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Padfone Mini 4.3 im Test: Kompakt, günstig, gut

Mit dem Padfone Mini 4.3 bringt Asus erstmals ein Padfone mit einer 7 Zoll großen Tabletstation auf den Markt. Das kleine Gerät überzeugt durch flüssige Bedienung und gute Verarbeitung – und ist deutlich günstiger als vorhergehende Modelle.
/ Tobias Költzsch
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Das neue Padfone Mini 4.3 von Asus (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das neue Padfone Mini 4.3 von Asus Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Asus hat seine neue Padfone-Mini-Serie erstmals auf der Messe CES 2014 dem Publikum gezeigt. Damit bringt der taiwanische Hersteller sein Smartphone-Tablet-Konzept erstmals auch im kleinen Maßstab: Die Mini-Serie gibt es wahlweise mit 4 oder 4,3 Zoll großem Smartphone und 7 Zoll großem Tablet.

Asus Padfone Mini 4.3 – Test
Asus Padfone Mini 4.3 – Test (02:35)

Das in Deutschland erscheinende Padfone Mini 4.3 ist die leistungsfähigere und technisch besser ausgestattete der beiden Varianten. Mit einem Quad-Core-Prozessor von Qualcomm bringt es genügend Leistungsreserven für alltägliche Aufgaben, ist insgesamt aber nur mit durchschnittlicher Hardware ausgestattet. Die Zusatz-Apps von Asus bringen zusätzlichen Nutzen.

Das IPS-Display des Padfone-Smartphones ist 4,3 Zoll groß und hat eine Auflösung von 960 x 540 Pixeln. Dies ergibt eine Pixeldichte von 256 ppi. Dementsprechend werden Bildschirminhalte nicht übermäßig scharf dargestellt, ein Treppeneffekt bei kleiner Schrift ist mit bloßem Auge sichtbar. Das Display ist durch kratzfestes Glas geschützt.

Blickwinkelstabiles Display mit umfangreichen Farbeinstellungen

Der Bildschirm ist blickwinkelstabil, verliert also kaum an Helligkeit, wenn der Nutzer von der Seite draufschaut. Auch die Farben invertieren nicht. Farben stellt das Smartphone recht kräftig dar, jedoch ohne unnatürlich zu wirken. Mit der vorinstallierten App Splendid kann der Nutzer die Farbwiedergabe umfangreich konfigurieren: Mit Reglern für Farbtemperatur, Sättigung und eine Farbverschiebung ist es möglich, die Displaydarstellung sehr spezifisch einzustellen. Zusätzlich gibt es einen Lebhaft-Modus, der den Kontrast anhebt.

Auch der Bildschirm des Tablet-Docks ist blickwinkelstabil, er hat bei einer Größe von 7 Zoll eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Dies ergibt eine Pixeldichte von 215 ppi, dementsprechend fehlt es auch hier etwas an Schärfe. Anders als das Smartphone-Display gibt es beim Tablet-Dock kein kratzfestes Glas. Die Farbwiedergabe ist ähnlich wie beim Bildschirm des Smartphones.

Bei der Helligkeit unterscheiden sich die beiden Bildschirme aber merklich. Das Smartphone-Display ist mit durchschnittlich 324,4 cd/qm ausreichend hell, dank des spiegelnden Displayglases aber in direktem Sonnenlicht nur noch schwer ablesbar.

Dunkler und ungleichmäßig ausgeleuchteter Tablet-Bildschirm

Das Tablet hat mit knapp 200 cd/qm durchschnittlicher Helligkeit deutlich zu wenig Leuchtkraft, um auch im normalen Tageslicht bequem abgelesen zu werden. Bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt auch der Tablet-Bildschirm stark, hier können wir kaum noch etwas von den Bildschirminhalten erkennen. Dafür lässt es sich mit durchschnittlich 14,3 cd/qm äußerst dunkel einstellen, was die Bedienung in schwach beleuchteten Umgebungen angenehmer macht. Das Display des Tablet-Docks ist jedoch unregelmäßig ausgeleuchtet: Hochkant betrachtet ist der untere Rand bei voller Helligkeit bis zu 50 cd/qm dunkler als der obere Rand. Während das Smartphone-Display eine automatische Helligkeitsregelung erlaubt, fehlt diese Option, sobald es im Tablet-Dock steckt.

