Die ANC-Leistung der Pamu Quiet ist zu schwach

Die Pamu Quiet bieten Active Noise Cancellation (ANC). Dabei wird ein Gegenschall ausgespielt, um lästige Störgeräusche zu minimieren. Beim Testen der Leistungsfähigkeit der ANC-Funktion hören wir uns die aktive Geräuschunterdrückung immer an, ohne dass dabei Musik im Stöpsel läuft. Dadurch können wir ermitteln, wie viel maximale Stille in verschiedenen Geräuschkulissen erzeugt werden kann.

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Eine auf maximaler Stufe laufende Dunstabzugshaube wird mit den Padmate-Stöpseln im Ohr kaum leiser, auch Flugzeuggeräusche oder Fahrgeräusche in der S-Bahn sind bei aktiviertem ANC weiterhin recht laut hörbar. Die ANC-Leistung ist damit schwächer als bei den Airpods Pro. Die Apple-Stöpsel müssen sich bei der ANC-Leistung den Freebuds Pro von Huawei und den Quiet Comfort Earbuds von Bose geschlagen geben.

Allerdings ist die ANC-Leistung der Airpods Pro ausreichend, damit die noch hörbaren Außengeräusche nicht mehr wahrnehmbar sind, sobald wir dabei Musik in moderater Lautstärke hören. Das ist mit den Pamu Quiet nicht möglich. Bei den Padmate-Stöpseln müssen wir die Musik lauter machen, um lästige Außengeräusche zu übertönen - das sollte bei ANC-Geräten nicht passieren.

Pamu Quiet mögen keinen Wind

Nervig fanden wir, dass sich die Padmate-Stöpsel nicht die letzte ANC-Einstellung merken. Immer ist standardmäßig der Transparenzmodus eingeschaltet. Wollen wir also ANC haben, müssen wir diesen jedes Mal erst manuell aktivieren. Wie auch viele andere ANC-Geräte sind die Pamu Quiet windempfindlich. Sobald es draußen etwas windiger ist, hören wir stark pfeifende Geräusche.

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Wie viele ANC-Geräte haben auch die Pamu Quiet einen Transparenzmodus, der vergleichsweise natürlich klingt. Unpraktischerweise wird die Musik weder angehalten noch die Lautstärke verringert, wenn wir den Transparenzmodus aktivieren. Hier bietet die Konkurrenz mit entsprechenden Automatiken mehr Komfort.

Sensorsteuerung mit Problemen

Wie viele andere Hersteller setzt Padmate auf eine Sensorsteuerung. Dafür gibt es auf jeder Stöpselseite drei Steuerungsgesten. Das führt dazu, dass Befehle immer mal wieder falsch interpretiert werden. Hier ziehen wir Geräte mit Knopfsteuerung vor, wie sie etwa bei Jabras Elite 85t genutzt wird. Die Knöpfe sind angenehm leichtgängig. Und weil sich die Knöpfe erfühlen lassen, kommt es deutlich weniger zu Fehlbedienungen.

  • Links Jabras Elite 85t, daneben Pamu Quiet (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links Apples Airpods Pro, daneben Pamu Quiet (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links Ankers Liberty Air 2 Pro, daneben Pamu Quiet (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Pamu Quiet im Ladeetui (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Pamu Quiet und das geöffnete Ladetui (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Pamu Quiet und das geschlossene Ladeetui(Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Padmate Pamu Quiet (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Ladeetuis im Vergleich: Elite 85t, Liberty Air 2 Pro, Pamu Quiet und Airpods Pro(Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
Pamu Quiet und das geschlossene Ladeetui(Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Im Unterschied zu vielen anderen Produkten gibt es bei den Pamu-Stöpseln keine Ansagen, wenn der ANC-Modus umgeschaltet wird, das ist lästig. Eine Ohrerkennung ist nicht vorhanden, um die Musikwiedergabe automatisch anhalten zu können.

Padmate bietet für die Pamu Quiet eine App für Android und iOS an. Die App ist gut strukturiert und benötigt erfreulicherweise nicht zwingend eine GPS-Aktivierung oder ein Nutzerkonto. Sie startet schnell und mit ihrer Hilfe kann zwischen ANC und Transparenzmodus gewechselt werden. Außerdem kann die Tastenbelegung in Grenzen angepasst werden und bei Bedarf eine neue Firmware installiert werden. Es gibt weder einen Equalizer noch eine Stöpsel-Suchfunktion.

Padmate Pamu Quiet T10 schwarz

Die Pamu Quiet unterstützen Bluetooth 5.0 sowie die Codecs SBC, AAC und aptX. Wie die meisten Konkurrenzprodukte bieten die Padmate-Stöpsel keine Möglichkeit, zwei parallele Bluetooth-Verbindungen zu verwenden, um so nahtlos zwischen verschiedenen Geräten zu wechseln. Die Bluetooth-Hörstöpsel von Jabra können das schon lange, auch das aktuelle Modell Elite 85t kann parallel mit beliebigen Bluetooth-Geräten verwendet werden.

Zum Lieferumfang der Freebuds gehören ein kurzes USB-C-Ladekabel, drei Aufsatzpaare und ein Ladeetui. Letzteres hat eine USB-C-Buchse und unterstützt Qi-Technik zum drahtlosen Aufladen. Die Form des Ladeetuis ähnelt der einer klassischen Taschenuhr. Allerdings ist das Etui ziemlich groß geraten. Die Stöpsel werden marktüblich mit Magneten im Ladeetui fixiert, damit sie nicht versehentlich herausfallen können. Das Entnehmen und Ablegen der Stöpsel ist gut gelöst und macht keine Probleme.

Pamu Quiet mit kurzer Akkulaufzeit

Für die Pamu Quiet verspricht der Hersteller eine Akkulaufzeit von 3,5 Stunden. Diesen Wert haben wir bei mehreren Akkuläufen nicht erreichen können. Wir kamen bei aktiviertem ANC nur auf einen Maximalwert von drei Stunden. Damit liegt die Akkulaufzeit auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Konkurrenz erreicht hier meist um die fünf Stunden oder mehr.

Mit dem Ladeetui lassen sich die Stöpselakkus insgesamt knapp viermal aufladen, so dass sich eine Gesamtakkulaufzeit von rund 12 Stunden ergibt. Auch hier geben die Pamu Quiet im Vergleich zur Konkurrenz kein gutes Bild ab. Nach einer Fünfminutenladung gehen sie schon nach weniger als 15 Minuten aus. Das ist eine besonders schwache Leistung.

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