P2P: Transferwise will günstige Überweisungen weltweit bieten
Das Unternehmen Transferwise will weltweit mit P2P-Überweisungen Geld verdienen. Anders als bei Banken soll es keine versteckten Gebühren oder ungünstige Wechselkurse geben.
Transferwise möchte seine Überweisungsdienste schrittweise weltweit anbieten. Das sagte Moritz Kork, neuer Europa-Chef des Unternehmens, am 21. April 2015 im Gespräch mit Golem.de. "Wir wollen einmal in jedem Land verfügbar sein", erklärte er. Wöchentlich kämen neue Länder hinzu.
Bisher sind Zahlungen in viele Entwicklungs- und Schwellenländer bei Transferwise noch nicht verfügbar. "Gegenwärtig konzentrieren wir uns noch auf Geldströme zwischen Euro und Pfund", sagte Kork.
Nach dem Peer-2-Peer-Prinzip wird das Geld nicht über eine Bank in andere Länder überweisen, sondern mit Transfervolumen verrechnet, das dort bereits im Nutzer-Pool vorhanden ist.
Auf diesem Weg können Bankgebühren und ungünstige Wechselkurse umgangen werden, an denen die Banken viel Geld verdienen. So berechnet etwa die Deutsche Kreditbank für eine Überweisung von 500 Rand, was umgerechnet 38,46 Euro entspricht, nach Südafrika einen Betrag von 66,41 Euro.
Die Gebühr für Überweisungen bei Transferwise auf "Preisniveau 1" beträgt dagegen 0,5 Prozent der überwiesenen Summe. Das Unternehmen erklärt auf seiner Webseite: "Für Überweisungen bis zur einer gewissen Höhe berechnen wir eine Pauschalgebühr: 1 Euro für Überweisungen bis zu 200 Euro."
Für die internationale Expansion hat Transferwise in diesem Jahr 58 Millionen US-Dollar erhalten. Unter den Investoren sind Andreessen Horowitz, Richard Branson und die Mitgründer von Paypal, Peter Thiel und Max Levchin.
Transferwise existiert seit 2011 und baut sein Geschäft in Deutschland aus. Das Unternehmen hat vor, in Berlin seinen ersten europäischen Standort außerhalb der Gründungsländer Estland und Großbritannien aufzubauen. In Berlin wird das Unternehmen bis Jahresende fünf bis zehn Mitarbeiter haben, weltweit sind es 300 Mitarbeiter.
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