Gewohnt gut verarbeiteter Einschub

Wie bei den bisherigen Padfones kann das Smartphone beim Padfone Mini 4.3 in die Tabletstation gesteckt werden. Auf diese Weise verwendet der Nutzer ein und dasselbe Gerät sowohl als Smartphone als auch als Tablet – mit den gleichen gespeicherten Daten und Einstellungen.

Der Einsteckmechanismus des Tabletdocks gleicht dem des vorigen Padfone-Modells: Das Smartphone wird einfach eingesteckt und verbindet sich sofort automatisch mit dem Tablet. Dank Gummilamellen sitzt das Smartphone fest und wackelfrei im Tablet und kann nicht von alleine herausfallen. Asus warnt explizit vor der Nutzung einer Schutzfolie für das Smartphone-Display, da diese Probleme beim Einschieben verursachen könnte.

Getrennte Launcher für Smartphone und Tablet

Auch das Padfone Mini 4.3 hat zwei getrennte Benutzeroberflächen: eine für das Smartphone und eine für die Tabletnutzung. Das ist sinnvoll, da die meisten Nutzer ein Tablet anders als ein Smartphone verwenden und dementsprechend den Startbildschirm anders mit Widgets und App-Verknüpfungen bestücken. Außerdem bietet der Tablet-Launcher neben einem Querformatmodus sechs statt nur vier frei wählbare App-Verknüpfungen in der feststehenden App-Leiste. Zudem kann der Nutzer über die Navigationsleiste kleine Apps aufrufen, die als verschiebbare Fenster auf dem Display angezeigt werden. Dass diese nur bei der Tabletnutzung zur Verfügung stehen, ist sinnvoll, da sie auf dem kleinen Display des Smartphones kaum zu benutzen wären.

Anders als bei den Mini-Apps von Sony können beim Padfone Mini 4.3 auch beliebige Widgets in den kleinen Fenstern dargestellt werden. Das ist praktisch, da so jede App, die über ein Widget verfügt, im Miniaturformat genutzt werden kann.

Nach dem Einstecken des Smartphones dauert es je nach ausgeführter App zwischen Sekundenbruchteilen und ein, zwei Sekunden, bis der Smartphone-Inhalt auf dem Tablet erscheint. Dabei haben wir manchmal Grafikfehler beobachtet: Nachdem das Bild auf dem Tabletdisplay erschienen ist, gab es am Rand Bildstörungen. Die meisten auf dem Smartphone gestarteten Apps können nahtlos auf dem Tablet weiterverwendet werden, der Nutzer kann diese Funktion in einem speziellen Menü aber auch für jede App einzeln ausschalten.

Gut verarbeitete Gehäuse

Sowohl das Gehäuse des Smartphones als auch das des Tabletdocks ist gut verarbeitet und aus einem leicht gummiartigen Kunststoff, der gut in der Hand liegt. Der Rückdeckel des Padfone-Smartphones ist abnehmbar, darunter befinden sich neben dem Akku Einschübe für die SIM-Karte und eine Micro-SD-Karte. Der Deckel sitzt fest auf dem Gehäuse und knarzt daher kaum – geht dafür aber etwas schwer ab.

Am unteren Rand des Smartphones befindet sich eine große Schnittstelle für die Verbindung mit dem Tabletdock. Für den Ladevorgang oder Datenaustausch dient diese nicht, dafür hat das Smartphone noch einen separaten Micro-USB-Anschluss.

Das Tablet hat anders als das Smartphone einen Einschalter und eine Lautstärkewippe mit kaum spürbarem Druckpunkt. Zudem sitzen die Tasten recht tief im Gehäuse, weshalb sie schwerer als beim Smartphone zu ertasten sind. Für die Navigation im Android-System hat das Smartphone drei Hardwaretasten unterhalb des Displays, das Tablet nutzt Softwaretasten in der gleichen Anordnung.

Smartphone-Tablet-Kombination liegt gut in der Hand

Das Padfone-Smartphone misst 129,2 x 65,5 x 8,9 mm und wiegt 109 Gramm. Das Tabletdock ist 180 x 119 x 17,6 mm groß und wiegt leer 302 Gramm, mit eingestecktem Smartphone sind es 411 Gramm. Damit ist das Padfone Mini 4.3 zwar schwerer als die meisten anderen 7-Zoll-Tablets, unter Berücksichtigung der Konstruktionsweise dürfte die Kombination aber immer noch als leicht gelten: Auch beim längeren Halten der Smartphone-Tablet-Kombination ermüdet der Nutzer nicht.

Der einzelne Lautsprecher auf der Rückseite des Tabletdocks hat einen vollen Klang, angenehme Höhen und dezente Bässe. Insgesamt klingt er rund, selbst wenn das Tablet auf einen Tisch gelegt wird.

Der Lautsprecher des Smartphones hingegen ist deutlich zu mittenlastig und klingt daher ziemlich dumpf. Die Bässe sind kaum wahrnehmbar, die maximale Lautstärke ist niedrig. Besonders drastisch fällt der Qualitätsunterschied der beiden Lautsprecher auf, wenn das Smartphone bei laufender Musik in das Tabletdock gesteckt wird.

Durchschnittliche Hardware

Im Inneren des Padfone Mini 4.3 arbeitet ein Snapdragon 400 von Qualcomm, dessen vier Kerne auf 1,4 GHz getaktet sind. Der Arbeitsspeicher ist 1 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher 16 GByte. Davon stehen dem Nutzer knapp 11 GByte zur Verfügung, beide Speicherbereiche werden als ein Speicherbereich verwaltet. In das Smartphone ist ein Steckplatz für Micro-SD-Karten eingebaut, App2SD unterstützt Asus aber generell nicht, so dass sich keine Apps auf die Speicherkarte verschieben lassen.

Das Padfone unterstützt Quad-Band-GSM und UMTS auf den Frequenzen 850, 900, 1.900 und 2.100 MHz. LTE beherrscht das Gerät nicht. WLAN wird nach 802.11b/g/n nur auf der Frequenz 2,4 GHz unterstützt. Bluetooth läuft in der Version 4.0, ein GPS-Empfänger mit Glonass-Unterstützung ist eingebaut. Einen NFC-Chip hat weder das Smartphone noch das Tablet-Dock.

8-Megapixel-Kamera mit Sony-Sensor

Die Kamera auf der Rückseite des Smartphones hat 8 Megapixel und einen BSI-Sensor von Sony. Zusammen mit einer "Pixelmaster" genannten Technik sollen auch ohne Blitz bei dunkler Umgebung bessere Bilder als mit anderen Smartphones entstehen. Asus' Pixelmaster-Kamera soll dafür je nach Lichtsituation die Größe der Pixel anpassen. Die Kamera auf der Vorderseite hat 2 Megapixel und eignet sich für Videotelefonie.

Bereits im normalen Kameramodus sind Bilder bei Dunkelheit durchaus in den dunklen Bereichen heller als bei anderen Smartphones, dies geht aber dank eines starken Rauschens sehr zulasten der Bildqualität und führt zu heftigen Überstrahlungen bei Lichtquellen und anderen hellen Bereichen. Asus' Kamera-App hat eine eingebaute Optimierung, die zumindest das Rauschen etwas ausbügeln kann; diese arbeitet aber wenig unauffällig und verwandelt die Bilder stellenweise in Aquarelle.

Spezieller Aufnahmemodus für dunkle Motive

Für Aufnahmen in dunklen Umgebungen gibt es einen separaten Aufnahmemodus namens "Hohe Helligkeit". Dieser macht Bilder mit maximal 2 Megapixeln und schafft es, aus sehr dunklen Motiven noch etwas Sichtbares herauszuholen. Dafür wird das aufgenommene Bild allerdings sichtbar glattgebügelt und weist keine gute Bildqualität mehr auf.

Bei Tageslicht macht die Kamera des Padfone Mini 4.3 scharfe, kontrastreiche Fotos, die allerdings ein stärkeres Grundrauschen als andere Smartphone-Kameras haben. Die Belichtung stimmt meistens, auch der Weißabgleich liegt fast immer richtig. Ähnlich wie in dunklen Situationen mit hellen Bereichen zeigen sich aber auch bei den Tageslichtaufnahmen stellenweise überstrahlte Bildteile. Hier kann der HDR-Modus der Kamera-App Abhilfe schaffen.

