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P2XFloater: Schiff soll vor Grönland grünen Ammoniak erzeugen

In Grönland soll der erste kommerzielle Windpark gebaut werden. Mit dem Strom soll an Bord eines umgebauten Gastankers sauberer Ammoniak gewonnen werden.
/ Werner Pluta
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So stellt sich H2Carrier den Einsatz des P2XFloaters vor. (Bild: H2Carrier)
So stellt sich H2Carrier den Einsatz des P2XFloaters vor. Bild: H2Carrier

Sauberer Ammoniak auf hoher See: Das norwegische Unternehmen H2Carrier und das grönländische Windenergieunternehmen Anori wollen einen Windpark in Grönland bauen. Der Strom soll für die Erzeugung von grünem Ammoniak genutzt werden.

Der Windpark soll nach Angaben der beiden Unternehmen(öffnet im neuen Fenster) eine Leistung von 1,5 Gigawatt liefern. Es wird der erste kommerzielle Windpark Grönlands. Wo er entstehen soll, ist noch nicht bekannt.

Mit dem Strom soll der P2XFloater(öffnet im neuen Fenster) betrieben werden. Das ist ein Gastanker, der mit Systemen ausgestattet wird, um Wasserstoff und Ammoniak in einem Küstengewässer zu produzieren. P2X steht für Power to X. So werden Technologien genannt, die mithilfe von Strom aus erneuerbaren Quellen flüssige Treibstoffe, Methangas oder Wärme erzeugen.

Der P2XFloater nutzt Technik aus der Mineralölindustrie

Der P2XFloater basiert auf einer Floating Production Storage and Offloading Unit(öffnet im neuen Fenster) (FPSO, etwa: schwimmende Produktions- und Lagereinheit). Das sind Schiffe, die zur Förderung, Lagerung, Reinigung und Verladung von auf See gefördertem Erdöl oder Erdgas eingesetzt werden. Diese Technik kombiniert H2Carrier(öffnet im neuen Fenster) mit einem Elektrolyseur sowie weiteren Systemen für die Herstellung von Ammoniak mit dem Haber-Bosch-Verfahren(öffnet im neuen Fenster) .

Ammoniak ist eine Verbindung von Wasserstoff und Stickstoff und eine sehr häufig genutzte Chemikalie, etwa in der Düngemittelherstellung. Ammoniak soll aber auch als Treibstoff für Verbrennungsmotoren genutzt werden, etwa von Flugzeugen oder Schiffen.

Es gibt auch Brennstoffzellen, die mit Ammoniak betrieben werden können. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts ShipFC wird der Plattformversorger Viking Energy mit einem solchen Brennstoffzellensystem ausgestattet .

Allerdings wird derzeit nur eine geringe Menge des weltweit benötigten Ammoniaks aus erneuerbaren Energien hergestellt .


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