Maßgeschneiderte Palantir-Werkzeuge für ICE
Palantir entwickelt seit vielen Jahren(öffnet im neuen Fenster) auch maßgeschneiderte Werkzeuge(öffnet im neuen Fenster) für ICE in bewährter Tradition(öffnet im neuen Fenster). Die Behörde hat Berichten zufolge mehr als 200 Millionen US-Dollar alleine für Verträge mit Palantir ausgegeben, um mithilfe der Integration von Reiseverläufen, Visadaten, biometrischen Daten und Social-Media-Daten Menschen in den USA zu identifizieren, die abgeschoben werden sollen.
Das Automated Biometric Identification System (IDENT) des Department of Homeland Security (DHS) ist dabei eine der wichtigsten biometrischen Datenquellen. Darauf greifen Fallmanagementwerkzeuge wie ICM(öffnet im neuen Fenster) (Investigative Case Management) und Analysewerkzeuge wie Falcon Search and Analysis (Falcon-SA)(öffnet im neuen Fenster) zu. Sie verbinden Daten aus Behörden, biometrischen Datenbanken, Kennzeichenerfassung, Mobilfunk- und Standortdaten sowie kommerziellen Datenquellen und bereiten sie für Ermittlungen, Priorisierungen und Abschiebungsverfahren auf.
Elite: eines der neueren Werkzeuge für ICE
Eines der neuesten Palantir-Werkzeuge für ICE ist Enhanced Leads Identification and Targeting for Enforcement (Elite(öffnet im neuen Fenster)), das speziell für ICE entwickelt wurde. Damit können sich ICE-Mitarbeiter auf einer Karte potenzielle Abschiebungsziele, Dossiers zu jedem Menschen und den zugehörigen "Vertrauenswert" anzeigen lassen(öffnet im neuen Fenster).
Die breitere Einführung von Palantir-Produkten durch die US-Bundesstaaten unter US-Präsident Donald Trump ermöglicht einen nahtlosen Datenaustausch zwischen den Behörden, der durch die Verordnung vom März 2025(öffnet im neuen Fenster) zur "Beseitigung von Informationssilos" formalisiert wurde.
ICM und Falcon: zwei zentrale Plattformen für die Arbeit von ICE
Die technische Grundlage dafür entstand allerdings bereits Jahre zuvor. Schon 2011, 2013 und 2015(öffnet im neuen Fenster) erteilte ICE Aufträge zur Entwicklung und zum Betrieb von Falcon-SA(öffnet im neuen Fenster) als Nachfolger des damaligen(öffnet im neuen Fenster) Law Enforcement Intelligence Fusion System (IFS) von ICE.
Falcon ist die speziell für eine ICE-Hauptabteilung, die Homeland Security Investigations (HSI), angepasste Version von Palantir Gotham.
2014 wurde Palantir für 41 Millionen US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) mit der Entwicklung und Wartung des Investigative Case Management (ICM) für ICE beauftragt, das als "mission critical" für ICE bezeichnet wurde. Das bedeutete, dass ICE ohne den ab 2017 vorgesehenen Einsatz von ICM nicht ordnungsgemäß funktionieren könnte. Palantir behauptete damals, nichts mit den Abschiebungen durch ICE zu tun zu haben, ab 2018 wurde aber durch Veröffentlichung von Dokumenten ersichtlich, dass dies nicht stimmt(öffnet im neuen Fenster).
ICM ist ein Repository für personenbezogene Daten aus anderen ICE- und CBP-Systemen (U.S. Customs and Border Protection), kommerziellen Datenquellen und dem National Crime Information Center (NCIC) des FBI, das mit Strafverfolgungsbehörden auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene vernetzt ist. Es sammelt und wertet dabei auch Datensätze von Versorgungsunternehmen, Datensätze des Department of Motor Vehicles (DMV), Immobilien-Datensätze, Geschäftsdaten, Informationen von Gesundheitsdienstleistern, Live-Mobilfunkdaten und Kennzeichenbilder aus, um Profile von Personen zu erstellen.
Falcon-SA hingegen ist ein Analysewerkzeug, das den Beamten dabei hilft, alle eingelesenen Daten zu analysieren, Zusammenhänge zu erkennen und Informationsberichte sowie visuelle Darstellungen zu erstellen.
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