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Oxwall: Soziales Netzwerk in Eigenregie

Ein Facebook-ähnliches, soziales Netzwerk auf dem eigenen Server? Mit eigenem Geschäftsmodell? Mit Oxwall soll das kein Problem sein. Wir haben uns die Alternative zu klassischen sozialen Netzwerken angesehen.

Artikel von Achim Wagenknecht veröffentlicht am
Oxwall: die Alternative zu klassischen Netzwerken
Oxwall: die Alternative zu klassischen Netzwerken (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Es klingt verheißungsvoll: Die Software Oxwall ermöglicht ein eigenes soziales Netzwerk, das nach selbst formulierten Regeln funktionieren und sich sogar monetarisieren lassen soll. Wir haben es ausprobiert und sind überzeugt. Vor allem die Möglichkeit, die eigene Community durch Plugins fast beliebig zu erweitern, gefällt uns. Allerdings sollte neben all der Einrichtung der Technik eines nicht vergessen werden: Mitglieder anzuwerben, denn sonst wird es schnell einsam im eigenen Netzwerk.

Inhalt:
  1. Oxwall: Soziales Netzwerk in Eigenregie
  2. Oxwall ist polyzentrisch
  3. Weniger ist mehr

Gegründet wird die eigene Community auf dem eigenen Lamp-Server oder auf Shared-Hosting-Space. Oxwall bietet vielfältige soziale Funktionen: Profile, Freundschaften, einen Livestream, Messaging, Chat und mehr. Einige Funktionen stecken im Programmkern, andere können mit einer Vielzahl von Plugins nachgerüstet werden. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt Undewall oder die Demo von Oxwall selbst.

  • Die Mitglieder können Bilder posten, kommentieren und bewerten. (Bild: Oxwall)
  • In Oxwalls Livestream erfahren die Mitglieder, was in ihrer Community gerade los ist. (Bild: Oxwall)
In Oxwalls Livestream erfahren die Mitglieder, was in ihrer Community gerade los ist. (Bild: Oxwall)

Wem die vorhandenen Plugins nicht genügen, kann eigene Erweiterungen entwickeln. Dafür steht ein Grundgerüst zur Verfügung. Oxwall wird in den USA entwickelt und unter der Common Public Attribution License (CPAL) angeboten. Der Quelltext findet sich auf Github.

Geld verdienen

Viele freie Entwickler programmieren aber anscheinend lieber Plugins als am Kern mitzuarbeiten. Das könnte daran liegen, dass Oxwall kostenlos ist, während man eigene Erweiterungen im Oxwall Store mit einem Preisschild versehen kann. Für Communitys, die das System nutzen wollen, können daher ein paar hundert Euro zusammenkommen, bis die Plattform bezugsfertig ist.

Stellenmarkt
  1. Gemeinde Burgkirchen a.d.Alz, Burgkirchen a.d. Alz
  2. via experteer GmbH, Frankfurt (Home-Office)

Verglichen mit den Mitbewerbern hat Oxwall viele Vorteile: Es ist preiswerter als Dolphin, kann mehr als Elgg und ist einfacher zu konfigurieren als Drupal Commons. Und es bietet eine Bezahlschnittstelle, die unter anderem Paypal und Sofortüberweisungen unterstützt.

Kombiniert mit Benutzerrollen mit unterschiedlichen Zugriffsrechten, lassen sich damit interessante Geschäftsmodelle nach dem Freemium-Prinzip aufbauen. Dazu legt man unter /admin/users/roles mindestens eine zusätzliche "Mitgliedschaft" an. Diese bekommt unter /admin/permissions/roles erweiterte Zugriffsrechte. Damit die Mitglieder gegen Geld in die erweitere Mitgliedschaft wechseln können, wird eins der Plugins Paid Membership oder Paid Membership Premium Account Pro installiert. Dazu noch eine der Bezahlschnittstellen, und das Geschäft kann losgehen.

Foren sehen alt aus

Wer dabei sofort an Dating denkt: Ja, man kann mit Oxwall auch Dating-Seiten bauen. Aber vielleicht ist für solche Anwendungen Skadate besser geeignet. Es stammt vom gleichen Hersteller Skalfa und ist ähnlich aufgebaut, aber auf Partnersuche spezialisiert und grundsätzlich kostenpflichtig.

In großen Firmen werden häufig soziale Netzwerke eingesetzt, die sich nahtlos in die vorhandene IT-Landschaft integrieren. Für solche Fälle ist Oxwall nur geeignet, wenn die Integration zweitrangig ist. Oder wenn der Aufwand, eigene Plugins zu programmieren, in Kauf genommen wird.

Klassische Forensoftware dagegen sieht neben Oxwall alt aus. Da hilft auch kein aufgepfropftes "Social"-Plugin - ein Forum ist eben tendenziell trocken und logisch aufgebaut und orientiert sich vorrangig an Themen. Ein Social Network dagegen orientiert sich an Menschen und ihren Beziehungen. Es wirkt daher schon auf den ersten Blick viel lebendiger. Und, liebe männliche Nerds: Social-Networking-Plattformen werden gerne von Frauen genutzt. Ihr wollt doch mehr Frauen in eurer Community, oder?

Oxwall ist polyzentrisch 
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Klausens 23. Feb 2016

Wenn ich mal übersetzen darf: Mimimimimimiii

throgh 21. Feb 2016

Scherzfrage oder ernst gemeint? Aber nicht falsch verstehen: Kontakte zu knüpfen ist eine...

matok 19. Feb 2016

Keine Ahnung, was du für eine Vorstellung von 2011 hast, aber auch damals konnte man...

hansenhawk 18. Feb 2016

Irgendwie passiert das in letzter Zeit öfter, man liest etwas und hat den Eindruck das...


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