Schneller Serienbildmodus

Asus' Kamera-App bietet neben dem HDR- und dem "Hohe-Helligkeit"-Modus einige weitere Extrafunktionen. So gibt es unter anderem noch einen Verschönerungs- und einen Panoramamodus sowie eine Serie aus fünf Bildern, aus denen der Nutzer das schönste aussuchen kann. Auf den HDR-Modus und den "Hohe-Helligkeit"-Modus wird der Nutzer bei entsprechenden Belichtungssituationen hingewiesen.

Mit dem Padfone Mini 4.3 können in einem speziellen Burst-Modus bis zu 20 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden, maximal 100 hintereinander. Hier beträgt die maximal mögliche Bildauflösung 2 Megapixel.

Android mit zusätzlichen Apps

Das Padfone Mini 4.3 wird mit Android in der Version 4.3 ausgeliefert, worüber Asus seine eigene Benutzeroberfläche installiert. Asus will ein Update auf Android 4.4 alias Kitkat für das Gerät anbieten, einen Termin gibt es dafür noch nicht. Die Asus-Bedienoberfläche bietet einige zusätzliche Apps und Einstellungsmöglichkeiten, verdeckt das ursprüngliche System aber nicht so stark wie HTCs Sense oder Samsungs Touchwiz.

Asus installiert fast ausschließlich eigene Apps vor, an Fremdhersteller-Apps finden wir nur Zinio und Amazons Kindle-App vor. Alle vorinstallierten Programme können deinstalliert werden. Das ist vorbildlich, bei vielen anderen Herstellern geht das nicht.

Zu den Asus-Apps gehören unter anderem ein Energiesparmanager, das Display-Konfigurations-Tool sowie die Apps Story und App Lock. Mit Story können Nutzer Bilder einfach zu einem virtuellen Fotoalbum zusammenfassen. App Lock ermöglicht es, jede beliebige App mit einem Passwort zu schützen. Das ist sowohl bei Apps mit sicherheitsrelevanten Daten nützlich als auch als Kindersicherung. Die auf der Unterhaltungselektronikmesse CES 2014 gezeigte neue App What's Next ist leider noch nicht auf dem Padfone Mini 4.3 installiert.

Lesemodus und praktische Benachrichtigunsleiste

Interessant ist auch die Lesemodus-Funktion: Hier wechselt die Farbtemperatur des Displays in einen deutlich wärmeren Bereich, der beim Lesen angenehmer für die Augen ist. Der Nutzer kann den Lesemodus dauerhaft aktiviert lassen, er wird nur bei vom Nutzer selbst bestimmten Apps aktiviert. Hier bieten sich E-Book-Reader, RSS-Reader oder die Notiz-App an, theoretisch kann der Lesemodus aber für jede App verwendet werden.

Die Standard-Benachrichtigungsleiste von Android hat Asus gegen eine eigene ausgetauscht, die Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen auf einen Blick bietet. So kann der Nutzer hier Funktionen wie WLAN, Bluetooth und den Energiesparmodus einschalten. Zudem stehen Verknüpfungen zu den WLAN-Einstellungen, dem Audio-Wizard und den Miracast-Einstellungen zur Verfügung. Anders als andere Hersteller ermöglicht es Asus dem Nutzer, zwischen der Asus-Benachrichtigungszeile und der Standardversion von Android zu wählen – wir fanden die Asus-Variante allerdings sehr praktisch. Die auf dem MWC 2014 gezeigte Zweiteilung zwischen Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen ist hier noch nicht vorhanden.

Die App-Übersicht sieht auf den ersten Blick aus wie die Standardübersicht von Android. Allerdings hat Asus eine praktische Sortierung ergänzt: Der Nutzer kann die installierten Apps nach heruntergeladenen und häufig verwendeten Programmen ordnen.

In den Android-Einstellungen gibt es ein eigenes Menü, um bestimmte Padfone-Funktionen zu verwalten. Hier kann der Nutzer unter anderem einstellen, ob Apps nach dem Einstecken des Smartphones in die Tabletstation geöffnet bleiben sollen und wie das Gerät im Tabletmodus mit eingehenden Anrufen umgehen soll. Zusätzlich gibt es eine Energieverwaltung, die bestimmt, mit welcher Priorität der im Tabletdock eingebaute Akku genutzt werden soll: entweder nur um das Smartphone zu laden, oder um den Akku des Smartphones bei der Benutzung des Tablets zu schonen, oder eine ausgewogene Mischung aus beidem.

