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Meeresspiegelanstieg: 'Sicher wie die Steuer und der Tod'

Inselstaaten versinken im Pazifik, Küstenstädte wie New York, Tokio oder Hamburg werden überflutet. Dies bringt der stetig ansteigende Meeresspiegel unweigerlich mit sich. Satellitendaten belegen heute schon einen jährlichen Anstieg um durchschnittlich 3 mm - mit zunehmender Tendenz innerhalb der vergangenen 25 Jahre. 35 bis 100 cm werden es wohl bis zum Ende dieses Jahrhunderts sein. "Der Anstieg ist garantiert wie die Steuer und der Tod", sagt MPI-Direktor Jochem Marotzke.

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In diesem Punkt sind sich die Klimaforscher weltweit weitgehend einig. "Selbst wenn wir kurzfristig die CO2-Emissionen erfolgreich stoppen, wäre damit der Klimawandel noch nicht sofort gestoppt. Die globale Erwärmung wird sich in den nächsten 25 bis 30 Jahren erst einmal noch fortsetzen", sagt Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (Pik) , Mitautor des kommenden sechsten Weltklimaberichts, der 2022 veröffentlicht wird. "Aber was wir heute tun, wird entscheidend für die Zeit nach 2050 sein."

"Vor dem Anstieg des Meeresspiegels muss niemand Angst haben"

Der Grund dafür liegt in den sehr langsam ablaufenden Prozessen im Klimasystem Erde. Schon 1 Grad Celsius Erwärmung - diese Schwelle wurde mit 1,1 Grad im globalen Mittel bereits 2016 überschritten - lässt den Meeresspiegel langfristig wohl um 2,5 Meter ansteigen. "Dieser Anstieg geschieht aber nicht von heute auf morgen, sondern wird wohl noch Jahrhunderte dauern", sagt Levermann "Wir wissen heute nicht, wie schnell es geht."

Die Ursachen für den Anstieg sind dagegen klar: Zu etwa 40 Prozent ist heute die thermische Ausdehnung des sich langsam aufheizenden Meerwassers verantwortlich. Ein gutes Drittel ist derzeit auf abschmelzende Gletscher zurückzuführen und der Rest auf den Rückgang der Eisschilde auf Grönland und auf dem antarktischen Kontinent. "Vor dem Anstieg des Meeresspiegels muss aber niemand Angst haben. Weil er so langsam abläuft, kann man sich schützen", sagt Levermann.

Reiche Staaten wie die USA, Deutschland oder die Niederlande wappnen sich aus eigener Kraft mit höheren Deichen und einem optimierten Küstenschutz gegen die Fluten der kommenden Jahrzehnte. Weil mit steigendem Meeresspiegel auch salziges Wasser in küstennahe Grundwasserspeicher drängt, muss zunehmend Trinkwasser aus Brunnen im Landesinneren geschöpft oder aufwendig über Entsalzungsanlagen gewonnen werden. Ärmere Regionen wie etwa in Afrika oder in Bangladesch sind dagegen auf Unterstützung reicherer Staaten angewiesen. Die nur knapp über den Meeresspiegel herausragenden Inselstaaten im Pazifik wie Tuvalu oder Kiribati verlieren langfristig Lebensraum, Umzugspläne auf höhere Inseln werden bereits geschmiedet. "Wann die betroffenen Inseln untergehen, wissen wir heute nicht", sagt Levermann. "Aber dass es geschehen wird mit der Zeit, ist ziemlich sicher."

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Copper 28. Okt 2019

Leider sind gerade diese "Erleuchteten" und "Wissenden" diejenigen, die von anderen...

Clown 21. Okt 2019

Ich find das toll, dass Leute Meinungen haben zu Themen, zu denen sie sich nicht mal...

q96500 03. Okt 2019

Die Idee mit den Bäumen macht mehr Sinn...kostet auch nichts, wieso auch immer alles mit...

Terence01 29. Sep 2019

Dieses ganze Gequatsche ums Energiesparen ist sinnlos. Was z.B. Europa einspart hauen die...

Terence01 26. Sep 2019

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