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P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.

Ein Test von veröffentlicht am
Das P20 Pro ist leicht an den drei Kameras auf der Rückseite zu erkennen.
Das P20 Pro ist leicht an den drei Kameras auf der Rückseite zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nicht nur Samsung, auch Huawei legt in diesem Jahr bei seinem neuen Smartphone den Fokus stark auf die Kamera: Das P20 Pro ist das erste Smartphone, das mit drei Hauptkameras auf den Markt kommt. Die Kombination aus 40-Megapixel-Kamera, 20-Megapixel-Kamera und 8-Megapixel-Teleobjektiv soll es Nutzern unter anderem ermöglichen, qualitativ hochwertige Zoomstufen zu verwenden.

Außerdem soll das P20 Pro mit Hilfe von künstlicher Intelligenz dem Nutzer bei der Aufnahme helfen, indem die Kamera-App automatisch Voreinstellungen trifft. In unserem ersten Hands on hat das mit Porträts schon gut funktioniert - im Test überprüfen wir, inwieweit die KI auch weitere Einstellungen wählt und ob diese etwas taugen.

Außerdem wollen wir natürlich wissen, wie sich das P20 Pro im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz schlägt. Huawei hat auf der Präsentation des Smartphones aktuelle Testergebnisse des Kamera-Benchmarks von DxO gezeigt, in denen das P20 Pro das Galaxy S9+ von Samsung um zehn Punkte schlägt - im DxO-Benchmark sind das Welten. Im Test zeigt sich, dass Huawei zu Recht mit den Zahlen angegeben hat: Das P20 Pro hat in bestimmten Einstellungen eine überlegene Bildqualität.

Zum Vergleich haben wir uns das Galaxy S9+ von Samsung, Sonys neues Xperia XZ2 und aus dem Hause Huawei das Mate 10 Pro geschnappt - das Hauptaugenmerk beim Vergleich liegt allerdings auf den Geräten von Samsung und Sony. Unsere Aufnahmesituationen sind vielfältig: Wir haben Fotos bei Tageslicht, bei schlechten Lichtbedingungen und auch bei Nacht gemacht.

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Das P20 Pro nutzt im Grunde eine erweiterte Dual-Kamera, wie sie Huawei bisher verwendet hat. Zwei Objektive mit gleicher Weitwinkel-Brennweite werden beim neuen Gerät um ein Teleobjektiv ergänzt, das einen dreifachen optischen Zoom ermöglicht. Im Unterschied zum P10 und Mate 10 Pro hat Huawei zusätzlich die Auflösung des RGB-Sensors erhöht: Statt wie bisher 12 Megapixel hat der Sensor jetzt 40 Megapixel. Der unterstützende Monochromsensor hat weiterhin 20 Megapixel.

  • Hauweis P20 Pro macht gut ausgeleuchtete Tageslichtaufnahmen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die eingebaute KI erkennt Bildsituationen und kann diese anpassen - wie hier, wo der Himmel blauer gemacht wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S9+ liegt von den Farben her zwischen dem Himmel-Modus und der Standardaufnahme des P20 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim Xperia XZ2 sind die Farben satter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der starken Detailvergrößerung wird beim P20 Pro sichtbar, dass die Schärfe soweit stimmt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im direkten Vergleich zum Galaxy S9+ hingegen ist zu erkennen, dass dort die Details wie das Wellblech weitaus deutlicher zu erkennen sind. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch beim Xperia XZ2 sind Details besser zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem P20 Pro aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Galaxy S9+ aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem XPeria XZ2 aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem P20 Pro aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Galaxy S9+ aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Xperia XZ2 aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In sehr dunklen Umgebungen leuchtet das P20 Pro Bilder gut aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch das Galaxy S9+ schafft es, die dunklen Bereiche recht hell abzulichten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim Xperia XZ2 hingegen saufen die dunklen Bereiche etwas ab. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der Detailvergrößerung zeigt das P20 Pro zwar genügend Details, ...
  • ... das Galaxy S9+ hat allerdings weniger Artefakte und eine etwas bessere Belichtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Xperia XZ2 ist weniger scharf als die beiden Konkurrenzgeräte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei einer Auflösung von 10 Megapixeln macht das P20 Pro bereits ganz gute Bilder. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Schalten wir in den Einstellungen jedoch auf 40 Megapixel um, steigt die Bildschärfe dramatisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Ausschnitt bei einer Auflösung von 10 Megapixeln (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Ausschnitt bei 40 Megapixeln - das Bild hat weniger überschärfte Kanten, eine feinere Schärfe und mehr Details. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der gleiche Ausschnitt, mit dem Galaxy S9+ aufgenommen - von der Schärfe her zwischen den 10- und 40-Megapixel-Aufnahmen des P20 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Fünffachzoom des P20 Pro ist qualitativ gut. Aus einer Standardaufnahme wie dieser ...
  • .... können wir mit Hilfe des dreifach vergrößernden Teles etwas heranzoomen. Noch näher heran rückt ein Objekt, ...
  • ... wenn wir die fünffache Vergrößerung verwenden. Diese wird digital berechnet und zeigt eine ungewohnt gute Schärfe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das P20 Pro kann auch Porträtaufnahmen mit Hintergrundunschärfe aufnehmen. Standardmäßig wird dafür das Weitwinkelobjektiv genutzt, was in einer ungünstigen Perspektive resultiert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S9+ hingegen wechselt automatisch auf das Teleobjektiv - die Perspektive passt besser zu einem Porträtfoto. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Xperia XZ2 hat keine zweite Linse, Porträts mit unscharfem Hintergrund sind dennoch möglich. Der Hintergrund wirkt allerdings zu künstlich, es kommt zudem zu Bildfehlern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Verglichen mit dem Mate 10 Pro von Huawei macht das P20 Pro bessere Aufnahmen. Auf den ersten Blick wirken Tageslichtaufnahmen des P20 Pro ...
  • ... identisch zu denen des Mate 10 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der Detailvergrößerung zeigt sich aber, dass  P20 Pro eine bessere Schärfe und bessere Details hat. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Bild des Mate 10 Pro ist etwas verwaschener. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem Fünffachzoom des P20 Pro aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Drücken wir nach der Aktivierung der fünffachen Vergrößerung zu schnell den Auslöser, nehmen wir das noch nicht optimierte Bild auf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Nachtmodus des P20 Pro macht über mehrere Sekunden zahlreiche Aufnahmen, die zu einem Bild zusammengesetzt werden - und das alles frei Hand. Das Ergebnis ist deutlich besser als bei den anderen Geräten im Test. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • So ist im direkten Vergleich zu sehen, dass das Galaxy S9+ deutlich dunkler belichtet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch das Xperia XZ2 macht eine dunklere Aufnahme, ...
  • ... ebenso das Mate 10 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der Auschnittsvergrößerung zeigt sich, dass die mit dem Nachtmodus des P20 Pro gemachte Aufnahme scharf und rauschfrei ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im Vergleich dazu zeigt das Galaxy S9+ stärkere Artefakte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch beim Xperia XZ2 rauscht es, zudem ist die Schärfe schlechter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche gilt für Nachtaufnahmen mit dem Mate 10 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine im Nachtmodus mit dem P20 Pro gemachte Aufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine im Nachtmodus mit dem P20 Pro gemachte Aufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine im Nachtmodus mit dem P20 Pro gemachte Aufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Der Fünffachzoom des P20 Pro ist qualitativ gut. Aus einer Standardaufnahme wie dieser ...

