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Owncloud 8.1 erschienen: Wenn die Cloud zur App-Plattform wird

Mit dem aktuellen Owncloud 8.1 beginnen die Entwicker, ihre Software als App-Plattform umzubauen. Neben APIs und dem Appstore wird dafür auch die Veröffentlichungsstrategie geändert. Für Nutzer soll die Cloud vor allem schneller und einfacher zu bedienen sein.

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Ab Owncloud 8.1 bietet das Projekt selbst gepflegte Release-Channel
Ab Owncloud 8.1 bietet das Projekt selbst gepflegte Release-Channel (Bild: Owncloud.org/CC-BY 4.0)

Vor wenigen Wochen hat der Owncloud-Gründer Frank Karlitschek seine Idee beschrieben, die Software zu einer Plattform für Apps auszubauen und so weiter zu wachsen. Mit der nun verfügbaren Version 8.1 hat das Team erste Arbeiten für dieses Ziel umgesetzt, was eigenen Aussagen zufolge vor allem die Infrastruktur zum Bauen und Verbreiten der Apps betrifft.

Inhalt:
  1. Owncloud 8.1 erschienen: Wenn die Cloud zur App-Plattform wird
  2. Schneller für Nutzer und bessere Verschlüsselung

So gibt es nun erstmals klare Richtlinien dazu, wie Drittanbieter ihre Software zum Owncloud Appstore hinzufügen können. Unterschieden wird dabei zwischen offiziellen Apps des Owncloud-Teams sowie anerkannten und experimentellen Apps. Für die drei Kategorien gelten jeweils andere Bedingungen, wozu neben der Nutzerbewertung auch technische Regeln gehören, etwa wie schnell auf Sicherheitslücken reagiert wird. Die Einstufung kann bei mangelhaftem Verhalten der Entwickler jederzeit wieder entzogen werden.

Darüber hinaus ist die Owncloud-API deutlich verändert worden. So können Programmierer nun auf etwa 190 neue Schnittstellen zugreifen, immerhin 50 gelten dafür als veraltet. Apps können nun auch die Möglichkeiten zum Teilen von Inhalten nutzen, was sowohl für Desktop- als auch Mobil-Clients gilt. Nach Karlitscheks Vorstellung sollen die Schnittstellen möglichst lange gepflegt werden, mindestens drei Jahre hält er für angemessen. Wann dies aber tatsächlich umgesetzt wird, ist noch nicht klar. Weitere Details zu der Plattformstrategie sollen aber noch bekanntgegeben werden.

Release-Channels wie bei Browsern

Mehr oder weniger unabhängig davon hat das Owncloud-Team auch einiges bei der Veröffentlichung der Versionen geändert, was einerseits Ergebnis der Entwicklungen innerhalb der Community selbst ist, andererseits aber auch der Plattformstrategie zugutekommen könnte.

  • Die Federated Cloud ID findet sich nun in den Einstellungen. (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
  • Beim Teilen mit anderen Servern hilft die Autovervollständigung. (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
  • Teile der Dokumentation sind nun in der Oberfläche integriert. (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
  • Die Dokumenten-App zeigt auch Kommentare. (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
  • Admins können Tips & Tricks nachsehen. (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
  • Die Optionen zum Einhängen von Speichern sind erweitert worden. (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
  • Das Modul zur Verschlüsselung ... (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
  • ... ist nun modularisiert. (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
  • Anwender können nun auf verschiedene Release-Channel zugreifen. (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
  • Mit Hilfe eines Beispiel-Themes soll die eigene Owncloud-Installation einfacher umgestaltet werden können. (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
Anwender können nun auf verschiedene Release-Channel zugreifen. (Bild: Owncloud - CC-BY 4.0)
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So gibt es nun auch für Owncloud sogenannte Release-Channel, was an die Vorgehensweise bei den Browsern Firefox und Chrome erinnert. Administratoren können damit aus unterschiedlich stabilen Zweigen wählen. So wird bereits ausführlich getesteter Code für den produktiven Einsatz empfohlen. Zudem stehen aber auch die jeweils aktuelle stabile Version, Vorabveröffentlichungen wie Betas und Release Candidates sowie Daily-Builds bereit.

Die jeweiligen Paketarchive werden dabei von der Owncloud-Community selbst betreut. Ausgewählt werden können diese in den Update-Einstellungen. Hilfreich ist das nicht nur für Admins und Tester der Cloud-Software, sondern natürlich auch für die Programmierer externer Anwendungen, die ihre Apps nun wohl etwas einfacher als bisher im Laufe der Entwicklungsstadien von Owncloud testen können - analog zu dem Vorgehen, wie dies bereits bei den Browsern umgesetzt wird.

Veröffentlichungen im Drei-Monats-Rhythmus

Mit Owncloud 8.1 hat das Team versucht, auf einen neuen dreimonatigen Veröffentlichungsrhythmus zu wechseln. Das ist beim ersten Versuch noch nicht gelungen - die Vorgängerversion 8.0 erschien bereits vor fünf Monaten. Künftig ist aber je eine stabile Version pro Quartal mit neuen Funktionen geplant.

Im Jahrestakt soll die erste Nummer der Versionsbeschreibung erhöht werden, dementsprechend wird 2016 die 9-er Reihe gestartet. Jede Erscheinung soll 18 Monate lang mit Updates versorgt werden, wodurch insbesondere konservative Admins ihre Updates langfristig vorbereiten können. Für externe Entwickler bietet dies ebenso eine gewisse Verlässlichkeit, sofern das Owncloud-Team seine selbst gesteckten Fristen einhalten kann.

Schneller für Nutzer und bessere Verschlüsselung 
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Whoracle 09. Jul 2015

Grad mal ausprobiert: Der Server hat 'nen Core2Duo E8400@3GHz und 4GB RAM, also nix...

Doedelf 08. Jul 2015

Ich hab es kürzlich mal mit pydio probiert. Die Webserver Anwendung ist ok und flotter...

devzero 08. Jul 2015

Also nach meiner Erfahrung nach, muss man sowieso immer auf eine x.0.1 bzw x.0.2er...

Whoracle 07. Jul 2015

Japp. Hier das repo: https://github.com/owncloud/client/ Und hier die Anleitung: http...

berritorre 07. Jul 2015

... zumindest nicht nach einer durchzechten Nacht. So hört sich das jedenfalls an.


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