Abo
  • Services:
Anzeige
Das Logo des Unternehmens
Das Logo des Unternehmens (Bild: Palantir/Screenshot: Golem.de)

Palantir: Big Data für NSA, Justiz und Journalisten

Das Logo des Unternehmens
Das Logo des Unternehmens (Bild: Palantir/Screenshot: Golem.de)

Aus einem Prospekt für Investoren geht hervor, was die Produkte der US-Softwarefirma Palantir alles können. Dazu zählen unter anderem die Vorhersage von Straftaten und von Anlagebetrug und die Analyse von Organhandel. Letzteres machen sich dem Bericht zufolge Journalisten zunutze.

Anzeige

Das seit zehn Jahren existierende Unternehmen Palantir sucht neue Investoren. Dafür hat die Firma, die ursprünglich von einem CIA-Ableger finanziert wurde, einen vertraulichen Prospekt erstellt. Dieser ist Techcrunch in die Hände gefallen und beschreibt, wie weitreichend die Fähigkeiten der Programme zur Auswertung von Big-Data-Beständen sind.

Bekannt wurde das Unternehmen in den USA unter anderem dadurch, dass mit seinen Produkten ein Datenbestand von 20 TByte im Fall des Anlagebetrügers Bernie Madoff von den Strafverfolgungsbehörden innerhalb weniger Stunden ausgewertet werden konnte. Auf dem Höhepunkt der Kontroverse um Veröffentlichungen von Geheimmaterial durch Wikileaks wurde Palantir auch für die Möglichkeit von gezielten Attacken auf das Enthüllungsprojekt durch US-Behörden angefragt. Nachdem das bekanntwurde, zog sich das Unternehmen aus dem Vorhaben zurück. Auf seiner Webseite stellt sich Palantir unter anderem als Dienstleister bei Katastrophenhilfe dar.

Die Werkzeuge von Palantir sind dem Bericht zufolge in der Lage, viele Datenbanken in einem gemeinsamen Index zusammenzufassen, der sich dann mit menschlicher Sprache abfragen lässt. Als Beispiel nennt Techcrunch die Polizei von Los Angeles (LAPD), die mit Programmen von Palantir 160 verschiedene Datenbanken zentral anzapfen können soll.

Geheimdienste und Krankenkassen gehören zu den Kunden

Solche Fähigkeiten sind auch bei den Geheimdiensten und dem Militär gefragt. In dem Prospekt wird ein Ex-Marinesoldat wie folgt zitiert: "Es ist die Kombination von allen Analysewerkzeugen, die man sich erträumen könnte. Man erkennt jeden Bösen in der Umgebung.". Neben diversen Militäreinheiten sollen auch CIA, NSA, die Heimatschutzbehörde und die Gesundheitsbehörde CDC Produkte von Palantir einsetzen.

Das Auswerten von medizinischen Daten scheint eine weitere Spezialität der Software zu sein, denn auch Krankenkassen in den USA sollen damit experimentiert haben. Im konkreten Fall ging es um möglicherweise betrügerische Abrechnungen, die sich mit Palantir-Produkten auffindbar gemacht haben sollen. Ähnlich wie im Fall von Bernie Madoff können die Programme offenbar die Zusammenhänge von Finanztransaktionen einfach darstellen.

Das soll sich auch das renommierte ICIJ zunutze machen, ein Netzwerk von investigativen Journalisten. Die Organisation soll Palantirs Software dazu verwendet haben, illegalen Organhandel aufzudecken. Inzwischen dürften die Fähigkeiten der Produkte von Palantir noch deutlich weiter entwickelt sein, denn der Prospekt datiert aus dem Jahr 2013.

Den Fallbeispielen aus dem Bericht von Techcrunch zufolge stellt die Software von Palantir wohl ein Gegenstück zum NSA-Tool Xkeyscore dar, das Telekommunikationsdaten aus verschiedenen Quellen kombiniert und durchsuchbar macht. Der wesentliche Unterschied: Programme von Palantir kann man offenbar frei kaufen.


eye home zur Startseite
HansHorstensen 12. Jan 2015

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Hidden_Markov_Model#Pr.C3.A4diktion.2FVorhersage

Spitfire777 12. Jan 2015

Bei einem Hackathon in Palo Alto. Selbst bei einem Facebook- oder Google Hackathon kann...

Yes!Yes!Yes! 12. Jan 2015

Wie wär's mal damit, dass ach so tolle Produkt auch zu verkaufen?



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BINSERV GmbH, Königswinter (bei Bonn)
  2. Springer Nature, Berlin
  3. Schwarz Business IT GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  4. Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen bei Stuttgart


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Warcraft Blu-ray 9,29€, Jack Reacher Blu-ray 6,29€, Forrest Gump 6,29€, Der Soldat...
  2. 24,49€
  3. 395,00€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Data Center-Modernisierung für mehr Performance und
  2. SAP HANA Integration von der Planung bis zum Hosting
  3. Leitfaden für den gezielten Einsatz von SAP HANA


  1. Bayerischer Rundfunk

    Fernsehsender wollen über 5G ausstrahlen

  2. Kupfer

    Nokia hält Terabit DSL für überflüssig

  3. Kryptowährung

    Bitcoin notiert auf neuem Rekordhoch

  4. Facebook

    Dokumente zum Umgang mit Sex- und Gewaltinhalten geleakt

  5. Arduino Cinque

    RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint

  6. Schatten des Krieges angespielt

    Wir stürmen Festungen! Mit Orks! Und Drachen!

  7. Skills

    Amazon lässt Alexa natürlicher klingen

  8. Cray

    Rechenleistung von Supercomputern in der Cloud mieten

  9. Streaming

    Sky geht gegen Stream4u.tv und Hardwareanbieter vor

  10. Tado im Langzeittest

    Am Ende der Heizperiode



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Asus B9440 im Test: Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
Asus B9440 im Test
Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
  1. ROG-Event in Berlin Asus zeigt gekrümmtes 165-Hz-Quantum-Dot-Display und mehr
  2. Asus Tinker Board im Test Buntes Lotterielos rechnet schnell

Quantencomputer: Was sind diese Qubits?
Quantencomputer
Was sind diese Qubits?
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter
  3. Quantencomputer Bosonen statt Qubits

HTC U11 im Hands on: HTCs neues Smartphone will gedrückt werden
HTC U11 im Hands on
HTCs neues Smartphone will gedrückt werden
  1. HTC Vive Virtual Reality im Monatsabo
  2. Sense Companion HTCs digitaler Assistent ist verfügbar
  3. HTC U Ultra im Test Neues Gehäuse, kleines Display, bekannte Kamera

  1. Re: Frequenzvermüllung

    emuuu | 21:20

  2. Re: 25MBit/s - wann begreifen die endlich, dass...

    Apfelbrot | 21:19

  3. Re: macht Tesla nicht übermäßig viel Miese mit...

    oxybenzol | 21:15

  4. Re: an Golem: Videos bitte wieder download-bar...

    ksi | 21:12

  5. Re: Und gleich mal wieder die GEZ dafür erhöhen...

    Mumu | 21:08


  1. 18:45

  2. 16:35

  3. 16:20

  4. 16:00

  5. 15:37

  6. 15:01

  7. 13:34

  8. 13:19


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel