Abo
  • IT-Karriere:

Paketzusteller planen Preiserhöhungen: Hermes will Lieferung bis zur Haustür verteuern

Die drei großen deutschen Paketzusteller DHL, DPD und Hermes wollen demnächst die Preise für die Paketlieferung erhöhen. Auch die Zustellung bis zur Haustür will Hermes bald teurer machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Paketzustellung wird bei DHL, DPD und Hermes teurer.
Die Paketzustellung wird bei DHL, DPD und Hermes teurer. (Bild: Pixabay.com/CC0)

Höhere Preise für die Zustellung von Paketen aber auch von Briefen stehen an. DHL, DPD und Hermes haben entsprechende Pläne bekanntgegeben. Unisono werden höhere Kosten für die Lieferung als Grund genannt. Auch die Post möchte in Kürze das Porto für die Briefzustellung erhöhen.

Inhalt:
  1. Paketzusteller planen Preiserhöhungen: Hermes will Lieferung bis zur Haustür verteuern
  2. Hermes will Haustürzustellung teurer machen

"Wir brauchen ein höheres Porto, weil unsere Personalkosten jedes Jahr um etwa drei Prozent steigen und gleichzeitig die Briefmengen um einen ähnlichen Wert sinken", begründete Frank Appel, Chef der Deutschen Post, eine baldige Erhöhung der Portokosten für den Briefversand im Gespräch mit der Welt am Sonntag. Appel erwartet, dass die Bundesnetzagentur den geplanten Preisanstieg nicht erneut ablehnt. Zuvor hatte die Bundesnetzagentur einen Antrag auf eine Erhöhung zum Jahresende abgelehnt.

"Es handelt sich hier nur um eine Terminverschiebung der Entscheidung um ein paar Monate", erklärte Appel. Die Basis für den Entschluss der Bundesnetzagentur habe sich verändert, denn von der Post gebe es derzeit eine Gewinnwarnung. "Die Zukunftsaussichten für den Briefversand haben sich weiter verschlechtert. Wir erwarten die Entscheidung [der Bundesnetzagentur] im ersten Quartal 2019 und werden diese dann möglichst zeitnah umsetzen", sagte Appel.

Höhere Paketpreise bei DHL geplant

Deutliche Preiserhöhungen sind auch bei der Posttochter DHL geplant. "Unsere Branche hat ein grundsätzliches Problem, weil die Zustellung zu gering bezahlt wird", sagte Appel. "Faktisch sind die letzten 50 Meter bis zur Haustür der teuerste Teil unserer Dienstleistung. Genau dort lässt sich aber die Effizienz kaum mehr steigern." Nähere Details zu den geplanten steigenden Kosten für Pakete machte Appel nicht.

Stellenmarkt
  1. Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co KG, Köln
  2. Stromnetz Hamburg GmbH, Hamburg

Bei Hermes sind ebenfalls Preiserhebungen geplant, nachdem es dieses Jahr bereits eine gegeben hat. "Wir sind in diesem Jahr vorangeprescht und haben 4,5 Prozent Preiserhöhung bei den Auftraggebern durchgekämpft. Diesen Weg müssen wir in den nächsten Jahren weiter gehen. 2019 werden wir daher in einer ähnlichen Größenordnung anheben wie in diesem Jahr", sagte Olaf Schabirosky, Chef von Hermes, im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. Insgesamt soll der Preis für ein Paket um 50 Cent erhöht werde. Das gehe aber nur in mehreren Schritten, meint Schabirosky.

Hermes will Zusteller besser bezahlen

Hermes will mit dem damit einhergehenden höheren Verdient höhere Löhne an die Paketzusteller zahlen. Es sei unglaublich schwer, Zusteller zu finden. "Allein in diesem Jahr haben wir darum 30 Millionen Euro investiert, hauptsächlich um auskömmliche Löhne zahlen zu können. Das wird sich in den kommenden drei Jahren in dieser Größenordnung fortsetzen. Aktuell haben wir einen Mindestlohn von 9,50 Euro ausgerufen und überprüfen, ob er gezahlt wird. In etwa vier Jahren kommen wir bei etwa 12 Euro an", sagte Schabirosky.

Als Grund für die Schwierigkeiten, passendes Personal zu finden, führt Schabirosky an, dass der Arbeitsmarkt leer gefegt sei: "Das E-Commerce-Wachstum war in den letzten Jahren sehr groß. Und es gibt Mitbewerber, die in der Lage sind, höhere Löhne zu zahlen. Teilweise wird gezielt abgeworben. Im Laufe des Jahres haben wir dadurch etwa 1.000 Fahrer verloren".

Hermes will Haustürzustellung teurer machen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. 12,49€

BLi8819 12. Dez 2018

DHL kommt bei mir entweder im Morningexpress (gegen Aufpreis) oder zwischen 11 und 12...

BLi8819 12. Dez 2018

Die Ware ist angekommen, also hat der Zusteller seinen Job erfüllt. Dann zu behaupten es...

Garius 11. Dez 2018

Gleiche Geschichte bei mir. Nur hatte ich nicht Mal den Zettel im Briefkasten. Der...

quineloe 11. Dez 2018

Sie haben eben nicht für 3¤ die Stunde unterschrieben (Das wäre der feuchte Traum jedes...

quineloe 11. Dez 2018

Solange der Arbeitsbeginn um 14 Uhr ist, ist das okay. Schicht arbeiten ja jede Menge...


Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit dem e.Go Life

Der e.Go Life ist ein elektrisch angetriebener Kleinwagen des neuen Aachener Automobilherstellers e.Go Mobile. Wir haben eine Probefahrt gemacht.

Probefahrt mit dem e.Go Life Video aufrufen
Mordhau angespielt: Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
Mordhau angespielt
Die mit dem Schwertknauf zuschlagen

Ein herausfordernd-komplexes Kampfsystem, trotzdem schnelle Action mit Anleihen bei Chivalry und For Honor: Das vom Entwicklerstudio Triternion produzierte Mordhau schickt Spieler in mittelalterlich anmutende Multiplayergefechte mit klirrenden Schwertern und hohem Spaßfaktor.
Von Peter Steinlechner

  1. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  2. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

Das andere How-to: Deutsch lernen für Programmierer
Das andere How-to
Deutsch lernen für Programmierer

Programmierer schlagen sich ständig mit der Syntax und Semantik von Programmiersprachen herum. Der US-Amerikaner Mike Stipicevic hat aus der Not eine Tugend gemacht und nutzt sein Wissen über obskure Grammatiken, um Deutsch zu lernen.
Von Mike Stipicevic

  1. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein
  2. Software-Entwickler Welche Programmiersprache soll ich lernen?

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

    •  /