Packages Apps: Chrome wird vom Browser zur App-Plattform

Stück für Stück baut Google seinen Browser Chrome zu einer Plattform für Apps um, die unabhängig vom Betriebssystem laufen, aber sich verhalten wie normale Programme. Sie benötigen keine Internetverbindung, werden mit einem Klick auf ein eigenes Icon gestartet und laufen in einem eigenen Fenster unter Windows, Linux oder Mac OS X.
Erstmals vorgestellt wurden diese sogenannten Packaged Apps im Juli 2012 . Sie wurden bisher zwar schon über den Chrome Web Store per Direktlink angeboten, konnten von Nutzern dort aber nicht über die Suche gefunden werden. Das ändert sich jetzt(öffnet im neuen Fenster) , denn ab sofort tauchen die Chrome Packaged Apps auch in der Suche des Chrome Web Store auf, sofern ein Nutzer die Dev-Channel-Version von Chrome nutzt.
Google erhöht damit weiter den Druck auf Microsoft und schafft eine App-Plattform mit sehr großer Reichweite: Denn während Chrome OS eher ein Nischenprodukt ist, ist der Browser Chrome auf vielen Computern installiert. Und jeder dieser Rechner, ganz gleich unter welchem Betriebssystem er läuft, kann die Chrome Packaged Apps ausführen.
Erstellt werden die Apps mit Webtechnik wie HTML5, CSS3 und Javascript, Chrome stellt diesen Apps aber mehr APIs und Dienste zur Verfügung, als sie Webseiten nutzen können. Das umfasst vor allem den direkten Zugriff auf Hardware wie USB oder Bluetooth.
Zudem gilt für die Packaged Apps "Offline First", denn sie sollen auch dann funktionieren, wenn keine Verbindung zum Internet besteht. Geladen werden sie von der lokalen Festplatte.