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Ebenen werden gut getrennt

Beide Smartphones können dank der Dual-Kameras zwischen verschiedenen Ebenen im Hintergrund unterscheiden, sofern genügend Platz zwischen diesen ist und sie von der Struktur und vom Kontrast gut unterscheidbar vom Gesamthintergrund sind. Diese Ebenen werden dann im fertigen Bild recht zuverlässig etwas weniger stark unscharf maskiert, was den Gesamteindruck realistischer erscheinen lässt. Insgesamt sind wir aber sowohl beim iPhone als auch beim P10 auf den Algorithmus angewiesen, wenn es um den Grad der Gesamtunschärfe geht - einstellen können wir diesbezüglich nichts.

  • In dieser Situation schafft es das iPhone 7 Plus gut, den Hintergrund vom Vordergrund zu trennen. Auffallend ist das kontrastarme und unterbelichtete Bildergebnis. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Bild mit dem P10 von Huawei aufgenommen. In dieser Situation hat die Trennung der verschiedenen Ebenen nicht komplett geklappt, über dem Kopf ist ein Fehler erkennbar. Die Ausleuchtung ist besser, wem das Bild zu glattgebügelt ist, kann den Makeup-Modus ausschalten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch dieses Bild des iPhone 7 Plus ist zu dunkel, zu flau und zu kontrastarm. Das Kabel direkt hinter dem Kopf rechnet das Smartphone dem Hintergrund weiter hinten zu und maskiert es viel zu unscharf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die gleiche Situation mit dem P10 aufgenommen: Die Farben, der Kontrast und die Ausleuchtung sind besser, das Kabel ist sauber vom weiter entfernten Hintergrund getrennt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch dieses iPhone-Bild ist uns zu flau und zu dunkel, die Trennung der Ebenen ist aber sehr gut. Gut erkennbar: Die Schnur des Hoodies ist bereits unscharf, obwohl sie auf der gleichen Ebene wie das Gesicht liegt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Bildergebnis des P10 gefällt uns von den Farben und der Ausleuchtung besser. Auch hier sind die Ebenen gut voneinander getrennt, Abbildungsfehler können wir nicht entdecken. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Auch dieses iPhone-Bild ist uns zu flau und zu dunkel, die Trennung der Ebenen ist aber sehr gut. Gut erkennbar: Die Schnur des Hoodies ist bereits unscharf, obwohl sie auf der gleichen Ebene wie das Gesicht liegt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Bei unseren Testaufnahmen fällt auf, dass die Bilder des iPhones merklich mehr Rauschen haben als die des P10, insbesondere bei Fotos in Innenräumen. Hier dürfte auch die Makeup-Bearbeitung des Huawei-Smartphones helfen, die das Bild sicherlich etwas "glattbügelt". Bei standardmäßig eingestellter mittlerer Stärke empfinden wir dies aber nicht als unangenehm oder zu aufdringlich.

P10 kann nur Menschen porträtieren

Wer nicht nur Menschen im Porträtmodus fotografieren, sondern auch andere Objekte mit künstlicher Hintergrundunschärfe aufnehmen will, kann dies nur mit dem iPhone zuverlässig machen. Das P10 muss ein menschliches Gesicht erkennen, damit es im Porträtmodus Bilder mit Hintergrundunschärfe erzeugen kann. Ist kein menschliches Gesicht vorhanden - oder hält die zu fotografierende Person ihr Gesicht nicht ausreichend in Richtung der Kamera - gibt es schlicht keine Hintergrundunschärfenmaskierung.

Beim iPhone hingegen können wir durchaus auch nichtmenschliche Objekte fotografieren, wenngleich mit etwas weniger zuverlässig guten Ergebnissen. Zudem haben diese Aufnahmen die gleichen Probleme, die uns im Vergleich der Porträtaufnahmen mit dem P10 aufgefallen sind: Die Farben sind flau, der Kontrast ist gering, die Ausleuchtung ist nicht gut.

Verwenden wir die Kameras des P10 und des iPhone 7 Plus ohne die Porträtoption, ähnelt sich der Bildeindruck. Das P10 ist in den Details allerdings etwas schärfer; beim iPhone-Test ist uns bereits aufgefallen, dass das jüngste Apple-Smartphone nicht so scharfe Bilder macht wie etwa das iPhone 6S. Bei Innenraumaufnahmen unterscheidet sich die Ausleuchtung bei den beiden Geräten nicht nennenswert, auch hier ist das P10 leicht schärfer und zeigt etwas weniger Artefakte. Diese Unterschiede sind aber erst in der Vergrößerung zu sehen.

Fazit

Insgesamt betrachtet gefällt uns der Porträtmodus des Huawei P10 besser als der des iPhone 7 Plus. Das liegt vor allem am Gesamteindruck der Bilder: Die Fotos des P10 sind von den Farben her lebendiger und haben einen besseren Kontrast. Außerdem ist die Schärfe besser; das liegt daran, dass das iPhone die Kanten um das zu fotografierende Objekt stellenweise zu stark weichzeichnet, was zu einem insgesamt sehr soften Bildeindruck führen kann.

Beim P10 passiert dies nicht: Hier sind die Kanten gut vom Hintergrund getrennt, ohne dass sie zu weich sind. Das sieht natürlicher aus und führt zu einem insgesamt knackigeren Bild.

Beide Smartphones schaffen es, den Hintergrund gut unscharf zu maskieren und dabei auch unterschiedliche Entfernungen zu berücksichtigen. Beim P10 ist der Hintergrund etwas weniger unscharf, was uns besser gefällt.

Probleme haben sowohl das iPhone 7 Plus als auch das P10 bei Objekten im Hintergrund, die sehr nah am zu fotografierenden Subjekt sind. Auch bei geringen Kontrastunterschieden kann es zu Fehlerkennungen kommen. Diese Probleme sind technisch bedingt und lassen sich bei derartigen softwarebasierten Lösungen nur verringern, nicht aber vermeiden. In unseren Tests liegt mal das P10 daneben, mal das iPhone.

Als ebenbürtiger Ersatz für eine offene Blende einer Spiegelreflexkamera eignen sich sowohl der Porträtmodus des iPhone 7 Plus als auch der des P10 nicht. Für ein hübsches Porträt zwischendurch taugen die Geräte aber schon - das Huawei-Smartphone etwas besser als das iPhone.

 Beide Modi erlauben keine Einstellungen
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fotografer 29. Mär 2017

Das ganze hat auch was mit der Belichtung under der interpretation von dieser zu tun...

Yian 20. Mär 2017

Bei Golem bekommt jeder seine Headline: Wir finden besser als das von Apple

Nikolai 17. Mär 2017

Warum sollte es das? Wo keine Farben da auch keine Verstärkung... Wenn du von RAW...

ZappoB 17. Mär 2017

Seid ihr nicht auf die Idee gekommen, zusätzlich auch mal bei guter Beleuchtung oder...

Anonymer Nutzer 17. Mär 2017

Dachte ich's mir.


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