Overwatch: Blizzard verklagt deutsche Cheat-Firma Bossland in den USA
Blizzard hat vor einem Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien die aus Zwickau stammende Firma Bossland verklagt. Die beiden Unternehmen liefern sich seit Jahren eine Reihe von Rechtsstreits. In dem neuen geht es unter anderem um eine Cheat-Software namens Tyrant für Overwatch, die Bossland vertreibt.

Damit können Spieler in Overwatch den Gesundheitszustand von Gegnern und deren Aufenthaltsort herausfinden, falls sie getarnt sind. Blizzard ist der Ansicht, dass Bossland mit Tyrant unter anderem gegen das Urheberrecht an Overwatch verstößt, und verlangt Schadensersatz. Dabei dürfte es um Millionen gehen.
Bossland-Chef Zwetan Letschew äußert sich in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) ausführlich zu dem Fall, wobei er selbst die Klage, die im Internet als PDF(öffnet im neuen Fenster) vorliegt, noch nicht zugestellt bekommen habe. Letschew wundere sich, dass er diesmal in den USA verklagt werde. Alle anderen Rechtsstreitigkeiten seien in Deutschland ausgetragen worden. Die Blizzard-Anwälte seien einmal sogar in München am Flughafen angekommen und dann noch 380 Kilometer bis nach Zwickau gefahren.
Nach Ansicht von Letschew sei zweifelhaft, ob das Verfahren in den USA überhaupt angenommen werde, weil er in dem Land in keiner Weise wirklich tätig sei, sondern alle seine Aktivitäten von anderen Ländern aus betreibe.
Überhaupt scheint Letschew die Sache relativ gelassen zu nehmen. Erst im Mai 2016 habe er ein Verfahren gegen Blizzard gewonnen, bei dem es um Heroes of the Storm gegangen sei. Blizzard habe ihm Kosten des Verfahrens erstatten müssen. Im Oktober 2016 stehe dann der nächste Termin an, diesmal vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe.



