Palmer Luckey: Oculus-Miterfinder arbeitet an Grenzüberwachungstechnologie

Vor rund zwei Monaten hat Palmer Luckey wohl mehr unfreiwillig denn aus eigenem Entschluss das von ihm mitgegründete Unternehmen Oculus VR verlassen. Nun hat die New York Times(öffnet im neuen Fenster) in einem ebenso amüsant zu lesenden wie bebilderten Artikel vorgestellt, was der Wegbereiter der Virtual Reality und vielfache Jungmillionär Luckey derzeit so alles macht und womit er künftig Geld verdienen will. Einerseits schreibt die New York Times über schräge Cosplay-Partys und von einer Art politisch konservativer Hippie-Kommune in einer Villa.

Andererseits schreibt die Zeitung, dass Palmer Luckey derzeit daran arbeitet, die sogenannte Lidar-Technologie (Light Detection and Ranging) – die sonst etwa selbstfahrende Autos zur Umgebungserkennung verwenden – für die Sicherung von Grenzen und militärischen Einrichtungen zu nutzen. Finanzielle Unterstützung erhalte Luckey von Peter Thiel, einem Investor, der unter anderem dem US-Präsidenten Donald Trump als Technologieberater dient.
Die neuen Systeme von Palmer Luckey sollen es möglich machen, etwa Drohnen zu erkennen, dabei aber von Vögeln und ähnlichen Objekten nicht gestört werden. Die New York Times verweist darauf, dass durch derartige Technologien auch der von Trump geforderte stärkere Grenzschutz ermöglicht würde – und zwar kostengünstiger als mit der eigentlich geplanten Mauer.
Luckey und die Landesverteidigung
"Wir geben mehr als je zuvor für Verteidigungstechnologie aus, aber der technische Fortschritt verlangsamt sich seit Jahrzehnten" , so Luckey in einer E-Mail an die Zeitung. "Wir benötigen neue Firmen, die sich um Verteidigung kümmern und die sparsam mit dem Geld des Steuerzahlers umgehen und gleichzeitig überlegene Systeme bauen, um damit unsere Truppen und Bürger besser zu schützen" .
In der sonst eher linksliberalen Technologieszene des Silicon Valley gilt Palmer Luckey mit seinen politischen Ansichten als Außenseiter. Er soll Trump mit einer größeren Summe finanziell unterstützt haben und sich – so die New York Times – wohl auch schon mit dessen umstrittenem Chefstrategen Steve Bannon zu Gesprächen getroffen haben, um über den Einsatz der Überwachungssysteme an der Grenze zu Mexiko zu sprechen.