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Pakete: Deutsche Post kauft Paketautomaten-Anbieter Myflexbox

Paketautomaten sind für Lieferdienste und Kunden praktisch. Die Deutsche Post kauft nun den anbieteroffenen Mitbewerber Myflexbox.
/ Tobias Költzsch und dpa
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V. l. n. r.: Jonathan Grothaus (CEO & Founder Myflexbox), Martin Trittler (CFO Deinfach), Lukas Beckedorff (CEO Deinfach) und Peter Klima (CTO & Founder Myflexbox) (Bild: Myflexbox)
V. l. n. r.: Jonathan Grothaus (CEO & Founder Myflexbox), Martin Trittler (CFO Deinfach), Lukas Beckedorff (CEO Deinfach) und Peter Klima (CTO & Founder Myflexbox) Bild: Myflexbox

Die Deutsche Post hat den Paketautomaten-Anbieter Myflexbox gekauft(öffnet im neuen Fenster), mit dem sie in den kommenden Jahren Tausende neue Standorte zum Verschicken und Abholen von Paketen bauen möchte. Im Jahr 2030 soll Myflexbox 25.000 Paketautomaten in Deutschland haben und damit circa siebenmal mehr als aktuell. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Verkäufer sind die britischen Investoren von Star Capital.

Myflexbox betreibt derzeit rund 2.000 Automaten in Deutschland und 1.000 in Österreich. Die Firma hat circa 100 Beschäftigte, sie ist der größte anbieterunabhängige Automatenbetreiber. An ihren Standorten sind Sendungen von GLS, DPD, UPS, Fedex und Amazon verfügbar. Myflexbox war einst Tochterunternehmen der Salzburger Stadtwerke, vor einigen Jahren wurde sie an Star Capital verkauft.

Der jetzige Kauf erfolgt über die Post-Tochter AZL GmbH, die derzeit rund 1.700 Automaten unter der Marke Deinfach in Deutschland betreibt. Bei Deinfach können Pakete von DHL und UPS abgeholt werden; andere größere Paketdienstleister wurden bislang nicht unterstützt. Deinfach und Myflexbox sollen miteinander verschmolzen werden. Die Deinfach-Automaten werden schrittweise umetikettiert zu Myflexbox. Die anbieteroffene Abgabe soll erhalten bleiben.

Paketfirmen möchten Zeit sparen

Im Internetzeitalter wächst die Paketmenge, da Käufer mehr und mehr Waren online bestellen. Die Zustellung an den Haustüren ist dabei besonders zeitintensiv für die Paketdienstleister. Daher setzen sie stärker auf Automaten – dort können sie in einem Schwung Pakete ablegen oder mitnehmen und Zeit sparen.

Bei Paketautomaten ist DHL seiner Konkurrenz weit voraus: Unter der Marke DHL betreibt der Logistiker rund 16.000 Packstationen für Pakete und 1.400 Poststationen, in denen Pakete und Briefe abgegeben werden können. Diese Standorte sind nicht anbieteroffen, nur DHL-Sendungen werden dort akzeptiert.

Das Netzwerk aus reinen DHL-Automaten soll ebenfalls ausgebaut werden. 2030 sollen es circa 25.000 sein und damit einige Tausend mehr als derzeit. Inklusive Myflexbox sollen es Ende 2030 rund 50.000 Automaten der Deutschen Post sein. Das Ausbauziel wurde damit deutlich angehoben: Vor dem Myflexbox-Zukauf wurden nur mehr als 30.000 Automaten angepeilt.

Auch GLS und DPD wollen Angebot vergrößern

Die Wettbewerber GLS und DPD wollen ihr Angebot ebenfalls ausbauen: Die beiden Firmen gaben im März bekannt, bis Ende 2027 in Deutschland gemeinsam bis zu 6.000 Automaten anbieten zu wollen. Hermes ist auf dem Automatenfeld wenig tätig, nur im Großraum Hamburg betreibt die Firma rund 30 davon.

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