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Ehemalige Staroffice-Entwickler arbeiten an einer mobilen Bürosoftware.
Ehemalige Staroffice-Entwickler arbeiten an einer mobilen Bürosoftware. (Bild: Open-Xchange)

Webbasiert und Open Source

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Eine Tabellenkalkulation namens OX Spreadsheet will das OX-Doc-Team bereits in wenigen Wochen präsentieren. Sämtliche Formeln sollen unterstützt werden. Dazu haben die Entwickler die Formel-Engine aus Apache Openoffice extrahiert. Das Präsentationsprogramm OX Presentation soll noch Ende 2013 folgen.

Sonst haben die Entwickler kaum Code aus ihrem ehemaligen Projekt übernommen. Aus Openoffice stammen die Druckfunktion. Den SVG-Viewer und -Konverter hat das OX-Documents-Team selbst entwickelt. Die Kernkomponenten von OX Documents werden unter der GPLv2 veröffentlicht, die Benutzeroberfläche steht unter der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Sharealike 2.5 License.

Oberfläche für Smartphones und PCs

Als Basis für die Benutzeroberfläche dient Halo View aus der OX App Suite von Open-Xchange. Die Benutzeroberfläche passt sich an die Displaygröße des Geräts an (Responsive Design), vom PC-Bildschirm bis zum Smartphone. Ein kontextabhängiger Werkzeugkasten zeigt nur die Optionen an, die gerade benötigt werden. Die Icons sind so angepasst, dass sie auch per Touch bedient werden können.

Staroffice Portal sei einer der Gründe dafür gewesen, dass Sun Staroffice damals übernehmen wollte, sagt Wohlberg. Es wurde intern sogar eine fertige Version präsentiert, die für die Verwendung auf Thin-Clients zugeschnitten war. Es sei aber der falsche Zeitpunkt gewesen, deshalb sei das Projekt zunächst untergegangen. Danach wurde Openoffice.org präsentiert und Staroffice war als kommerzielles Produkt nur noch durch Zugaben wie kostenpflichtige Fonts von der Open-Source-Variante von Openoffice.org zu unterscheiden.

Software war nur Beiwerk

Für Sun sei Software generell nur Beiwerk gewesen, die Firma sei in erster Linie daran interessiert gewesen, ihre Solaris-Server zu vermarkten, sagt Wohlberg. Dennoch arbeitete sein Team zwischen 2006 und 2009 weiterhin an einer webbasierten Lösung, deren Veröffentlichung aber durch Sun immer wieder verschoben wurde.

Dann wurde Sun von Oracle übernommen. Der neue Eigner machte aus Staroffice eine eigene Business Unit und vertrieb die kommerzielle Variante von Openoffice.org unter dem Namen Oracle Office. Zeitweilig arbeiteten in Hamburg 110 Angestellte in der Abteilung, davon 50 Kernentwickler. In Asien und den USA gab es Zweigstellen. Oracle habe zunächst durchaus ein aktives Interesse an der Weiterentwicklung des Büropakets gehabt, sagt Wohlberg.

Büro in der Cloud

Ende 2010 präsentierte Oracle dann eine weitere webbasierte Variante - unter dem Namen Cloud Office 1.0. Und es sollte 2011 noch Version 2.0 folgen - mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm. So weit kam es aber nicht, denn Oracle stoppte die Entwicklung und löste die Business Unit kurzerhand und ohne Vorwarnung auf. Das war Mitte April 2011. Die Nachricht erhielten die Entwickler am Freitagabend. Die Veröffentlichung von Cloud Office 2.0 fand nie statt. Die offizielle Begründung: Oracle bediene keine Desktopkunden.

Wohlberg überlegte gleich nach seiner Entlassung, wie es weitergehen sollte. Er habe viel Arbeit in Openoffice gesteckt, in "Lesen und Rechnen", sagt er. Es sei eine Leidenschaft, ein Spleen. Und an dem Marktanteil von Openoffice sei zu sehen, wie erfolgreich die bisherige Arbeit gewesen sei. Zunächst habe er überlegt, ob er Supportverträge übernehmen solle. Als dann Oracle Openoffice an die Apache-Foundation übergab, sah er auch dort keine Zukunft.

Office für Telkos

Gleichzeitig bemerkte er einen zunehmenden Bedarf an SaaS-Anwendungen bei den Telekommunikationsanbietern und mit Hilfe seiner Kontakte zu United Internet entstand das OX-Documents-Projekt.

2012 übernahm Open-Xchange ihn und sein Team von damals noch neun verbliebenen Entwicklern aus Openoffice. Die Entwickler haben sich komplett auf ihren Aufgabenbereich konzentrieren können, da sich Open-Xchange um das Marketing und die Kundenanbindung kümmert. Inzwischen hat United Internet mehrere Millionen in Open-Xchange investiert.

Erfahrung weitergeben

Als Teil der OX App Suite wird OX Documents bei vielen Service Providern auch künftig kostenlos sein. Geld soll mit Zusatzfunktionen wie einem erweiterten Speicher auf den Servern der Telekommunikationsanbieter generiert werden. Wer will, kann sich den Quellcode der OX App Suite holen und selbst installieren - samt OX Documents.

Inzwischen besteht sein Team aus 15 Entwicklern. Weitere ehemalige Kollegen sind hinzugekommen. Es gibt zum Mittagessen Gegrilltes vom Balkon im Bürogebäude im Hamburger Stadtteil Barmbek. Es fehle aber weiterhin an erfahrenen Programmierern, sagte Wohlberg. Außerdem suche sein Team junge Entwickler und Absolventen. Die langjährige Erfahrung würde das Team gerne weitergeben.

 OX Documents: 200 Jahre Staroffice-Erfahrung für eine bessere Office-Suite

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Hamburg5 03. Sep 2013

Das fand ich früher schon (gibts seit 1987) besser als Star Office (mensch, ist das lange...

Anonymer Nutzer 07. Aug 2013

Das wirst du auch nicht als "Vertragssicher" gelten lassen, aber vielleicht machst du dir...

Anonymer Nutzer 07. Aug 2013

Was bringt es dir, endlos viel Ressourcen in ein und dem selben Projekt zu versenken um...

a user 07. Aug 2013

news lesen war wohl auch nicht drinn. oder lags am verstehen?

Anonymer Nutzer 07. Aug 2013

Selbstverständlich gibt es auch andere, mehr oder weniger gute, HTML Editoren. Die Idee...



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