Paketlieferdienst: Hermes bestellt 1.500 Mercedes-Elektrolieferwagen

Der Paketlieferdienst Hermes setzt im städtischen Bereich auf Elektrofahrzeuge und hat bei Daimler 1.500 Mercedes-Benz Sprinter und Vito mit Elektroantrieb geordert. Das könnte eine Reaktion auf mögliche Dieselfahrverbote in einigen Städten sein.

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Hermes will in Zukunft elektrisch liefern.
Hermes will in Zukunft elektrisch liefern. (Bild: Daimler)

Das Logistikunternehmen Hermes will Anfang 2018 zunächst in Stuttgart und Hamburg Elektrofahrzeuge zum Ausliefern von Päckchen und Paketen nutzen. Bis 2020 sollen in Deutschland 1.500 Elektrotransporter der Baureihen Vito und Sprinter von Mercedes-Benz unterwegs sein.

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Die erste Diesel-Verbot ab 2018 wurde jüngst für Stuttgart angekündigt. In Köln wurden ebenfalls Diesel-Verbote in Aussicht gestellt und in München droht ein solches Verbot ebenfalls.

Aktuell verkauft Daimler noch keines der beiden Fahrzeuge offiziell als Elektroversion. Das österreichische Unternehmen Kreisel, das sich auf Elektrofahrzeuge spezialisiert hat, bietet bereits einen Elektrotransporter auf Basis des Sprinters mit einer Reichweite von 300 km an.

Daimler soll erst die nächste Sprinter-Generation, die 2018 auf den Markt kommen soll, als vollelektrische Version anbieten, wie das britische Magazin Autocar berichtete. Vom Vito gab es mit dem E-Cell schon einmal eine Leasingversion des Kleintransporters mit Batterieantrieb. Das Fahrzeug wurde 2010 vorgestellt und erreicht bis zu 130 km Reichweite (NEFZ). Auch hier wird ein Nachfolger erwartet. 2016 zeigte Daimler mit dem Vision Van einen elektrisch betriebenen Lieferwagen mit zwei Lieferdrohnen als Konzept. Der Copter soll den Fahrer bei der Zustellung der Pakete unterstützen.

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Bis zum Jahr 2025 plant Hermes, Sendungen in den Innenstadtbereichen der deutschen Großstädte emissionsfrei zuzustellen. Die Elektrofahrzeuge sollen nach Angaben des Unternehmens mit Strom aus zu 100 Prozent regenerativen Energiequellen geladen werden.

Sind Elektrolieferwagen die Zukunft der Elektromobilität?

Auch wenn solche Fahrzeuge noch selten sind, könnten sie künftig Vorreiter der Elektromobilität sein. Eine Studie des Öko-Instituts und des Verbandes der Elektrotechnik (VDE) sieht die Zukunft für Elektroautos eher in der gewerblichen Nutzung. Kurier- und Paketdienste könnten die mit Elektromotoren angetriebenen Fahrzeuge sinnvoller nutzen als Privatpersonen.

Die Idee, bei Lieferwagen auf den Elektroantrieb zu setzen, ist rund 100 Jahre alt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden Busse, Postautos und Lastwagen elektrisch betrieben. So wurde schon 1913 von General Electric der Commercial Electric Truck gebaut, General Motors (GMC) baute von 1912 bis 1917 elektrische Lkw. Lastwagen der Walker Vehicle Company hatten Reichweiten von 80 km und konnten eine Tonne Nutzlast transportieren. Auch in Deutschland wurden zum Beispiel von Hansa Lloyd oder der Hannoverschen Waggonfabrik Last- und Lieferwagen gebaut, die nicht mit Diesel oder Benzin betrieben wurden.

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