Weltmeere und Wetterextreme: Riskante Rückkopplung

Einzelne Wetterereignisse lassen sich kaum direkt mit dem Klimawandel in Verbindung bringen. "Da es natürliche Schwankungen gibt, ist ein Zusammenhang oder gar der Einfluss des Menschen nur sehr schwierig nachzuweisen", sagt Mojib Latif, Leiter des Bereichs Maritime Meteorologie am Geomar in Kiel. Nach dem Stand der Forschung lassen sich allenfalls Trends wie die Zunahme von extremen Wetterlagen ausmachen. Dabei spielen die Ozeane für das globale Wetter eine große, wenn nicht entscheidende Rolle.

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Ob Taifun im Pazifik, Zyklon im Indischen Ozean oder Hurrikan im Atlantik - Wirbelstürme stehen wegen ihrer Zerstörungsgewalt seit langem im Fokus der Klimaforschung. Von der Annahme, dass der Klimawandel zu mehr Wirbelstürmen führt, hat sich die Wissenschaft weitgehend verabschiedet. Sie geht aber davon aus, dass die Wucht der Wirbelstürme mit erwärmten Ozeanen zunimmt. "Hurrikane können über wärmerem Wasser mehr Energie auftanken", sagt Latif. Für eine gesicherte Aussage fehlt es aber noch an statistischen Daten. Denn die Anzahl der Wirbelstürme und ihre Wucht schwanken auf längere Sicht stark, meist in einem Rhythmus von 30 bis 40 Jahren.

"Gesichert ist gar nichts"

Mit dem Klimawandel verändern sich ebenfalls die Temperaturunterschiede zwischen polaren und tropischen Regionen der Ozeane. In einem komplexen Zusammenspiel mit der Atmosphäre können sich dadurch die Windverhältnisse ändern. "Für Europa kann das möglicherweise dazu führen, dass es nicht so stabile Westwindlagen gibt", sagt Latif. Die Folge: Hochdrucklagen wie im jetzigen Sommer oder 2003 würden weniger gestört und könnten länger anhalten. "Aber gesichert ist da noch gar nichts", schränkt Latif ein.

Um die Lücke zwischen Klimaprognose und Wettervorhersage zu füllen, arbeiten Meteorologen und Klimaforscher intensiv zusammen. So erstellt der Deutsche Wetterdienst DWD in Offenbach gemeinsam mit der Universität Hamburg und dem Max-Planck-Institut für Meteorologie monatlich eine saisonale Jahreszeitenvorhersage. Es handelt sich um Prognosen, mit welcher Wahrscheinlichkeit die kommenden drei Monate zum Beispiel trockener oder feuchter, wärmer oder kälter als im langzeitlichen Mittel werden. "Unser Ziel ist, damit unter anderem auf drohende Dürren oder extreme Überflutungen besser vorbereitet zu sein", sagt Barbara Früh vom DWD.

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 Wie Fischschwärme auf den Klimawandel reagierenGeoengineering: Zweifelhafte Lösungsansätze 
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Copper 28. Okt 2019

Leider sind gerade diese "Erleuchteten" und "Wissenden" diejenigen, die von anderen...

Clown 21. Okt 2019

Ich find das toll, dass Leute Meinungen haben zu Themen, zu denen sie sich nicht mal...

q96500 03. Okt 2019

Die Idee mit den Bäumen macht mehr Sinn...kostet auch nichts, wieso auch immer alles mit...

Terence01 29. Sep 2019

Dieses ganze Gequatsche ums Energiesparen ist sinnlos. Was z.B. Europa einspart hauen die...

Terence01 26. Sep 2019

Warum werden wir fast stündlich darauf aufmerksam gemacht dass zu viele fossile...



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