Abo
  • Services:

Pagewide-Drucktechnik: Feststehender Druckkopf gegen feste Köpfe

Es muss nicht immer ein Laserdrucker sein. Tintenstrahler mit unbeweglichem Druckkopf und Tausenden Düsen versprechen niedrige Druckkosten und wenig Wartung. Doch selbst der mächtige Druckerkonzern HP setzt die Technik zögerlich ein. Wir haben mit dem Hersteller über Akzeptanzprobleme und konservative Nutzer gesprochen.

Artikel veröffentlicht am ,
HPs Officejet Pro X.
HPs Officejet Pro X. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

HP verkauft in Deutschland schon länger Bürodrucker, die mit einem feststehenden Druckkopf arbeiten. Sie sind sehr schnell, arbeiten dokumentenecht und sehen aus wie klassische Laserdrucker. Doch im Inneren arbeitet Tintenstrahltechnik mit kleinen Tanks, hoher Druckreichweite und ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit. Es muss also nicht immer ein Laserdrucker für das Büro sein, könnte man meinen. Besonders neu ist die Technik zudem nicht. Brother und Kyocera arbeiten schon seit Jahren an unbeweglichen Druckköpfen mit Tintenstrahltechnik, doch erst jetzt beginnt sich die Technik sehr langsam zu verbreiten.

Inhalt:
  1. Pagewide-Drucktechnik: Feststehender Druckkopf gegen feste Köpfe
  2. Profidrucker ohne Trommeltausch und ohne bewegliche Druckköpfe
  3. Viele Vorteile werden erst bei Vieldruckern relevant

Im Gespräch mit Golem.de gab HP zu, dass die Technik, die HP Pagewide-Druck nennt, dem Kunden nur schwer zu vermitteln ist. In vielen Jahren hat sich in den Köpfen der Kunden die Lasertechnik als Bürodruckertechnik eingebrannt und Tintenstrahler stehen im Ruf, dass die Düsen irgendwann verstopfen. Das stellt selbst Hersteller wie HP, die für ihre Drucker bekannt sind, vor schwer zu überwindende Schwierigkeiten. Als Geschäftskundendrucker steht diese Art von Technik nicht zur Demonstration in Elektronikmärkten, und der Einkäufer einer Firma, der einen Drucker benötigt, schaut im Onlineshop erst einmal nach Laserdruckern, weil er früher schon so handelte.

Es gibt keine Beratung im Einkaufsprozess. Kunden werden laut HP am besten durch eine Demonstration der Technik überzeugt, doch diese Gelegenheiten gibt es selten. Anders gelingt es HP aber anscheinend nicht, die Kunden zu überzeugen. Dabei sind die Kritiken bisher gut. Kollegen anderer Redaktionen, die den Typ schon testweise einsetzen, sind bisher zufrieden und Druckerchannel.de zeigt sich ebenfalls überzeugt von der neuen Drucktechnik und den Kosten. An der reinen Technik liegt die zögerliche Markteinführung nicht.

Nachteile der Drucktechnik

Was HP nicht erwähnt, ist der Umstand, wie wenig Erfahrung es mit feststehenden Druckköpfen gibt. Den jahrelangen Betrieb in Unternehmen kann noch keiner nachweisen. So mancher Laserdrucker bleibt ein halbes Jahrzehnt und länger im Betrieb und auf diesen Erfahrungen kann eine Firma aufbauen. Zudem sind nur wenige Hersteller mit der Technik auf dem Markt: Dazu gehören HP, Brother und der nicht gerade durch Modellvielfalt auffallende Hersteller Lomond.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Abstatt
  2. Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart

Auch der Preis schreckt für ein Experiment ab. Unter 300 Euro ist die Technik offiziell nicht zu bekommen, wenngleich die Straßenpreise zeitweise darunter liegen. Der billige 100-Euro-Laserdrucker, der über Verbrauchsmaterialien finanziert wird, erscheint da auf den ersten Blick günstiger als ein Tintenstrahler - und ist es bei sehr geringem Druckvolumen auch.

Laut HP stören sich zudem einige Kunden an dem matten Druck, der aus dem Drucker kommt, und ziehen die leicht glänzende Optik von Laserdruckern vor. Dazu kommt eine sehr konservative Haltung der Anwender und Einkäufer. Die Druckersparte ist allerdings nicht gerade dafür bekannt, grundlegend Neues zu präsentieren, und alte Technik hält sehr lange. Schließlich haben selbst Nadeldrucker noch ihre Daseinsberechtigung.

Profidrucker ohne Trommeltausch und ohne bewegliche Druckköpfe 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. bei Alternate bestellen

eXXogene 10. Mär 2016

Ich hatte einen Canon der für die Reinigung des Druckkopfes mehr Tinte verbraucht hat als...

himitsu 11. Jun 2014

Diese kleinen Kassenzettel sind ja auch auf Thermopappier und da ist manchmal nach...

germanix 08. Okt 2013

Im Homebereich sehe ich diese Drucktechnik nicht so bald, da es deutlich teurer wird weil...

Ach 08. Okt 2013

Was dann schon mal in zwei linearen Bewegungen des Druckkopfes mündet, die zudem...

Wiggy 08. Okt 2013

Hi, danke für den Tipp. Der sieht preislich richtig vernünftig aus, und die Tonerpreise...


Folgen Sie uns
       


Monster Hunter World vs Generations Ultimate Gameplay

Gameplay von den Spielen Monster Hunter World und Monster Hunter Generations Ultimate, das im Splittscreen verglichen wird.

Monster Hunter World vs Generations Ultimate Gameplay Video aufrufen
Gigabit: 5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei
Gigabit
5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei

Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Ein IMHO von Achim Sawall

  1. Bundesnetzagentur Regierung will gemeinsames 5G-Netz auf dem Land durchsetzen
  2. Mobilfunk Telekom will 5G-Infrastruktur mit anderen gemeinsam nutzen
  3. Fixed Wireless Access Nokia bringt mehrere 100 MBit/s mit LTE ins Festnetz

Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
Probefahrt mit Tesla Model 3
Wie auf Schienen übers Golden Gate

Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
  2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
  3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  2. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt
  3. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen

    •  /