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P40 Pro im Kameratest: Die beste Smartphone-Kamera, die wohl kaum einer nutzen wird

Als "neues Fotowunder" bezeichnet Huawei sein P40 Pro - und übertreibt damit gar nicht mal so sehr. Trotzdem ist fraglich, ob das reicht.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Kameramodul des P40 Pro
Das Kameramodul des P40 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Bei seinem P40 Pro hat Huawei das Marketing wieder voll auf die Kamera und deren Qualität ausgerichtet. Der chinesische Hersteller spricht vom "neuen Fotowunder": Der neue 50-Megapixel-Sensor der Hauptkamera soll eine bessere Lichtempfindlichkeit bringen und zusammen mit einem schnellen Autofokus und einem teils optischen, teils digital optimierten Zoom sollen Nutzer immer das perfekte Bild machen.

Inhalt:
  1. P40 Pro im Kameratest: Die beste Smartphone-Kamera, die wohl kaum einer nutzen wird
  2. Huawei bleibt der Meister der Nachtaufnahmen
  3. Fazit

Huawei hatte vor zwei Jahren mit dem P20 Pro für neue Maßstäbe bei den Smartphone-Kameras gesorgt, auch das letztjährige P30 Pro bietet eine starke Dreifachkamera. In der Zwischenzeit hat die Konkurrenz nicht nur Zeit gehabt, ihre Kamerasysteme und Sensoren zu verbessern, sondern sie auch genutzt, wie die Beispiele Samsung und Xiaomi zeigen.

Wir haben daher die Kamera des P40 Pro mit der des Samsung Galaxy S20 Ultra und der des Xiaomi Mi Note 10 verglichen. Das Xiaomi-Gerät ist in unseren bisherigen Vergleichen als Sieger vom Platz gegangen - das P40 Pro hinterlässt in unserem Test aber einen starken Gesamteindruck. Ob das bei einem Preis von 1.000 Euro und fehlenden Google-Apps ausreicht, um die Kunden zu überzeugen?

Drei Objektive mit neuem Bildsensor

Das P40 Pro hat wie sein Vorgänger P30 Pro drei bildgebende Objektive, dazu kommt eine Time-of-Flight-Kamera für die Entfernungsmessung. Mit einem Weitwinkelobjektiv, einem Superweitwinkelobjektiv und einem Fünffach-Teleobjektiv ähnelt das Kameramodul dem des Galaxy S20 Ultra, dessen Teleobjektiv wie das des P40 Pro in Periskopbauweise verbaut ist. Das Mi Note 10 von Xiaomi hingegen hat ein Tele in herkömmlicher Bauweise. Die genauen technischen Daten der Kameras haben wir bereits in früheren Berichten über die jeweiligen Geräte aufgeführt, die oben verlinkt sind.

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Die Hauptkamera des P40 Pro mit ihrem Weitwinkelobjektiv verwendet Huaweis neuen Bildsensor mit 50 Megapixeln, bei dem die grüne Schicht des Farbfilters wieder gegen eine gelbe ausgetauscht wurde. In der Standardeinstellung nimmt die Kamera Bilder mit 12,5 Megapixeln auf, es werden also immer vier Pixel zu einem zusammengefügt. Das machen auch das Galaxy S20 Ultra und das Mi Note 10 mit ihren 108-Megapixel-Hauptsensoren.

Bei Tageslicht macht das P40 Pro Aufnahmen mit eher warmen Farben, die Sättigung ist normal. Das Galaxy S20 Ultra erzeugt im direkten Vergleich mitunter deutlich quietschigere Farben, die Farbwiedergabe des Huawei-Smartphones ist diesbezüglich realistischer. Im direkten Vergleich fällt auf, dass die Bilder beim P40 Pro zum Rötlichen tendieren, die des Galaxy S20 Ultra zum Bläulichen. Das Mi Note 10 hingegen gibt Farben stellenweise mit einem leichten Cyanton wieder. Für sich genommen stören diese Farbverschiebungen nicht, sie werden im direkten Vergleich aber sichtbar.

