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p-Bor-Fusion: Die Kernfusion komplett neu denken mit Geld von Trump

Plötzlich will auch Trump Media Fusionskraftwerke bauen. Der Ansatz ist komplett anders, vielversprechend und hochriskant.
/ Mario Petzold
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Derzeit existieren vor allem Computersimulationen von der experimentellen Fusionsreaktion. (Bild: TAE Technologies)
Derzeit existieren vor allem Computersimulationen von der experimentellen Fusionsreaktion. Bild: TAE Technologies
Inhalt
  1. p-Bor-Fusion: Die Kernfusion komplett neu denken mit Geld von Trump
  2. Technisch fast unmögliche Kernfusionsreaktion

Der Zusammenschluss der Trump Media & Technology Group und TAE Technologies bedeutet vor allem für das Fusions-Start-up frisches Geld, um einen höchst experimentellen Ansatz der Kernfusion weiterzuverfolgen. Wie die ARD-Finanzexpertin Angela Göpfert(öffnet im neuen Fenster) zeigt, hat dies zunächst einmal das Vermögen von Donald Trump um 500 Millionen Dollar erhöht.

Das liegt daran, dass Unternehmen wie TAE Technologies perfekt zur Strategie der US-Regierung passen, neue Kraftwerkstypen zu fördern, die die neuen KI-Rechenzentren versorgen sollen. Genau das wird den erneuerbaren Energien nicht zugetraut, deren Ausbau durch die US-Regierung schon längst behindert wird.

p-Bor-Fusion hat noch nie Energieüberschuss geliefert

Die Kernfusion, die das Start-up etablieren will, unterscheidet sich grundlegend von den Ansätzen fast aller anderen Unternehmen aus dem Bereich. Und eine Kernfusion ist es eigentlich auch nicht.

Statt mit Deuterium und kaum verfügbarem wie radioaktivem Tritium die Fusion zu Helium zu erzwingen, wird vergleichsweise gut verfügbares Bor mit einem Wasserstoffkern(öffnet im neuen Fenster) , somit einem Proton, beschossen. In Summe ergäbe dies Kohlenstoff, aber unter extremen Bedingungen wird ein Heliumkern emittiert. Das Restprodukt, ein Berylliumisotop, zerfällt anschließend ebenfalls in zwei Heliumkerne. Im Grunde ist es Kernzerfallsprozess mittels Alphastrahlung.

Radioaktivität tritt trotzdem auf

Der Energieüberschuss, der in Form von Bewegungsenergie der Heliumkerne auftritt, ist mehr als doppelt so groß wie bei der Deuterium-Tritum-Fusion. Als größter Vorteil wird dabei das Fehlen von Neutronenstrahlung genannt, durch die radioaktive Isotope in den Reaktorwänden entstehen könnten.

Gleichzeitig handelt es sich bei der Abstrahlung von Heliumkernen um radioaktive Alphastrahlung. Auch Gammastrahlung sowie freie Neutronen sind in Experimenten nachgewiesen worden.


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