Gute Tastatur – auf Englisch

Asus baut in seine Bildschirmtastatur einige praktische Funktionen ein, weshalb es sogar ein kleines Tutorial dafür gibt. Großbuchstaben werden durch Wischen nach oben über die betreffende Buchstabentaste eingegeben, Sonderzeichen durch Wischen nach unten. Leider gilt dies wie bei Huawei nur bei der englischsprachigen Tastatur: Stellen wir die Eingabesprache auf Deutsch um, verschwinden bis auf die separate Zahlenleiste oberhalb der Tastatur nahezu alle Vorzüge: Großbuchstaben können jetzt nur noch per langem Klick eingegeben werden, auch die Sonderzeichen sind weg. Lediglich im Smartphone-Modus sind die Zahlen noch mit einigen Sonderzeichen belegt, die per Wisch eingefügt werden können – im Tabletmodus fehlen diese auch.

Asus schafft es beim Padfone Mini 4.3, das ursprüngliche Android-System mit praktischen Apps zu erweitern, ohne die Benutzeroberfläche allzu sehr zu verändern. Andere Hersteller wie Lenovo oder Huawei verpassen ihren Geräten hier schon einmal gerne einen "Bonbon"-Look, bei Asus wirken die neu gestalteten Icons nicht zu aufdringlich. Auch die generelle Struktur hat der Hersteller nahezu im Originalzustand belassen – bis auf die praktische Benachrichtigungsleiste, die der Nutzer allerdings auch in der Standardversion von Android verwenden kann.

Anständige Akkulaufzeiten

Der Akku des Smartphones hat eine Nennladung von 1.500 mAh und eine Kapazität von 5,7 Wh, der Akku der Tabletstation hat 2.200 mAh. Einen 1.080p-codierten Film können wir vier Stunden lang auf dem Smartphone schauen, bis der Akku leer ist – ein durchschnittlicher Wert. In der Tabletstation können wir den gleichen Film im intelligenten Akkumodus 5 Stunden lang anschauen, bis der Akku des Tablets leer und der des Smartphones bei 60 Prozent ist – hier kann der Film danach also noch weiter geschaut werden.

Mit einem Energiesparmanager kann der Nutzer die Laufzeit des Tablets verlängern, indem Funktionen abgeschaltet werden. Leider hat Asus keine genaue Übersicht über die einzelnen Ladestände des Smartphone- und Tablet-Akkus integriert – lediglich in der Benachrichtigungszeile finden sich zwei kleine Icons. In den Widgets findet sich eines, das auf dem Startbildschirm den Ladestand beider Akkus anzeigt. Mit der App Multi Battery Status(öffnet im neuen Fenster) gibt es auf der linken Seite der Benachrichtigungszeile eine Prozentanzeige für beide Akkus.

Anständige Leistung, durchschnittliche Benchmark-Ergebnisse

Das Padfone Mini 4.3 läuft flüssig in den Menüs, Apps starten ohne große Verzögerung. Auch bei mehreren geöffneten Programmen kommt das Gerät nicht so schnell ins Stocken, bei grafisch intensiven Spielen kommt der Snapdragon 400 allerdings an seine Grenzen. So kommt es bei Riptide GP 2 zwar nicht zu großen Rucklern, aber ganz so flüssig wie bei Geräten mit modernerem SoC läuft das Spiel auf dem Padfone Mini 4.3 nicht. Einen 1.080p-codierten Film kann das Gerät nicht ohne grobe Ruckler abspielen – genießen können wir den Film nicht.

Generell eignet sich das Padfone Mini 4.3 eher für alltägliche Aufgaben als für den Multimediabereich. In den Benchmarktests schneidet das Gerät der Hardware entsprechend durchschnittlich ab: Im Geräte-Benchmark Geekbench 3 erreicht das Padfone Mini 4.3 im Single-Modus 401 Punkte, knapp 100 Zähler weniger als das Nexus 4. Im Multi-Modus kommt das Padfone auf 1.378 Punkte, fast 300 Punkte weniger als das Nexus 4.

