P2P: Alternatives DNS in GNUnet 0.9.4

Das sichere Peer-to-Peer-Framework GNUnet ist in Version 0.9.4 um eine dezentrale Alternative zum Domain-Name-System erweitert worden, dem GNU Alternative Domain System.

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Individuelle Informationen zum GADS könnten ähnlich wie bei GPG-Keys auf Visitenkarten verteilt werden.
Individuelle Informationen zum GADS könnten ähnlich wie bei GPG-Keys auf Visitenkarten verteilt werden. (Bild: Martin Schanzenbach)

Das quelloffene P2P-Framework GNUnet soll vor allem zensurresistent sein. In Version 0.9.4 ist deshalb auch das GNUnet Naming System enthalten. Dies ist eine erste Implementierung des GNU Alternative Domain Systems (GADS), einer Alternative zum DNS auf Basis des GNUnet-Frameworks.

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Die Implementierung stammt von Martin Schanzenbach, der sich für seine Masterarbeit an der TU München (PDF) damit beschäftigte. In der Aufzeichnung der Verteidigung seiner Arbeit erklärt Schanzenbach kurz die Grundzüge der Funktionsweise von GADS. Die Folien (PDF) dazu sind ebenfalls online erhältlich.

Zudem soll die aktuelle Version von GNUnet bis zu 25 Prozent weniger Speicher belegen als bisher und unter Windows besser funktionieren. Außerdem unterstützt GNUnet nun Reverse-Proxies für HTTP und HTTPS-Transporte. Darüber hinaus behebt die Version einige Fehler, die zum Absturz der Anwendung führen konnten.

Der Quellcode von GNUnet 0.9.4 steht auf den FTP-Servern des Projekts zum Download bereit. Pakete für verschiedene Distributionen sollten demnächst folgen.

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