Mit Peak die Blockchain nutzen

Peak heißt das Projekt, die Abkürzung steht für Integrierte Plattform für Peer-to-Peer-Energiehandel und Aktive Netzführung. Federführend sind Wissenschaftler am Institut für Automatisierung; hinzu kommen Partner an der Bergischen Universität Wuppertal, der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der Forschungsstelle für Energiewirtschaft, der Universität Duisburg-Essen sowie aus der Industrie.

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Der größte und wichtigste Industriepartner ist die PSI AG. Das Berliner Unternehmen entwickelt Software für Energieversorger, Logistik und die metallverarbeitende Industrie. Peak, gestartet am 8. März 2021, soll zu einem Prototyp für eine P2P-Handelsplattform für Energie, freie Kapazitäten und Stromüberschüsse führen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Über die Peak-Plattform soll nicht nur der Energiehandel abgewickelt werden. Ziel ist auch das aktive Netzmanagement mit dem Markt als Regelungsmechanismus, über den die Teilnehmer ihren überschüssigen Strom, aber auch freie Kapazitäten anbieten können. Diese Art der marktbasierten Steuerung wurde bislang nicht versucht. "Da sehen wir ein enormes Potenzial", sagte Jan-Philip Beck vom HSU-Institut für Automatisierungstechnik im Gespräch mit Golem.de.

Wie marktbasierte Flexibilität funktioniert

Diese neue Art des Netzmanagements ist eine schlichte Notwendigkeit. Denn es gibt immer mehr Einspeiser und mehr Abnehmer als früher. Auch die Zahl der Prosumer nimmt zu.

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Photovoltaik und Windkraftwerke geben ihren Strom nicht konstant ab, sondern nur dann, wenn es Sonne oder Windverhältnisse zulassen. Idealerweise regelt das ein Stromnetz am besten, das selbst intelligent ist: Die einen Akteure bieten ihre Überschüsse an, ihre freien Speicher oder Produktionskapazitäten, die anderen suchen beispielsweise für einen bestimmten Zeitraum mehr Strom als sonst oder schreiben ihre Bedarfe aus. Möglich sind auch temporäre Angebote: "Das eigene E-Auto kann auch als Stromspeicher vermarktet werden, wenn es nicht gefahren wird", sagt Beck.

Andere Plattformen integrieren

Bei Peak geht es aber auch darum, verschiedene Plattformen, Akteure oder Geräte miteinander zu verbinden. "Dazu entwickeln wir eine Toolchain", erläutert Beck. Die Wissenschaftler nutzen dabei sogenannte Energie-Agenten, eine Entwicklung der Universität Duisburg-Essen.

Eigentlich ist die Duisburger Entwicklung eine Simulationsumgebung, in der Energieversorgungsnetze unterschiedlicher Größe samt aller Teilnehmer dargestellt werden können. Software- oder Energie-Agenten repräsentieren die einzelnen Netzteilnehmer. Die Peak-Toolchain soll selbst als Entwicklungsumgebung dienen und die dafür nötigen Software-Werkzeuge bereitstellen.

Blockchain für Entwickler: Das Handbuch für Software Engineers. Grundlagen, Programmierung, Anwendung. Mit vielen Praxisbeispielen

Die fertige Toolchain bildet dann eine übergeordnete Plattform, die andere Akteure und ihre Anlagen miteinander verbinden soll. Das können die Versorgungsnetze verschiedener Betreiber, einzelne Kraftwerke, Energiespeicher, aber auch die untergeordnete Blockchain eines anderen Anbieters sein.

"Wir schauen jetzt, welche Anforderungen unsere Plattform an die Toolchain stellt", sagt Beck. Die fertige Peak-Toolchain soll auch den Austausch von einzelnen Komponenten erlauben. Peak läuft bis Ende Februar 2024.

Für P2P-Plattformen auf Basis der Blockchain spricht eine ganze Reihe von Argumenten.

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 P2P-Stromhandel in Australien: Viel positives FeedbackWas P2P-Plattformen für die Energieversorgung leisten 
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Kleba 04. Sep 2021 / Themenstart

Wir liegen - wenn ich mich richtig erinnere - als 2-Personen-Haushalt bei ca. 2.300 kWh...

bofhl 31. Aug 2021 / Themenstart

Schon mal die Regelungen in vielen Staaten der USA gesehen? Das läuft dort genauso - nur...

spaetz 25. Aug 2021 / Themenstart

Nicht so ganz. 1980 hat ein Festnetzanschluss pro Monat 27DM gekostet, waren also auch...

PaBa 25. Aug 2021 / Themenstart

Und wann willst Du mir dem Sparen anfangen? Der Versorger wird bestehende Leitungen wohl...

Anma 25. Aug 2021 / Themenstart

Meiner Meinung nach sind die entsprechenden Vergütungsmodelle der Schlüssel zur...

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