereits jetzt um bis zu sieben Meter oder zehn Prozent tiefer als üblich. Aus den Seen fließen bei jeder Durchfahrt durch den Panamakanal 250 Millionen Liter Süßwasser in die Schleusenanlagen, mit deren Hilfe Schiffe auf ihrem Weg über den Isthmus von Darien einen Höhenunterschied von 26 m überwinden.