P2P-Release-Gruppe Evo: Profitgier der Filmindustrie stärkt illegale Kopierszene

Eine wachsende Anzahl von Streaming-Diensten und zusätzliche Kosten für einzelne neue Titel haben laut Evo zu neuer Popularität von illegalen Kopien im Internet geführt.

Artikel veröffentlicht am ,
Polizist an beschlagnahmtem Rechner der Releasegruppe Skark im September 2020
Polizist an beschlagnahmtem Rechner der Releasegruppe Skark im September 2020 (Bild: Interpol)

Die P2P-Release-Gruppe Evo gibt der Profitgier der Filmindustrie die Schuld an ihrer wachsenden Bekanntheit. "Vielleicht gäbe es nicht so viel Piraterie im Internet, wenn sich Studios ein bisschen mehr um den Verbraucher kümmern würden. Aber es ist ihnen egal, was zählt, ist Profit, Profit und Profit", sagte ein Mitglied von Evo dem Onlinemagazin Torrentfreak. Die fragmentierte Streaming-Landschaft mache illegale Kopien wieder relevant.

Ein durchschnittlicher Mensch müsse "heute reich sein oder man ist am Arsch, angesichts von Disney+, Netflix, Amazon Prime und Paramount+ und was sie sich noch einfallen lassen."

Evo, kurz für Evolution, ist eine P2P-Gruppe, die seit Jahren viele illegale Kopien neuer Filme und TV-Shows lange vor den offiziellen Premieren veröffentlicht. Darunter waren Oscar-Anwärter, aber auch mehrere Netflix-Titel, die aus Festivalvorführungen stammten. Evo konnte vor wenigen Wochen, vor der offiziellen Premiere in den USA, als Erster eine hochwertige Kopie des Science-Fiction-Films Dune veröffentlichen.

"Du zahlst bereits für ein Abonnement und musst noch zusätzlich bezahlen, um auf einen Film zuzugreifen, den du kostenlos bekommen solltest? Und nicht nur das, man muss für einen Film, der in ein bis zwei Monaten kostenlos auf Disney+ erscheint, rund 30 US-Dollar bezahlen?", fragte Evo in dem Interview zum Thema Premieren bei Streamingdiensten.

Zudem behauptete Evo, die Bereitstellung der illegalen Kopien ohne Gewinnabsichten zu betreiben. "Wir ziehen überhaupt keinen Gewinn aus diesem Hobby. Wir machen es zum Spaß", und weil sie gerne Menschen helfen würden. "Wir wissen, dass wir vielen Menschen helfen, die es sich nicht leisten können, ins Kino zu gehen oder weil dies aufgrund von Covid-19 nicht mehr möglich ist", erklärte die Gruppe.

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Sportstudent 19. Nov 2021

War ja klar, dass das wieder mal (...) nichts als heiße Luft gewesen ist, pffffffftttttt.

Gaius Baltar 19. Nov 2021

Sinnvoll wären meines Erachtens höchstens 50 Jahre nach Werkserstellung. Das ist immer...

Frostb1t 17. Nov 2021

Die Fragmentierung nervt. Dadurch ist es absolut unkomfortabel geworden. Es ist teuer...

Dwalinn 17. Nov 2021

An das Angebot direkt über die Formel 1 hatte ich nicht gedacht, ich dachte du meintest...



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