Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Riesige Datenmengen sind zentral durchsuchbar

Die großen Datenmengen wurden damals zu Amazon Web Services (AWS) Govcloud migriert, um sie zu zentralisieren. Falcon dient dazu, die Verbindungen zwischen verschiedenen Datensätzen zu identifizieren und Intelligence-Berichte oder Visualisierungen wie Beziehungsgeflechte rund um eine bestimmte Person zu erstellen.

Weiterhin hat ICE Coplink von Forensic Logic (inzwischen Crimetracer von Soundthinking Inc)(öffnet im neuen Fenster) genutzt, das von über 5.100 Strafverfolgungsbehörden in den ganzen USA eingesetzt und ebenfalls auf AWS gehostet wird. Coplink wurde kompatibel zu den Einwanderungsdatenbanken des Bundes konzipiert und enthält vielfältige Informationen über Personen, Organisationen und Fahrzeuge. Es ermöglicht ICE zum Beispiel den Zugriff auf Informationen über Arbeitgeber, verbundene Kontakte (sogenannte associates) und Treffpunkte (sogenannte hangout spots).

Weitere Datenmassen sind durch Falcon durchsuchbar

Die beiden ICE-Hauptabteilungen, HSI und Enforcement and Removals Operations (ERO), haben jeweils ein eigenes Fallmanagementsystem. HSI nutzt das Integrated Case Management-System (ICM) von Palantir, das als das zentrale Fallmanagement-Tool der HSI bekannt ist.

ICM arbeitet mit Falcon-SA von Palantir zusammen und wird derzeit auf AWS migriert.

Daten aus der Software Falcon Tipline, einem separaten, aber ähnlich benannten Tool(öffnet im neuen Fenster), das ebenfalls von Palantir entwickelt wurde, aus dem ICM von Palantir und mehreren anderen Datenbanken werden von Falcon-SA erfasst und durchsuchbar gemacht.

Biometrische Daten in der IDENT-Datenbank

Alle biometrischen Daten der DHS-Behörden werden in der IDENT-Datenbank des Ministeriums vorgehalten, die Daten selbst wiederum ebenfalls in der AWS-Cloud abgelegt. IDENT enthält mindestens 2018 schon rund 230 Millionen eindeutige Identitäten – primär Fingerabdruckdatensätze – sowie 36,5 Millionen Gesichts- und 2,8 Millionen Irisdatensätze und hat Handabdrücke, Narben und Tätowierungen gespeichert.

Das DHS hat ein neues, cloudbasiertes biometrisches System namens HART von Northrop Grumman(öffnet im neuen Fenster) als Ersatz für IDENT entwickelt, das 2020 in Betrieb genommen wurde. Insbesondere hat es mehr Kapazitäten für Gesichter und Iris, Stimmen, DNA und andere biometrische Modalitäten vorgesehen.

All diese Systeme und Datensammlungen und deren Austausch funktionieren nur, wenn immer wieder neue Datenbanken kreiert und angezapft werden. Das ist eine logische Konsequenz beim Einsatz von Palantir, denn es verändert Strukturen und Machtverhältnisse(öffnet im neuen Fenster) aufgrund der genutzten Ontologie. Daher entsteht schnell die Annahme, mit mehr Daten bekomme man mehr und bessere Ergebnisse und vor allem eine bessere Vorhersage in den "Predictive"-Analyseergebnissen, zum Beispiel zur Erreichung von Deportationszielen.


Relevante Themen