Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Palantir profitiert: USA streichen fast fertige Softwareprojekte des Pentagons

Statt die Projekte fertigzustellen, sollen diese neu vergeben werden. Zu Begründung heißt es, dass andere US -Unternehmen profitieren sollen.
/ Mike Faust
11 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Das Pentagon muss die Kosten übernehmen, wenn die US-Regierung Projekte streicht. (Bild: Reuters)
Das Pentagon muss die Kosten übernehmen, wenn die US-Regierung Projekte streicht. Bild: Reuters

Die US-Regierung unter Donald Trump will zwei fast fertiggestellte Software-Projekte der US-Luftwaffe und der US-Marine streichen. Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wird der Schritt damit begründet, dass Beamte der zuständigen Ministerien anderen Unternehmen die Chance geben möchten, von den Projekten zu profitieren. Zu diesen Unternehmen zählten Salesforce und Palantir, wie unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet wird.

Der Schritt wird als äußert ungewöhnlich bezeichnet, da die beiden Software-Projekte nach zwölf Jahren Entwicklungszeit und Kosten in Höhe von 800 Millionen US-Dollar kurz vor dem Abschluss gestanden hätten. Beide Projekte waren darauf ausgerichtet, die Personalverwaltungssysteme der beiden Teilstreitkräfte zu modernisieren.

Zuvor hatte Trump den Generalinspekteur des Pentagons entlassen und erließ eine Durchführungsverordnung(öffnet im neuen Fenster) , welche die Geschwindigkeit und Risikobereitschaft bei Beschaffungen im Verteidigungsbereich priorisieren sollte.

Zusätzliche Verschwendung von Steuergeldern

Beide Maßnahmen führten aber in Kombination mit nicht besetzten hochrangigen Stellen beim Militär dazu, dass Vertragsabschlussprozesse vom Pentagon nicht ausreichend beaufsichtigt werden könnten, heißt es weiter.

Da durch die Sparmaßnahmen der US-Regierung alte Projekte verworfen worden seien und neue vereinbart werden sollten, steige das Risiko, dass zusätzlich Hunderte Millionen US-Dollar an Steuergeldern verschwendet würden, schreibt Reuters.

Der auf Bundesaufträge spezialisierte Anwalt Franklin Turner sagte gegenüber Reuters, es sei legal, dass die US-Regierung Verträge "aus Bequemlichkeitsgründen" kündige. Das Pentagon müsse den betroffenen Unternehmen aber die Kosten für die Abwicklung erstatten und die Ausgaben für Ersatzprojekte übernehmen.

Bereits im März 2025 stoppte das US-Verteidigungsministerium ein Projekt zur Modernisierung der Personalverwaltungssysteme für zivile Angestellte des Pentagons. Darin sollen 280 Millionen US-Dollar investiert worden sein.


Relevante Themen