  • Eine mit dem P40 Pro gemachte Tageslichtaufnahme, bei der die Schwierigkeit darin besteht, die helle Hausfassade und die dunklen Schatten davor aufeinander abzustimmen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Wahrend das P40 Pro einen guten Kompromiss findet, hellt das Mi Note 10 die Schatten zwar gut auf, dafür sind die Lichter etwas zu hell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim Galaxy S20 Ultra hingegen sind die Schatten viel zu dunkel. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 30 Pro geht von der Belichtung her wenig überraschend in Richtung des P40 Pro, beide Geräte stammen von Huawei. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der Ausschnittsvergrößerung zeigt das P40 Pro eine gute Schärfe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im direkten Vergleich macht das Mi Note 10 allerdings ein schärferes Bild. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S20 Ultra ist ähnlich scharf wie das P40 Pro, und damit weniger scharf als das Mi Note 10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich auch eine Aufnahme des Mate 30 Pro mit Samsungs vorigem Kamerasensor. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der gleiche Bildausschnitt von einer Aufnahme mit Vollauflösung (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei Vollauflösung ist die Schärfe des Mi Note 10 konkurrenzlos - den Weißabgleich hat das Xiaomi-Smartphone hier allerdings nicht gut getroffen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch das Gallaxy S20 Ultra ist bei Vollauflösung schärfer als das P40 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Unerklärlicherweise bietet auch das Mate 30 Pro mit dem älteren Huawei-Kamerasensor eine bessere Schärfe als das P40 Pro bei Vollauflösung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei Tageslichtaufnahmen macht das P40 Pro tendenziell wärmere Aufnahmen ...
  • ... als das Mi Note 10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf diesem Bild gefallen uns die Farben beim P40 Pro besser ...
  • ... als beim Mi Note 10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei Aufnahmen mit schlechter Beleuchtung sind beim P40 Pro sowohl die Schatten besser gezeichnet als bei den Konkurrenten als auch die Lichter weniger überzeichnet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim Mi Note 10 beispielsweise sind die Lampen zu grell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim Galaxy S20 Ultra sind die Schatten ein wenig dunkler. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch beim Mate 30 Pro sind die Schatten nicht so gut gezeichnet, zudem sind die Lampen zu hell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das P40 Pro macht gute Aufnahmen bei fünffacher Vergrößerung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Aufnahme des Mi Note 10 wirkt schärfer, in der Vergrößerung wird aber sichtbar, dass der Detailgrad unter einer zu hohen Kantenschärfe leidet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch das Galaxy S20 Ultra macht gute Fünffachvergrößerungen, zeigt aber etwas weniger Details als das P40 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 30 Pro hat keine optische Fünffachvergrößerung, weshalb die Qualität nicht vergleichbar ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine Zehnfachvergrößerung, mit dem P40 Pro aufgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, mit dem Mi Note 10 aufgenommen; die Kantenschärfe ist hoch, wodurch auch hier Details verloren gehen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S20 Ultra macht bei zehnfacher Vergrößerung sehr mit dem P40 Pro ähnliche Bilder. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 30 Pro ist in den Details unschärfer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die 50-fache Vergrößerung halten wir auch beim P40 Pro nur für Dokumentationszwecke nützlich - immerhin ist die Schrift noch gut lesbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mi Note 10 macht eine unschärfere Aufnahme. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch das Galaxy S20 Ultra macht bei 50-facher Vergrößerung ein weniger scharfes Bild. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 30 Pro schafft maximal eine 30-fache Vergrößerung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im Standardmodus macht das P40 Pro wie seine Vorgänger sehr gute Nachtaufnahmen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zwar gibt es auch einen Nachtmodus, dieser bringt allerdings lediglich Vorteile bei der Schärfe - die Belichtung ist nahezu identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mi Note 10 kommt selbst mit aktiviertem Nachtmodus nicht an das P40 Pro heran. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S20 Ultra macht gute Nachtaufnahmen, dafür müssen wir aber den Nachtmodus aktivieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Nachtmodus des Mate 30 Pro aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Eine mit dem P40 Pro gemachte Tageslichtaufnahme, bei der die Schwierigkeit darin besteht, die helle Hausfassade und die dunklen Schatten davor aufeinander abzustimmen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Das P40 Pro belichtet in vielen Extremsituationen mit sehr hellen und sehr dunklen Stellen gleichzeitig im Bild ausgeglichener als das Galaxy S20 Ultra, das wie im Vergleich mit dem Mi Note 10 die Schatten stellenweise stark unterbelichtet. Das P40 Pro kommt auch mit Gegenlichtaufnahmen gut zurecht, im direkten Vergleich mit dem Mi Note 10 wird in sehr extremen Situationen der Rotstich aber deutlich sichtbar.

Das P40 Pro ist bezüglich der Belichtung bei Tageslichtaufnahmen ein Zwischending zwischen dem Samsung- und dem Xiaomi-Smartphone: Die Schatten sind zwar nicht so gut gezeichnet wie beim Mi Note 10, dafür sind die hellen Bereiche aber auch weniger überbelichtet. Uns gefällt dieser Kompromiss von allen drei Geräten am besten. Verglichen mit dem Mate 30 Pro ist die Belichtung bei Tageslichtaufnahmen recht ähnlich.

Das Mi Note 10 hat im Vergleich der Standardauflösungen, also 12,5 Megapixel beim P40 Pro und 16 Megapixel beim Xiaomi-Smartphone, Vorteile bei der Schärfe: Bei starken Ausschnittsvergrößerungen sind Details beim Mi Note 10 wesentlich deutlicher gezeichnet. Die Schärfe bei dieser reduzierten Megapixelanzahl ist beim P40 Pro mit der des Galaxy S20 Ultra vergleichbar. Auch bei voller Auflösung von 50 Megapixeln beziehungsweise 108 Megapixeln beim Mi Note 10 und Galaxy S20 Ultra kommt das P40 Pro nicht an deren Schärfe heran. Das Smartphone von Xiaomi geht hier wie beim alleinigen Vergleich mit dem Galaxy S20 Ultra als Sieger vom Platz: Ein Smartphone mit schärferen Aufnahmen ist uns momentan nicht bekannt.

Konkurrenz hat bei Huawei bei der Schärfe überholt

Bei der Schärfe kann Huawei mit dem P40 Pro also nicht gegen die beiden aktuellen Konkurrenten mithalten - und bei Vollauflösung interessanterweise auch nicht gegen das Mate 30 Pro mit Huaweis vorigem Kamerasensor. Bei Aufnahmen mit schlechterer Beleuchtung ist Huawei allerdings unschlagbar. Mehr noch: Das P40 Pro bietet verglichen mit dem Mate 30 Pro sogar noch einmal eine Verbesserung bei Aufnahmen mit wenig Licht.

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Huawei bleibt der Meister der Nachtaufnahmen 
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Achranon 08. Apr 2020

Klar, das kann auch schon helfen. Aber kann ja sein man glaubt das Bild wäre super hoch...

lock_ 07. Apr 2020

mal davon ab, dass apps wie der dbnavigator nicht die kohle haben und auch nicht im...

lock_ 06. Apr 2020

hhm... es wird zwar im artikel nicht explizit drauf eingegangen, aber selbst mit meinem...

lock_ 06. Apr 2020

komisch das i nahezu allen tests ungefähr das gegenteil behauptet wird... O_o <°)))><

eidolon 05. Apr 2020

Und das glaubst du weil Apple das sagt? ;)


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