Abo
  • Services:
Anzeige
Palmer Luckey im Interview auf der Gamescom 2015
Palmer Luckey im Interview auf der Gamescom 2015 (Bild: Golem.de)

Palmer Luckey im Interview: Oculus Rift ist die Gegenwart, Gear VR ist die Zukunft

Palmer Luckey im Interview auf der Gamescom 2015
Palmer Luckey im Interview auf der Gamescom 2015 (Bild: Golem.de)

Oculus-Chef Palmer Luckey hat sich im Golem.de-Interview dazu geäußert, wie das Virtual-Reality-Headset der Zukunft aussehen könnte und warum in zehn Jahren niemand mehr High-End-Spiele-PCs für VR benötigen werde. Skeptisch äußerte er sich - wenig überraschend - zu Steam VR und Microsofts Hololens.
Von Michael Wieczorek

Palmer Luckey, Chef von Oculus, glaubt nicht, dass die Masse der Spieler an Erlebnissen in einem dedizierten Virtual-Reality-Raum Interesse habe. Für ihn ist das nur etwas für Hardcore-Zocker und Enthusiasten, die sich in den kommenden Jahren spezialisierte Hobbyräume für ihre Virtual-Reality-Systeme bauen und ihren Spiele-PC darin einbinden würden.

Anzeige

Konkurrent Valve setzt mit Steam VR primär auf diese Art von Virtual Reality, um möglichst neuartige Spielideen umzusetzen. So werden Spieler zum Beispiel zum Koch in einer virtuellen Küche, zeichnen als Künstler im dreidimensionalen Raum oder basteln als Mechaniker an Robotern in einer Portal-Demo herum.

"Virtual Reality wird dann zum Mainstream werden, wenn das Headset nicht länger an einen großen PC angeschlossen werden muss", erklärt Luckey. CPU, GPU und Speicher würden dann direkt im Headset verbaut sein, nicht zwingend in Form eines Smartphones wie bei der aktuellen Version der Gear VR. Dazu werde es in zehn Jahren für VR optimierte, mobile Chips geben, die im Headset mit Lüftern kühl gehalten würden und ihre Leistung voll ausschöpfen könnten.

Für Smartphones müssen die mobilen Chips aktuell besonders dünn konstruiert werden und dürfen keine großen Kühlkörper oder Lüfter besitzen.

Skepsis bezüglich Hololens und Gaming

Augmented Reality und Microsofts Pläne bezüglich der Hololens für die Xbox sieht Luckey kritisch: Die Technik sei noch nicht so weit fortgeschritten und "noch nicht so sinnvoll für Spiele", so Luckey. "Wir wissen noch gar nicht, wie wir die Technologie für Spiele nutzen könnten. Bei Virtual Reality ist das dagegen offensichtlich. Seit Jahrzehnten träumen wir davon und versuchen, den Spieler in das Spiel zu bringen", fährt der Gründer von Oculus fort.

Augmented Reality dürfte primär dazu genutzt werden, die Echtwelt mit Daten anzureichern: zum Beispiel, um Wege anzuzeigen oder Informationen zu projizieren. Damit geht der Oculus-Chef d'accord mit der Meinung einiger Branchensprecher, die diesen Punkt auf der GDC Europe verdeutlicht haben.

Echtwelt-Objekte in die Virtual Reality zu holen, plant das Unternehmen laut Luckey ebenso wie auch Valve. Dazu habe man in der Vergangenheit mit der Akquisition von Firmen wie Nimble VR oder Surreal Vision bereits die Eckpfeiler gesetzt. Das Ziel werde es sein, die echte Welt um den Spieler herum aufzuzeichnen und Teile davon im virtuellen Pendant zu verwenden.

Keine VR-Arcades

Schlechte Neuigkeiten hat Luckey für Besitzer von Spiele-Arcades, die sich vielleicht Hoffnungen machen, mit VR-Erfahrungen in den kommenden Jahren wieder mehr Spieler in ihre Etablissements zu locken. Auf kurze Sicht könnte sich das Geschäft mit VR in Arcades vielleicht lohnen. Auf einen längeren Zeitraum betrachtet werde VR aber in jedem Haushalt Einzug halten und damit der Weg in eine Arcade überflüssig sein.

"Die Geschichte zeigt, dass Unterhaltungselektronik nur dann erfolgreich ist, wenn der Nutzer sie zu Hause und zu jeder Zeit nutzen kann. Sie wird nicht erfolgreich sein, wenn Spieler in eine Arcade fahren müssen, um sie zu nutzen. Das war schon bei Mobiltelefonen, Fernsehern und Spielekonsolen so", meint Luckey. In fünf bis zehn Jahren werde jeder ein VR-Headset bei sich zu Hause haben.


eye home zur Startseite
Butterkeks 21. Aug 2015

V.a. ist VR dann doch nochmal was anderes als normales Arcade. Ich könnte mir gut...

Shao-Lee 20. Aug 2015

Die Entscheidung für ein GearVR wird sicherlich meistens i.V.m. dem Kauf eines neuen...

Hotohori 20. Aug 2015

April... irgendwelche haltlose Gerüchte um 1000 Ecken und sofort wird es als Fakt...

Hotohori 20. Aug 2015

Nur weil es nicht in deine Logik passt, macht es deine Annahme nicht richtiger, sie ist...

Stupixion 20. Aug 2015

Für alle Zweifler die des englischen mächtig sind kann ich diesen Artikel hier empfehlen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, Berlin
  2. HIT Hanseatische Inkasso-Treuhand GmbH, Hamburg
  3. Landeshauptstadt München, München
  4. Basler AG, Ahrensburg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 259€ + 5,99€ Versand
  2. 499€ - Wieder bestellbar. Ansonsten gelegentlich bezügl. Verfügbarkeit auf der Bestellseite...

Folgen Sie uns
       


  1. Fahrdienst

    London stoppt Uber, Protest wächst

  2. Facebook

    Mark Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

  3. Merged-Reality-Headset

    Intel stellt Project Alloy ein

  4. Teardown

    Glasrückseite des iPhone 8 kann zum Problem werden

  5. E-Mail

    Adobe veröffentlicht versehentlich privaten PGP-Key im Blog

  6. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut

  7. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  8. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  9. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  10. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Optimierungsprogramm Ccleaner-Malware sollte wohl Techkonzerne ausspionieren
  2. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  3. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe
  2. Anki Cozmo ausprobiert Niedlicher Programmieren lernen und spielen

Edge Computing: Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
Edge Computing
Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
  1. Software AG Cumulocity IoT bringt das Internet der Dinge für Einsteiger
  2. DDoS 30.000 Telnet-Zugänge für IoT-Geräte veröffentlicht
  3. Deutsche Telekom Narrowband-IoT-Servicepakete ab 200 Euro

  1. Naiv

    Pldoom | 05:17

  2. Bitte löschen.

    Pldoom | 05:16

  3. Re: Aber PGP ist schuld ...

    Pete Sabacker | 03:31

  4. Re: Wie sicher sind solche Qi-Spulen vor Attacken?

    Maatze | 02:48

  5. Re: "dem sei ohnehin nicht mehr zu helfen"

    LinuxMcBook | 02:45


  1. 15:37

  2. 15:08

  3. 14:28

  4. 13:28

  5. 11:03

  6. 09:03

  7. 17:43

  8. 17:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel