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Wie US-Strafverfolgungsbehörden Daten mithilfe von Palantir austauschen

Palantir spielt auch eine wichtige Rolle beim Austausch von Informationen mit Strafverfolgungsbehörden in den USA. ICE-Beamte können über das Alien Criminal Response Information System (ACRIMe) (PDF)(öffnet im neuen Fenster) von ICE aus innerhalb des ICM auf das National Crime Information Center (NCIC)(öffnet im neuen Fenster) des FBI zugreifen.

Das NCIC wiederum enthält Informationen vom National Law Enforcement Telecommunications System (Nlets)(öffnet im neuen Fenster), einem staatlichen Netzwerk von Strafverfolgungsbehörden, das alle staatlichen, lokalen und bundesstaatlichen Strafverfolgungs-, Justiz- und öffentlichen Sicherheitsbehörden zum Zwecke des Austauschs und der Weitergabe wichtiger Informationen miteinander verbindet und unterstützt und 2017 schon jährlich rund 1,5 Milliarden Transaktionen(öffnet im neuen Fenster) verarbeitet hat.

Das ICM-System von Palantir tauscht Informationen auch direkt mit lokalen und staatlichen Strafverfolgungsbehörden über den Dienst Law Enforcement Information Sharing Service(öffnet im neuen Fenster) (LEIS) der ICE aus. Die von lokalen und staatlichen Strafverfolgungsbehörden dabei am häufigsten genutzte Plattform ist die bereits erwähnte Coplink.

Auch die lokale und staatliche Polizei verwendet die Daten

Die Bedeutung der generellen Vernetzung von Palantir mit anderen Systemen wurde durch die Einführung des auf Gotham basierenden ICM im Jahr 2014 und der Analysesoftware Falcon-SA im Jahr 2015 verstärkt. Denn sie wird auch von der lokalen und staatlichen Polizei verwendet und hat die Notwendigkeit der für den LEIS-Dienst verwendeten Immigration and Customs Enforcement Pattern Analysis and Information Collection (ICEPIC)(öffnet im neuen Fenster) überflüssig gemacht, da sie eine direkte Schnittstelle zum ICM von Palantir hergestellt hat.

Parallelen zu israelischen Überwachungstechnologien

Die Vorgehensweise der ICE ähnelt insgesamt zunehmend der israelischen Besatzung in Gaza, denn sie pflegt seit langem enge Beziehungen zu Israel. Die genutzten Technologien Elite und Mobile Fortify weisen eine frappierende Ähnlichkeit zu den mobilen Zielerfassungssystemen auf, die israelische Streitkräfte im letzten Jahrzehnt in ihr Polizeiarsenal integriert haben.

ICE hat insofern algorithmische Überwachungstaktiken aus dem Gazastreifen(öffnet im neuen Fenster) übernommen, um sie auf US-amerikanischen Straßen anzuwenden. Wie problematisch diese Methoden – auch unter Einsatz von Palantir und anderen US-Tech-Konzernen – sind, haben Rainer Rehak und Taylor Kate Woodcock in ihrer veröffentlichten Forschung Automating civilian harm: On Israel's use of the AI-enabled targeting system Lavender in Gaza and International Humanitarian Law(öffnet im neuen Fenster) drastisch aufgezeigt; Rehak hatte die Ergebnisse zuvor auch auf der Republica 25 im Vortrag Der Mythos 'gezielter Tötungen' am Beispiel von Gaza(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt.


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