Fünffach-Zoom mit guter Qualität

Der neue Pixelreichtum ermöglicht es uns, neben dem dreifachen optischen Zoom noch einen fünffachen Digitalzoom mit verbesserter Qualität zu nutzen. Huawei nennt dies "Hybridzoom", was eine Beteiligung des Teleobjektivs andeutet. Wie genau der Hybridzoom funktioniert, konnte Huawei uns nicht sagen - der 40-Megapixel-Sensor der Hauptkamera scheint dabei aber eine entscheidende Rolle zu spielen. Das Konzept an sich ist nicht neu und wurde bereits von Nokia bei seinem 808 Pureview verwendet.

In der Praxis ist der Fünffachzoom eine praktische Sache: Besonders bei Tageslicht werden Details deutlicher abgebildet als bei den anderen Testteilnehmern - Huawei schöpft beim P20 Pro schlicht die verlustfreiere Vergrößerung des 40-Megapixel-Sensors aus. Bei schlechtem Licht hingegen kommt diese Zoom-Methode erwartungsgemäß an ihre Grenzen: Durch das fehlende Licht ist die allgemeine Aufnahmequalität schlechter, weshalb die Vergrößerung daraus natürlich auch weniger gut als bei Tageslicht ist.

Aufpassen müssen wir, wenn wir nach dem Umschalten auf die fünffache Vergrößerung zu schnell den Auslöser betätigen: Das P20 Pro benötigt einen kurzen Moment, um das herangezoomte Bild optisch zu verbessern. Diese Änderung hin zu besserer Schärfe und feineren Details lässt sich im Vorschaubild gut erkennen; drücken wir den Auslöser zu früh - also bevor das Bild optimiert ist -, erhalten wir eine qualitativ wesentlich schlechtere Aufnahme.

Beim optischen Dreifachzoom kann in unserem Test nur das Galaxy S9+ mithalten: Es hat einen optischen Zweifachzoom. Das Xperia XZ2 hat nur eine einzelne Hauptkamera. Interessant ist, dass die Qualität des Zoomobjektivs bei Samsungs Smartphone besser ist als die des P20 Pro - auch wenn wir im fertigen Bild auf die gleiche Detailgröße heranzoomen. Dabei müssen wir beim Galaxy S9+ stärker zoomen, die Detailqualität ist dennoch besser. Das Teleobjektiv des P20 Pro ist unserer Meinung nach der schwächste Teil der Kamerakonstruktion. Als ob Huawei das wüsste, wird das Objektiv in der Grundeinstellung auch nicht für den Porträtmodus verwendet, zu dem wir später noch kommen.

Kamerasensor kann mehr als die voreingestellten 10 Megapixel 
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badman76 18. Apr 2018 / Themenstart

Ich benutze seit 2004 DSLR Kameras zum Fotografieren, damals noch APS-C und seit 2015 auf...

jsm 18. Apr 2018 / Themenstart

Oh man, diese Frage wird gefühlt seit 10 Jahren gestellt und die Anwort ist immer die...

david_rieger 18. Apr 2018 / Themenstart

Ich dachte auch erst, USB 2.0 an einem Typ-C-Stecker wäre Mist. Aber immer weniger...

ph0b0z 18. Apr 2018 / Themenstart

+1

ph0b0z 18. Apr 2018 / Themenstart

Deswegen immer GSMArena, wenn ich wissen will, wie gut die Kameras sind. :-) Gestern mal...

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