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Overwatch & Co: Blizzard hat 46 Millionen MAUs und sucht neue Projekte

Overwatch ist weiterhin ein riesiger weltweiter Erfolg, auch die anderen Serien von Blizzard laufen stark. Ebenfalls gute Zahlen meldet das Partnerunternehmen Activision - so dass sich fast die Frage aufdrängt, ob nicht zu viel Konkurrenz aus dem eigenen Hause droht.
/ Peter Steinlechner
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Overwatch mit Heldin Mercy läuft weiter hervorragend für Blizzard. (Bild: Blizzard)
Overwatch mit Heldin Mercy läuft weiter hervorragend für Blizzard. Bild: Blizzard

Rund 46 Millionen Nutzer haben von April bis Juni 2017 in jedem Monat mindestens ein Mal ein Spiel von Blizzard gestartet. Das hat der Publisher Activision Blizzard(öffnet im neuen Fenster) bei der Bekanntgabe von Geschäftszahlen gesagt und hinzugefügt, dass die Zahl dieser MAUs (Monthly Active Users) damit gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um rund 38 Prozent stieg.

Overwatch Summer Games 2017 - Ankündigung
Overwatch Summer Games 2017 - Ankündigung (06:53)

Für Blizzard sind die 46 Millionen MAUs ein absolutes Allzeithoch - selbst World of Warcraft kam zu seinen besten Zeiten nie über 12 Millionen Nutzer. Am meisten zur Gesamtzahl trägt Overwatch bei, das bei mehr als 30 Millionen Spielern liegt. Auch mit den Ergebnissen unter anderem von Hearthstone und World of Warcraft ist Blizzard nach eigenen Angaben sehr zufrieden.

Im Gespräch mit Analysten sagte Blizzard-Chef Mike Morhaime, dass derzeit eine Reihe kleiner Teams innerhalb seines Studios neue Projekte andenken und Konzepte erstellen würden. Dabei gehe es ausdrücklich auch um neue Marken und Serien, auch auf anderen Plattformen als Windows-PC und Konsole - vor allem im Mobilbereich.

Ein Teil dieser sogenannten Inkurbationsteams arbeitet laut Morhaime eng mit dem Blizzard-Mitgründer Allen Adham zusammen, der Ende 2016 nach längerer Auszeit in leitender Funktion zu dem Studio zurückgekehrt war.

Destiny 2 - Trailer (Open Beta)
Destiny 2 - Trailer (Open Beta) (01:04)

Der Publisher Activision hat sogar 47 Millionen MAUs - die Zahl verteilt sich aber auf deutlich mehr Titel als bei Blizzard, unter anderem auf diverse Call of Duty und auf Destiny, und ist nach Firmenangaben leicht gesunken.

Allerdings meldet das Unternehmen, dass die Konsolenbeta von Destiny 2 mehr Spieler angelockt habe als die des ersten Teils, außerdem soll die Zahl der Vorbestellungen höher als beim Erstling liegen. Auf dem PC soll die Beta am 28. August 2017 beginnen, gegenüber der Konsolenversion soll sie eine zusätzliche PvP-Karte enthalten.

Es wird spannend sein zu sehen, wie sich Destiny 2 gegen Overwatch schlägt. So unterschiedlich die Szenarios der Titel sind: Beide sprechen eine sehr ähnliche Zielgruppe an - die kaum Lust und oder gar ausreichend Zeit haben dürfte, sich langfristig in zwei herausfordernden Multiplayerspielen parallel zu engagieren. Diese Frage wird übrigens derzeit auch von Aktienanalysten gestellt, was die Aktie von Activision Blizzard trotz sehr guter Quartalsergebnisse leicht unter Druck gesetzt hat.

Activision hat in den Monaten April bis Juni 2017 ihren Umsatz auf 1,73 Milliarden US-Dollar kräftig gesteigert, im Vorjahresquartal waren es noch 1,46 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 426 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 363 Millionen US-Dollar).

Crash Bandicoot N. Sane Trilogy - Trailer
Crash Bandicoot N. Sane Trilogy - Trailer (01:16)

Für die wohl größte Überraschung haben bei der Firma offenbar nicht die großen Blockbuster gesorgt, sondern der enorme Verkaufserfolg des vermeintlichen Nischentitels Crash Bandicoot N. Sane Trilogy ( Test auf Golem.de ), das in vielen Ländern den Sprung an die Spitze der Verkaufscharts geschafft hat.


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