Pagewide- gegen LED-Drucker: HP bringt feststehenden Druckkopf ins Großformat

Mit acht Pagewide-Druckköpfen nebeneinander plant HP nun, den Markt für LED-Drucker anzugreifen und gleichzeitig Anwender dazu zu bringen, auf ein Gerät zu verzichten. Die Technik arbeitet mit Tausenden von Tintenstrahldüsen. So können ohne Kopfbewegungen große Seiten in hoher Geschwindigkeit bedruckt werden.

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HPs noch namenloser Pagewide-Drucker "Niagara" für Großformatdrucke
HPs noch namenloser Pagewide-Drucker "Niagara" für Großformatdrucke (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Nach eigenen Angaben will HP den bisher von Monochrom-LED-Druckern dominierten Markt von Großformatdruckern mit seiner Pagewide-Technik angreifen. Mit seiner Farbfähigkeit des noch namenlosen Designjets (Codename Niagara) kann zudem der langsame Farbtintenstrahldrucker mit beweglichem Druckkopf eingespart werden. Zwar kann die Ausdruckqualität nicht mit der der hauseigenen Konkurrenz mithalten, allerdings soll die hohe Geschwindigkeit dies wieder wettmachen.

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Auf der HP Discover konnten wir uns die ersten Ausdrucke schon anschauen. Fotoqualität erreicht die Pagewide-Technik erwartungsgemäß nicht. Für das Ausdrucken von Karten oder farbigem Text ist sie aber gut genug. Zudem kommen die Seiten recht schnell aus dem Drucker, wie in dem Video zu sehen ist.

  • HPs Prototyp eines Großformat-Pagewide-Druckers (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Tintenkartuschen sind leicht zugänglich. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier wird das Papier ausgeworfen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Bedienung per Touchscreen (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Acht Druckmodule stecken in dem noch namenlosen Drucker. Im Schadensfall können diese ausgetauscht werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
HPs Prototyp eines Großformat-Pagewide-Druckers (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Wenn der Drucker fertig entwickelt sein wird, will HP Schwarz-Weiß-LED-Drucker auch bei der Geschwindigkeit schlagen - und zwar beim Farbdruck. Zudem soll die Leistungsaufnahme und Geräuschentwicklung geringer sein als bei LED-Druckern. Beim Demodruck wirkte die Geräuschentwicklung akzeptabel. Allerdings fehlte ein LED-Vergleichsgerät.

Erst im Laufe des zweiten Halbjahres 2015 soll der Drucker auf den Markt kommen. Dann wird HP auch genaue Daten veröffentlichen. Er arbeitet mit Druckköpfen, die den Köpfen der Officejet-Pro-X-Serie ähneln. Nur dass der Drucker acht Stück davon einsetzt, die im Schadensfall leicht ausgetauscht werden können. Bei der Pro-X-Serie ist das nicht der Fall. Insgesamt 200.000 Düsen kommen so zum Einsatz.

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HP versucht seit 2013, die Drucktechnik mit feststehenden Druckköpfen langsam im Markt zu etablieren und hat dieses Jahr auch einen Drucker für größere Unternehmen mit mehr Druckdurchsatz auf den Markt gebracht. Auch Brother versucht dies, beschränkt sich aber auf Schwarz-Weiß-Druck mit sehr hohen Geschwindigkeiten. Beide Druckerfamilien sind in der Regel deutlich schneller als Laserdrucker derselben Preisklasse. Entwickelt wurde die Technik von Brother und Kyocera. Wie die Technik funktioniert, haben wir in unserem Artikel Feststehender Druckkopf gegen feste Köpfe näher betrachtet.

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