Palava: Videokonferenzlösung auf Basis von WebRTC
Mit Palava lassen sich Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern direkt im Browser abwickeln, ganz ohne Zusatzsoftware oder Plugins. Möglich wird dies durch WebRTC, das von Firefox ab der Version 22 Beta oder Chrome ab Version 26 unterstützt wird. Wer mit diesen Browsern palava.tv(öffnet im neuen Fenster) aufruft, gibt dort nur noch einen selbstgewählten Namen für einen Konferenzraum an, anschließend startet der Videochat mit einem Klick. Jeder, der die entsprechende URL aufruft, kann an der Konferenz teilnehmen.
Bevor das Bild der Webcam des Nutzers samt Ton aus dem Mikro übertragen wird, fragt der Browser nach, ob Palava.tv überhaupt darauf zugreifen darf. In einem ersten Test mit bis zu vier Teilnehmern im lokalen Netz, die Firefox oder Chrome nutzten, hat Palava wie versprochen funktioniert.
Die Innovailable-Gründer Kilian Ulbrich und Jan Lelis setzen dabei auf WebRTC, eine neue Webtechnik, die derzeit von der IETF und dem W3C standardisiert wird. Vor allem Google und Mozilla treiben WebRTC voran, so dass deren Browser WebRTC schon jetzt unterstützen.
Mit WebRTC können direkte verschlüsselte Peer-to-Peer-Verbindungen zwischen mehreren Webbrowsern aufgebaut werden. Die Datenströme müssen also nicht über einen Server gesendet werden. Dieser ist lediglich notwendig, um die Verbindung zwischen den Teilnehmern aufzubauen.
So ist auch Palava zum Großteil mit clientseitigem Javascript implementiert, das aus Coffeescript erzeugt wird. Der Browser kommuniziert mittels Websockets mit dem Palava-RTC-Server, um die Konferenzen zu verwalten. Weitere zum Einsatz kommende Technologien sind Rails, Ruby-Eventmachine, Redis und MongoDB. Demnächst soll auch ein Javascript-SDK für Entwickler angeboten werden, mit dem diese Videokonferenzen in ihre eigenen Webseiten einbetten können. Zudem soll der Client-Code in Zukunft als Open Source zur Verfügung gestellt werden.
Details zur verwendeten Architektur erläutern die Palava-Macher in ihrem Blog(öffnet im neuen Fenster) .
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