Im Grafiktest 3D Mark schafft das Padfone im Icestorm-Test 5.806 Punkte. Im anspruchsvolleren Icestorm Extreme kommt das Asus-Gerät auf 2.879 Zähler, halb so viel wie beim Oppo N1 in der Cyanogenmod-Edition. Im Icestorm Unlimited schafft das Gerät 4.738 Punkte, ebenfalls halb so viel wie das Oppo N1.

Verfügbarkeit und Fazit

Vorerst gibt es das Padfone Mini 4.3 in Deutschland ausschließlich bei 1&1, das uns das Gerät freundlicherweise für einen Test zur Verfügung gestellt hat. Bei 1&1 kann die Smartphone-Tablet-Kombination nur mit einem über zwei Jahre laufenden Mobilfunkvertrag erworben werden. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei unterschiedlich dimensionierten Flatrate-Tarifen.

Den günstigsten Tarif namens Basic gibt es für monatlich 30 Euro mit einer Telefonflatrate und einer Datenflatrate mit einer Drosselungsgrenze von 500 MByte. Für 40 Euro im Monat gibt es im Tarif Plus neben der Telefonflatrate noch eine SMS-Flatrate und die Datenflatrate wird erst ab einem monatlichen Volumen von 1 GByte gedrosselt. Zudem wird die maximale Geschwindigkeit von 7,2 MBit/s auf 14,4 MBit/s erhöht. Der teuerste Tarif namens Pro kostet 50 Euro monatlich und basiert auf dem Plus-Tarif. Im Unterschied zu diesem gibt es ein ungedrosseltes Datenvolumen von 2 GByte und jeden Monat eine Auslands-Daten-Flatrate von 100 MByte.

Wer das Padfone Mini 4.3 sofort haben möchte, muss also dazu einen Flatrate-Tarif von 1&1 buchen. Der Listenpreis des Padfone Mini 4.3 wird auch von Asus mit 380 Euro(öffnet im neuen Fenster) angegeben. Damit ist die Miniausführung deutlich günstiger als die bisherigen 10-Zoll-Modelle der Padfone-Reihe. Derzeit hat kein deutscher Händler das Padfone Mini 4.3 im Sortiment. Nach Aussage von Asus soll es die Smartphone-Tablet-Kombination in einigen Wochen auch im regulären deutschen Handel geben.

Fazit

Mit dem Padfone Mini 4.3 wendet Asus sein Konzept von kombiniertem Smartphone und Tablet erfolgreich auf ein kleines Format an. Das neue Padfone ist gut verarbeitet und angesichts des Einsteckmechanismus sogar verhältnismäßig leicht. Die Hardwareausstattung ist zwar nicht mehr als durchschnittlich, reicht aber für die meisten alltäglichen Anwendungen und auch für grafisch anspruchsvollere Spiele aus – die dann aber nicht ganz flüssig laufen.

Gut gefallen uns die Zusatzfunktionen, mit denen Asus die Android-Version ergänzt. Die Statuszeile bietet Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen auf einen Blick, die Möglichkeiten zur Bildschirmkalibrierung sind umfangreich. Auch das verhältnismäßig schnelle und zuverlässige Umschalten nach dem Einschub des Smartphones in die Tabletstation gefallen uns gut, weniger die ab und an auftretenden Grafikfehler.

Die Bildqualität der Kamera hat uns angesichts von Asus' Ankündigungen etwas enttäuscht. Zwar ist es möglich, mit dem neuen Padfone in dunklen Umgebungen hellere Bilder zu machen als mit anderen Smartphones, diese sehen qualitativ allerdings nicht sonderlich ansprechend aus. Gut finden wir aber die übersichtliche Kamera-App mit an die Lichtsituation angepassten Aufnahmemodusvorschlägen.

Das neue Padfone eignet sich dank seines 7-Zoll-Displays endlich auch wirklich für unterwegs. Die 10-Zoll-Modelle empfinden wir aufgrund des Einschubs unterwegs als etwas zu unhandlich – das Padfone Mini 4.3 stellt hier einen guten Kompromiss aus Größe und Handlichkeit dar. Ärgerlich ist, dass das Tabletdisplay etwas zu dunkel geraten ist. Den angesetzten Preis von 380 Euro halten wir dennoch für angemessen, wenn nicht sogar günstig.


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